Rauchmelder - Raucmelderpflicht - Retten Leben
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Ratgeber Rauchmelder – Rauchmelderpflicht

So klein und so unscheinbar Rauchmelder sind, so großartig kann doch ihr Leistungsportfolio sein. Fakt nämlich ist, dass Rauchmelder in ihrer unterschiedlichen Beschaffenheit echte Lebensretter sind. Dabei sind die Hersteller in der Regel bemüht, das Aussehen dieser kleinen “Helfer” so unauffällig wie möglich zu gestalten. Schließlich sollen sie zwar existent, aber doch möglichst unsichtbar sein. In der Tat ist es nach wie vor so, dass Rauchmelder eher durch ihre hohe Funktionalität und weniger durch ein besonders stylisches Design überzeugen. Wie dem auch sei: In Deutschland herrscht Rauchmelderpflicht!

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Wenn man bedenkt, dass Jahr für Jahr durch Brände mehr als 600 Todesopfer zu beklagen sind, dann ist das in der Tat alarmierend. Ein Großteil der Brandunfälle ereignete sich in den eigenen vier Wänden. Die Zahl der Verletzten ist diesbezüglich übrigens noch weit höher. Viele gute Gründe in jedem Fall, um aktiv zu werden und Rauchmelder im Haus zu installieren.

Änderungen seit Jahresende 2014 wirksam

Blickt man einmal zurück, so ist festzustellen, dass sich die Bereitschaft der Verbraucher, daheim Brandmelder zu installieren, trotz der sehr massiven Lebensgefahr eher in Grenzen hielt. Auch dies nahm die Bundesregierung zum Anlass, um endlich ein Gesetz zu verabschieden und die Anbringung von Rauchmeldern zur Pflicht zu machen. Unter anderem in den Bundesländern Hessen und Baden-Württemberg sind Eigenheimbesitzer in der Pflicht, ihre Häuser und Wohnungen mit Rauchmeldern zu bestücken. Zwar gilt die Rauchmelderpflicht schon seit Juli 2013, jedoch profitierten Eigenheim- und Wohnungsbesitzer von einer Übergangsfrist bis Dezember 2014.

Diese ist allerdings nun abgelaufen, sodass dringender Handlungsbedarf erforderlich ist. Im Übrigen ist es keineswegs allein damit getan, lediglich einen zu installieren, sondern mit Blick auf die korrekte Anbringung auch hinsichtlich der Stückzahl gilt es einiges zu berücksichtigen.

Mit Rauchmeldern lassen sich Brandunfälle im Haushalt zwar vielleicht nicht zu 100 Prozent verhindern, aber die Zahl der Todesfälle bzw. der Rauchvergiftungen und Verletzungen durch Brände kann auf diese Weise doch um ein Vielfaches reduziert werden.

Die neuen Regelungen besagen, dass Bewohner bzw. Eigentümer von Altbauten im Bundesland Bayern bis Ende 2017 Rauchmelder installieren müssen. Anders sieht das Ganze hingeben bei neu errichteten Gebäuden aus. Hier besteht die Verpflichtung, Rauchmelder zu installieren, bereits zum April 2013. Wenn es um die so genannten Bestandsbauten geht, ist es in Schlafräumen und Fluren unerlässlich, diese mit Rauchmeldern zu versehen. “Stichtag” ist diesbezüglich Ende 2016.

Die Zahlen sprechen für sich: zahlreiche Brandunfälle hätten vermieden werden können

Wenn man bedenkt, dass in Rheinland-Pfalz bereits seit über 12 Jahren eine Rauchmelderplicht in Neubauten besteht, dann hinken die meisten anderen Bundesländer diesbezüglich doch um einiges hinterher. Selbstverständlich gab es auch in Rheinland-Pfalz eine Übergangsfrist, jedoch endete diese bereits im Sommer 2012. Zahlreiche Brandunfälle hätte ganz sicher verhindert werden können, wäre die Gesetzgebung in den besagten Ländern stringenter. So stehen dem diesbezüglich auch Hamburg und Schleswig-Holstein in nichts nach. So ist es hier bereits seit Januar 2011 erforderlich, Alt- und Neubauten gleichermaßen mit Rauchmeldern zu bestücken. Die entsprechende Übergangsfrist für die Einwohner dieser Bundesländer lief bereits Ende 2010 aus.

Auch Mecklenburg-Vorpommern ist seit Januar 2010 in der Pflicht, dass Brandmelder in Altbauten und neuen Gebäuden vorhanden sein müssen. Etwas mehr Zeit haben in dieser Hinsicht noch Sachsen-Anhalt, Bremen und Niedersachsen. Selbstverständlich greift zwar auch hier bereits die gesetzliche Verpflichtung, Rauchmelder in Alt- und Neubauten zu installieren. In Sachsen-Anhalt beispielsweise sind seit 2010 entsprechende Regelungen getroffen, in Niedersachsen und Bremen hingegen gelten die Vorschriften erst seit Ende 2012. Allerdings gilt bis Ende des Jahres 2015 noch eine Art “Schonfrist”.

