Smart Home Küche Beleuchtung Heizung
Smart Home Küche Beleuchtung Heizung PlusONE/shutterstock.com

Ratgeber Smart Home – Was ist Smart Home?

Gehirnjogging für ein cleveres Zu Hause – Wie Smart Home Ihr Leben verändert

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Zukunftsmusik von gestern – zwischen Saugrobotern, plaudernden Kühlschränken und intelligenten Überwachungssystemen

Ob automatisierte Licht-und Heiztechnik, staubsaugende Roboter oder selbstdenkende Kühlschränke – in Zeiten der digitalen Transformation ist das Thema Smart Home fast Niemandem mehr unbekannt. Häuser, die mittels Haushalts-und Multimediageräte zentral ferngesteuert werden können, gelten nicht nur als äußerst praktisch und innovativ, sondern sind auch sehr effizient, nachhaltig und können auf viele individuelle Bedürfnisse angepasst werden.

Mittels der Smart Home-Technologie lassen sich analoge Alltagsvorgänge schnell und leicht digitalisieren und automatisieren. Dabei sind den Möglichkeiten kaum Grenzen gesetzt:

ob es sich um Smartwatches für die Auswertung des regelmäßigen Sportprogramms handelt, Statistiken zum Energieverbrauch oder um Kühlschränke, die durch ein Anklopfen transparent werden und somit die Sicht auf den aktuellen Lebensmittelbestand freigeben.

Fakt ist, die Vision vom intelligenten, vernetzten Eigenheim, welches Zeit sowie Energie spart und Kosten senkt, ist längst Wirklichkeit geworden. Ausschlaggebend sind hier einerseits die individuell anpassbaren Einstellungen für die andererseits automatisierten Prozesse.

Hinzu kommt eine gerätlose Steuerung via Handzeichen oder Sprachbefehl, die zunehmend an Bedeutung gewinnt.

So visionär und vielfältig die neue Technologie auch ist, hat sie ihren Ursprung doch bereits in den 70-er Jahren gefunden. Hier existierten schon kabelgebundene Hausautomationen, die verhältnismäßig selbstständig agieren konnten.

Ihr letztendliches Debüt hatte die Smart Home-Technologie mit zwei entscheidenden Entwicklungen:

Interaktive Funkstandards, wie Bluetooth und WLAN, die den technisch versierten Systemen einen eigenen Sinn einhauchten, indem sie nicht mehr nur Daten empfingen, sondern auch eigenständig senden konnten.

Einen hiermit verknüpften Durchbruch stellte das Aufkommen der mobilen Endgeräte dar, die ihren Einsatz seit einiger Zeit als digitale Fernbedienung fanden und somit die funkbasierte Verbindung steuerbar machten.

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Kleiner Kerl, großes Spielfeld – grenzenlose Möglichkeiten sind erst der Anfang

Ist zuerst erschlossen, was die Smart Home-Technik im eigentlichen Sinne ausmacht, stellt sich die Frage, wo das Digitalsystem überall seinen Einsatz findet.

Durch seine zahlreichen Anwendungsfelder in Haus und Wohnung bieten kompatible Produkte eine Bandbreite an Optionen, die sich relativ leicht miteinander kombinieren lassen. Beliebte Kernkompetenzen von Smart Home-Technologien lassen sich in die Bereiche Sicherheit, Zeitmanagement und Energieersparnis gliedern.

So können beispielsweise mittels intelligenten Thermostaten Regulationen an mittlerweile allen gängigen Heizkörpern vorgenommen werden und somit die Balance zwischen Wohlfühlwärme und Energieersparnis schaffen.

Per Smartphone App kann dann von unterwegs allen Temperaturschwankungen effektiv entgegengewirkt werden. Mit der neuesten Geofencing-Technologie schaltet sich der smarte Thermostat automatisch aus, wenn Niemand da ist und aktiviert sich, sobald das Haus wieder betreten wird.

Darüber hinaus gibt es auch Thermostate, die Heizgewohnheiten von Nutzern aufnehmen, analysieren und nach einer Selbstlernphase selbstständig umsetzen. Individuelle Heizpläne lassen sich hier auch komfortabel via App erstellen.

Durch Sprachassistenten wie Amazons Alexa, Google Home oder Apples HomePod lassen sich die Geräte einfach via Sprachbefehl nach Belieben navigieren. Laut Herstellerangaben sind oftmals bis zu 30% Kostenersparnis pro Jahr möglich.

Ebenso bieten intelligente Überwachungssysteme ein großes Entwicklungspotenzial für die heimischen vier Wände. Ob es sich um Präventivmaßnahmen hinsichtlich Einbrüchen handelt, oder der Paketbote vor der Tür steht – das Angebot an smarten KI-Systemen auf dem Markt ist groß:

Überwachungskameras, Bewegungsmelder sowie Infrarotkontakte, Feuer-und Wassermelder stehen für die Installation bereit.

