Satteldach und Statteldächer

Satteldach und Statteldächer
Satteldach und Statteldächer © haitaucher39 - Fotolia.com

Satteldach und Statteldächer

 

Da das Satteldach immer noch zu den günstigen Alternativen des Dachbaus gehört, wird es von vielen Bauherrn nach wie vor bevorzugt. Zudem ist es praktisch, hat sich von der Konstruktion her bewährt und vervollständigt den architektonischen Anblick des Hauses.

 

Das Satteldach zeigt sich dem Betrachter mit zwei geneigten Dachhälften. Am Dachfirst, welcher die höchste Stelle des Hauses darstellt, sind die beiden Dachhälften miteinander verbunden. Normalerweise entspricht das Satteldach von seiner Form her in etwa einem gleichschenkligen Dreieck, welches auf das Obergeschoss des Hauses aufgesetzt ist. Der First schließt entweder mit beiden Giebeln ab, viele Bauherren nutzen aber einen weiteren Dachvorsprung zum Schutz der Giebel, vor allem auf der Schlagwetterseite. Die Konstruktion des Satteldaches besteht wird entweder als Pfettendach oder als Sparrendach vorgenommen. Diese Konstruktionsart wird in Europa schon seit Jahrhunderten bevorzugt und hat sich über die ganze Zeit bewährt. Das Satteldach verfügt über unschlagbare Vorteile. Dadurch, dass das Satteldach in einem einfachen Konstruktionsprinzip hergestellt wird, sind viele unterschiedliche Dachneigungen als auch Traufhöhen möglich. Allerdings ist bei der Planung der Traufhöhe Vorsicht geboten. Regional bestehen bei den Baubehörden Vorschriften für einzuhaltende Mindesthöhen. Auch von der Wartung her hat sich das Satteldach sehr gut bewährt. Es verfügt über eine hohe Witterungsbeständigkeit. Verglichen mit zum Beispiel einem Flachdach sind nur selten Reparaturen nötig und die Wartung reduziert sich auf ein Mindestmaß.

 

Was ist das Besondere an einem Satteldach?

 

Beim Satteldach gibt es keine besonderen Bauvorschriften. So kann ein Bauherr die Neigung wählen, wie sie ihm am besten gefällt. Vielfach wird ein Satteldach mit Neigungen zwischen 38 und 45 Grad konstruiert. Mit diesen Neigungen entsteht ein großes Dachgeschoss und es ist reichlich Platz vorhanden, um das Dachgeschoss auszubauen und damit weiteren Wohnraum zu schaffen. Durch die unterschiedlichen Traufhöhen und Neigungen unterscheidet sich das Satteldach in den verschiedenen Regionen in Europa in seinem Baustil. In Regionen mit starken Windverhältnissen und großen Regenmengen greift der Architekt bei der Konstruktion auf steilere Neigungswinkel zu. Die Dachfläche kann schneller abtrocknen, die Feuchtigkeit hat keine Chance, dem Satteldach Schäden zuzufügen. In Regionen, wie z. B. Bayern, wo es im Winter häufig und stark schneit, bekommt das Satteldach eine eher flachere Neigung. Damit, und den entsprechenden Schneefangvorrichtungen, wird verhindert, dass unkontrolliert abrutschende Schneemassen zu einer Gefahr für die Bewohner oder Besucher werden.

Vorteile Satteldach
  • Preisgünstig
  • Witterungsbeständig
  • Umweltfreundliche Dacheindeckung mit Naturmaterialien möglich
  • Viele Gestaltungsmöglichkeiten

Das sogenannte flache Satteldach wird mit einer Neigung von nicht mehr als 30 Grad konstruiert. Von einem Winkeldach spricht man im Falle einer Dachneigung von 45 Grad. Ist das Satteldach um 62 Grad geneigt, wird es als altdeutsches oder gotisches Dach bezeichnet.

 

Nachteile Satteldach
  • Wohnraumverlust bei steilen Satteldächern
  • Belichtungsmöglichkeiten nur durch Dachfenster

Konstruktion eines Hauses mit Satteldach

 

Das Satteldach bietet dem Bauherrn einige gravierende Vorteile. Zuerst einmal ist es preisgünstig, im Vergleich zu anderen Dächern sehr witterungsbeständig. Zudem können umweltfreundliche Naturmaterialien zur Dacheindeckung benutzt werden. Ein weiterer Pluspunkt sind die vielen unterschiedlichen Gestaltungsmöglichkeiten durch unterschiedliche Dachneigungen.

Ein Satteldach kann aber auch Nachteile haben. So entsteht z. B. bei sehr steilen Neigungswinkeln von Satteldächern ein entsprechender Wohnraumverlust. Außerdem bestehen nur sehr geringe Belichtungsmöglichkeiten, da die einzigen Tageslichtquellen durch Dachfenster gebildet werden.

Das Satteldach wurde lange Zeit als überalterte Methode verschmäht. Speziell in den 60er und 70er Jahren wurden Flachdachgebäude immer beliebter. Es wurde aber recht schnell erkannt, dass diese Art der Dachkonstruktion zu massenweisen Undichtigkeiten neigt und dadurch ständig Probleme durch einsickerndes Dachwasser entstanden. Dadurch begann das witterungsbeständige Satteldach einen erneuten Vormarsch. Das Satteldach verfügt über einen weiteren Vorteil: Die Bauausführung der rechtwinkligen Dachflächen ist kostengünstig und verhältnismäßig leicht auszuführen. Zudem kann der unter einem Satteldach entstehende Raum im Prinzip uneingeschränkt genutzt werden. Wer in einem Dachzimmer unter seinem Satteldach hohe Möbel aufstellen möchte, ist gut beraten, wenn er bei der Hausplanung seine Dachneigung mit circa 25 Grad besonders flach wählt.

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