Im Saarland und Thüringen ist die Rauchmelderpflicht längst verabschiedet

Seit mehr als 11 Jahren schon gilt die Rauchmelderpflicht in Saarland. Erst seit Mitte 2008 sind hingegen die Thüringer dazu angehalten, ihre Räumlichkeiten entsprechend auszustatten und im Zuge dessen für ein Höchstmaß an Sicherheit mit Blick auf einen effizienten Brandschutz zu tun. Dabei ist auch hier sowohl von Altbauten, als auch von neu errichteten Gebäuden die Rede.

Einzig in Sachsen, Berlin und Brandenburg wird die Brandmeldepflicht noch eher stiefmütterlich behandelt. Zwar gibt es in besagten drei Bundesländern bereits eine Art Gesetzentwurf, jedoch ist man sich auf Landesebene noch immer nicht einig, wie die einzelnen Aspekte jeweils gehandhabt werden sollen. So war man in Berlin bereits soweit, dass die Rauchmelderpflicht schon im vergangenen Jahr eingeführt werden sollte, jedoch ist es bisher doch bei den “guten Vorsätzen” geblieben. Nichtsdestotrotz sind sich die Verantwortlichen einig: Man ist auf einem guten Weg in die richtige Richtung.

Sanktionen sind aktuell nicht angedacht, aber…

Wer sich nicht an die entsprechenden Gesetzmäßigkeiten hält, muss unter Umständen mit erheblichen Problemen rechnen. Gegenwärtig sollen jedoch noch keine Sanktionen verhängt werden, falls sich im Rahmen stichprobenartiger Überprüfungen herausstellt, dass einzelne Wohnungen oder Häuser noch immer nicht mit Rauchmeldern ausgerüstet worden sind – zumindest in den Bundesländern, in denen die Rauchmelderpflicht bereits besteht. Gesetzt den Fall, dass es aber zu einem Brand in den betreffenden Bereichen kommt und sogar Personen- bzw. Sachschaden entsteht, dann laufen die Eigentümer Gefahr, dass die Versicherung nicht dazu angehalten werden muss, die entstandenen Kosten zu übernehmen.

Die Rauchmelder Installation ist denkbar einfach

Die Kosten für ein Rauchmeldegerät sind sehr gering. Sicherlich hängt es von der qualitativen Beschaffenheit und der Funktionalität des Gerätes ab, wie tief der Verbraucher dafür in die Tasche zu greifen hat. Allerdings sind Rauchmelder an sich buchstäblich “unbezahlbar”, wenn man einmal berücksichtigt, wie viele Menschenleben bereits gerettet werden konnten, weil rechtzeitig Alarm ausgelöst wurde.

Auch die Installation dieser kostbaren “Lebensretter” ist einfach und unkompliziert. Diesbezüglich ist jedoch der Fokus auch auf die gesetzlichen Bestimmungen der einzelnen Bundesländer zu legen, die in Bezug auf die richtige Anzahl von Rauchmeldern in Häusern oder Wohnungen gelten.

Rauchmelder sollten unbedingt in Eltern- Kinder- und Gästeschlafzimmern an der Decke fixiert werden. Nur die wenigsten Menschen sind sich darüber im Klaren, dass ihr Geruchssinn im Schlaf buchstäblich “ausgeschaltet” ist. Sofern also im Zimmer – aus welchen Gründen auch immer – ein Feuer ausbricht, nimmt der Schlafende die entsprechenden Gerüche nicht wahr. So kann sich das Feuer meist in rasendem Tempo auch in anderen Räumlichkeiten ausbreiten.

Beim Erwachen kann es oft schon zu spät sein – die Fluchtwege nach draußen sind abgeschnitten… Überhaupt ist auch die Anbringung in Fluren von Relevanz, da diese als Fluchtweg “im Fall der Fälle” eine wichtige Rolle spielen. Rauchmelder geben selbst bei geringfügiger Rauchentwicklung ein lautes Signal von sich, sodass den Bewohnern genügend Zeit bleibt, die (Schlaf-)Räumlichkeiten zu verlassen und sich in Sicherheit zu bringen. Bei einem Brand ist jede Sekunde kostbar.

Funktion und Anbringung des Rauchmelders

Wenn der Rauchmelder in waagrechter Position fest an der Decke angebracht und dabei ein Abstand von einem Meter zur Wand eingeräumt wird, kann eine optimale Funktionalität des Gerätes gewährleistet werden. Darüber hinaus ist man gut beraten, Rauchmelder möglichst nicht in der Nähe von Rauchabzügen, Klimaanlagen oder ähnlichen Installationen anzubringen. Auf diese Weise wäre die Funktionalität unter Umständen eingeschränkt.

Wer beim Kauf eines Rauchmelders auf Nummer sicher gehen will, sollte nicht auf besonders preiswerte Geräte setzen. Vielmehr empfiehlt es sich, auf eine hochwertige Qualität zu achten, um so von Anfang an sicher zu gehen, dass die Funktionalität auch nach längerer Zeit nicht zu wünschen übrig lässt.

Gerade wenn es um die Sicherheit geht, sollte man nicht am falschen Ende sparen. Gute Rauchmelder, die auch nach längerer Zeit durch Zuverlässigkeit überzeugen, kosten im gut sortierten Fachhandel durchschnittlich etwa 15 bis 20 Euro. Dabei sind auf der Preisskala nach oben allerdings keine Grenzen gesetzt.

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Als Herausgeber des Online Magazine Haus & Garten ist es mir eine Freude, die Leser über Interessante Themen zu informieren und meine Erfahrungen zu teilen.