Gestochen scharfe HD-Bilder und Kameras mit Gesichtererkennung sind hier keine Seltenheit mehr und besitzen bereits ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Dabei sind die neuen digitalen Sicherheitssysteme auch für ältere Leute geeignet und müssen dabei keinesfalls komplett installiert werden.

Bereits druckempfindliche Matten, die vor das Bett gelegt werden, geben über das Smartphone Auskunft, ob das Bett zur geregelten Zeit verlassen wurde und schlagen andernfalls direkt Alarm beim Smartphone.

Beim Kauf ist hingegen auf eventuelle, monatliche Beiträge zur Datenspeicherung in der herstellereigenen Cloud zu achten. Hier empfiehlt es sich, vorher die Produkte zu vergleichen.

Neben Wärme- und Sicherheitsbedürfnissen spielt auch Licht in der Smart Home-Technologie eine immer größere Rolle, passen sich der körpereigene Biorhythmus und die tägliche Stimmung doch sehr an unterschiedliche Lichtverhältnisse an.

Mit verschiedenen digitalen Lösungen lässt sich hier der Lichteinfall zu Hause komfortabel via App und Fernbedienung regeln, sodass Position und Stellhöhe jederzeit individuell konfigurierbar sind.

Gleichzeitig lassen sich Automatismen einstellen, bei denen feste Zeitfenster zum Hoch- und Herunterfahren der Rollläden gesetzt werden können.

Bei vielen Lösungen lässt sich dies sogar mit einer Anwesenheitssimulation kombinieren – so können Sie auch Licht ins Eigenheim lassen, wenn Sie gar nicht vor Ort sind.

Zwischen No Gos und Must haves – Trend Watching für kluge Köpfe

Werden die Bedürfnisse von Smart Home näher beleuchtet, so haben sich grundsätzlich zwei Trends beim Endverbraucher stark entwickelt.

Zum einen sollen Haushaltsgeräte durch automatisierte Prozesse die oft zeitaufwendige Hausarbeit komplett selbst verrichten und bieten dabei zusätzlich individuellen Service an.

Das kann der Saugroboter sein, der so programmiert werden kann, dass er mit dem Staubsaugen direkt loslegt, sobald Sie das Haus verlassen haben, oder der smarte Kühlschrank, der dank eingebauter Kamera auch von unterwegs einen Blick ins Innere erlaubt, sodass die Einkaufsliste von unterwegs erstellt werden kann.

Zum anderen ist der Wunsch nach Kosten – und Zeitersparnis hoch – mehr Aktivitäten mit der Familie unternehmen, oder ein effizienterer Einsatz und Verbrauch von Strom, Licht und Wasser – all das macht Smart Home möglich.

Kein Wunder also, dass die clevere Technik ihren Weg bereits in diverse Haushalte fand. Eine Studie von Statista ergab, dass 2017 über 1,8 Milliarden Euro für Smart Home-Technologien in Deutschland ausgegeben wurden – Tendenz steigend.

Der Markt ist groß, Einsatzfelder und Nachfrage sind mehr als gegeben. Bis zum Jahr 2022 sollen sich die Ausgaben bis auf 5,2 Milliarden erhöhen.

Eine Funktionsweise, tausende Optionen

Sind Zweck und Möglichkeiten erschlossen, lohnt sich ein Blick hinter das Gehäuse der heimischen Vernetzung. Jede Smart Home-Technologie besitzt ein Herzstück, eine basisähnliche Zentrale, von der aus sich alle anderen gekoppelten Geräte problemlos via PC, Smartphone oder Tablet navigieren lassen.

Die Zentrale – auch Hub genannt – besitzt dabei meistens mehrere Funksprachen, wie WLAN, Bluetooth oder ZigBee, über die sie mit den verschiedenen Geräten kommuniziert. Unternehmen wie Innogy beispielsweise, setzen sogar auf herstellereigene Sprachen, was Nutzer allerdings in der Wahl ihrer Smart Home-Geräte einschränkt.

Dafür ist das Level an Sicherheit ein höheres und das Zusammenspiel von mehreren Geräten soll stets reibungslos funktionieren.

Richtig einsatzfähig wird der Hub jedoch erst mit den dazu passenden Geräten: der Bewegungsmelder, der Alarm gibt, sobald er ausgelöst wird oder der Wassersensor, der Auskunft über den aktuellen Verbrauch gibt. Hinter dieser ausgefeilten Technik verbirgt sich die Hauptkomponente, mit der Smart Home zuverlässig arbeitet: die Sensoren.

Diese besitzen die Fähigkeit, physikalische Größen, wie Schall, Rauch, Helligkeit und Bewegung in elektrische Signale umzuwandeln, welche wiederum Auskunft über Zahlen, Bestände und Verbrauch zulassen.

Tür – und Bewegungsmelder arbeiten zum Beispiel mit Infrarot – und Magnetsensoren, da sie als besonders genaue Sensoren gelten. Ihre Zuverlässigkeit hat ihnen sogar ein beliebtes Einsatzfeld im medizinischen Bereich eingebracht.

Damit die Zentrale die entstandenen Signale auch gewinnbringend verarbeiten kann, braucht sie noch sogenannte Aktoren. Diese bilden das Gegenstück zu den Sensoren und befähigen Smart Home-Lösungen erst dazu, entsprechend smart auf die neuen Eindrücke zu reagieren.

Die Funktionalität dieser digitalen Lösungen bildet also ein starkes Zusammenspiel aus drei Komponenten.

Erst vergleichen, dann kaufen

Haben Sie sich dazu entschieden, Ihren Haushalt ebenfalls mit einem klugen System auszustatten, stellt sich noch die Frage nach den Kosten. Pauschal lässt sich hierzu sagen, dass die Funkvariante der Smart Home-Lösung im Vergleich zur kabelgebundenen Automation kostengünstiger ist.

Trotzdem kommt auch hier neben der Basis, den zusätzlichen Geräten und eventuell benötigten Zwischensteckern eine gewisse Summe zusammen, weswegen es sich nicht pauschal sagen lässt, wie teuer ein Smart Home-System genau ist.

Wichtig ist, vorher festzulegen, welchen Bereich man überwachen oder steuern möchte. Erste Basisstationen variieren zwischen 50 und 150 Euro. Dazugehörige Komponenten kosten in etwa noch mal gleich viel. Gute Heizthermometer gibt es hingegen schon ab 40 Euro, eine zuverlässige Überwachungskamera jedoch erst ab 140 Euro aufwärts.

Soll etwas Geld gespart werden, empfiehlt es sich, sogenannte Themenpakete oder Startersets von einem bestimmten Hersteller zu kaufen. Hier liegen die Komplettpreise zwischen 150 und 250 Euro. Generell gilt:

Offene Systeme sind etwas erschwinglicher, da man bei der Anschaffung von zusätzlichen Geräten nicht an einen Hersteller gebunden ist.

Proprietäre Lösungen sind hingegen kompatibler, was sich bei Zeit, Installation und Produktsuche bemerkbar macht. Hier ist es also wichtig, vor dem Kauf ausreichend Tests und Erfahrungsberichte zu lesen, um herauszufinden, welches System das Richtige für Sie ist.

Innovation auf dem Vormarsch – Smart Home ist erst der Anfang

Für welche Variante Sie sich auch entscheiden – Smart Home gilt als eine der zukunftsträchtigsten und vielversprechendsten Technologien unserer Zeit, deren Möglichkeiten noch lange nicht ausgeschöpft sind.

Ganz im Gegenteil sind die Möglichkeiten riesig und werden sich erst im Laufe der Zeit vollständig erschließen. So darf sich schon jetzt auf den Ausbau des Sprachassistenten gefreut werden, denn immer mehr Hersteller liebäugeln mit einem eigenen smarten Lautsprecher.

Die Telekom hat dies bereits jetzt schon für sich entschieden. Gleichwohl werden Apple, Amazon, Google und Co ihre Technologien fleißig weiterentwickeln.

Im gleichen Atemzug soll die Smartphone-Nutzung gewinnbringend erweitert werden. War sie bisher primär für die textbasierte Verwendung zuständig, soll sie in Zukunft auch bei den verschiedenen Assistenten weitere Anwendungsfelder bedienen.

Eine weitere wichtige Komponente stellt natürlich auch die Sicherheit dar. Nach dem Erlass der neuen Datenschutzgrundverordnung ist auch dieser Punkt von immenser Bedeutung für die unterschiedlichen Hersteller. Etwaige Sicherheitslücken sind nämlich der stärkste Grund, weswegen sich Kunden bewusst gegen den Kauf eines Systems entscheiden.

Eine weitere erfreuliche Neuigkeit ist der versprochene Powerschub des benötigten WLANs, dessen verknüpfte Geräte die bestehende Funkverbindung schnell überlasten können. Hier soll das sogenannte WLAN-Mesh bald Abhilfe schaffen, sodass sich Nutzer nicht mehr um die Installation von WLAN oder Repeatern kümmern müssen, da Smart Home die Vernetzung von ganz allein bewerkstelligen soll.

Je massentauglicher das Produkt wird, desto kostengünstiger kann es auch erworben werden. Hier bleibt abzuwarten, ob sogar Discounter Ihren Kunden entsprechende Lösungen anbieten. Nichtsdestotrotz sollte man bei einer Smart Home-Technologie jedoch nie nur nach dem günstigsten Preis gehen.

Jedoch könnten Discounter den Preis der großen Hersteller um einiges reduzieren, sollten sie selbst entsprechende Anwendungen auf den Markt bringen.

Smart Home ist somit ein spannendes, visionäres Thema, dessen Repertoire an Möglichkeiten gerade erst begonnen hat. Schon jetzt hat es sich aber bereits in Milliarden von Haushalten als zuverlässiger Begleiter, Bewacher und Beschützer in allen Lebenslagen bewiesen.

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Als Herausgeber des Online Magazine Haus & Garten ist es mir eine Freude, die Leser über Interessante Themen zu informieren und meine Erfahrungen zu teilen.