Ratgeber Holzwürmer – erkennen und bekämpfen

Ratgeber Holzwürmer - Der Holz Befall
Ratgeber Holzwürmer - Der Holz Befall

Holzwürmer – erkennen und bekämpfen

Viele Holzmöbel haben eine besondere Geschichte, die den ideellen Wert erhöht. Ob Großmutters alter Schrank oder die Wiege, in der bereits der Vater schlief: Holzmöbel sind oftmals weit mehr als Zweckgegenstände. Die geliebten Gegenstände werden durch natürliche Gefahren bedroht. Sie können durch Holzwürmer attackiert werden.

Die kleinen Larven des gemeinen Nagelkaters, die als Holzwürmer gefürchtet werden, greifen nicht nur Möbel, sondern sogar ganze Dachstühle an. Grundsätzlich arbeiten sich die bis zu vier Millimeter langen Larven durch hölzerne Gegenstände, die ins Wanken geraten können. Zum Glück existieren einige Möglichkeiten, um die Plage zu bekämpfen.

Ursachen für den Befall

Die kleinen Löcher in Holzmöbeln sind ein erstes Indiz, das auf die Umtriebe der Holzwürmer hinweist. Der zerstörerische Fraß, der an den winzigen Löchern erkannt werden kann, wird durch die “Larven eines Käfers” verursacht. Das erklärt Peter Birkholz, der als Autor die Ratgeber für die renommierte Stiftung Warentest tätig ist. Der Autor erläutert auch, dass die Holzwürmer nur unter bestimmten Bedingungen existieren können.

Die Larven überleben schließlich nur in feuchtem Holz. Die häufigste Ursache für den Befall ist daher das feuchte Klima in den Räumen, in denen die Möbel stehen. Wenn die Möbelstücke mit feuchten Wänden in Berührung kommen, entstehen Bedingungen, die für die Larven ideal sind. Ihnen reicht bereits Kondenswasser, durch die auch der unschöne Schimmel an Wänden entsteht. Falls die Feuchtigkeit in die Holzmöbel gelangt, können die Larven überleben.

Sehr viel seltener tritt ein Befall in Wohnungen auf, die ordnungsgemäß beheizt wurden. Peter Birkholz, der Experte der Stiftung Warentest, weist außerdem darauf hin, dass der Schädling auch eingeschleppt werden kann. Wenn alte Möbel aus dem Keller in die bewohnten Zimmer gelangen, erreicht der Wurm manchmal die Wohnräume. Dort greifen die winzigen Tiere auch andere Möbelstücke an.

Befall durch Hilfsmittel erkennen

Die Aktivität des gemeinen Nagelkaters lässt sich an der mehligen Substanz erkennen, die aus den Löchern austritt. Mit dunklen Papier, das unter der befallenen Stelle platziert wird, kann die Arbeit der Larven erkannt werden. Falls sich Holzmehl auf dem zuvor abgelegten Papier sammelt, sind die Larven aktiv.

Um den Zustand des befallenen Holzes zu testen, kann nun fester Druck an den Stellen ausgeübt werden, an denen die kleinen Löcher vermehrt zu sehen sind. Sollte das Holz dem Druck des Daumens nachgeben, muss ein professioneller Restaurator mit der Sanierung des befallenen Möbelstücks beauftragt werden. Falls der Befall in einem frühen Stadium entdeckt wird, kann der Besitzer selbst tätig werden, um das Möbelstück zu retten.

Würmer mit Temperaturen bekämpfen

Chemische Mittel sind nicht erforderlich, wenn der Befall frühzeitig erkannt wird. Experten empfehlen zunächst thermische Verfahren, durch die Holzwürmer beseitigt werden. So können kleine Gegenstände im Backofen erhitzt werden. Bei Temperaturen von bis zu 60 Grad Celsius wird die Struktur des Holzes nicht beschädigt. Das langsame Erhitzen führt aber zum Absterben der Würmer.

Grundsätzlich muss beachtet werden, dass die Hitze bis ins Innere des Holzstückes dringt. Experten wie Birkholz empfehlen zudem, dass das Holz über Nacht im Backofen verbleibt, um bei geschlossener Herdklappe langsam abzukühlen. Größere Möbelstücke passen leider nicht in den Ofen. Sie können aber in einer Sauna erhitzt werden.

Holzwürmer sterben nicht nur bei großer Hitze, sondern auch eiskalten Temperaturen von weniger als minus zehn Grad Celsius. Im Winter kann das Möbelstück daher über Nacht der Kälte ausgesetzt werden, damit der Befall beseitigt wird. Kleinere Holzgegenstände lassen sich in Tiefkühltruhen lagern. Nach einer eiskalten Nacht in einer Truhe sollten sämtliche Larven verstorben sein.

Den Befall mit Salmiakgeist angreifen

Hitze und Kälte kann einige Möbelstück schädigen. Peter Birkholz von Stiftung Warentest warnt, dass die behandelte Oberfläche des Holzes die Temperaturen “mitmachen” müsse. Gerade Polituren auf Wachs- oder Schellackbasis können durch Hitze oder Kälte schnell Schaden nehmen. In diesem Fall sollte der Befall durch chemische Verfahren bekämpft werden.

Birkholz empfiehlt die Nutzung von Salmiakgeist. Das Mittel, das die Schleimhäute reizt, sollte allerdings nur im Freien gebraucht werden. Zur Verarbeitung der Flüssigkeit wird eine Injektionsspritze genutzt, während Augen und Hände durch Schutzbrille und Handschuhe geschützt werden. Mit Hilfe der Spritze wird der Salmiakgeist in die Löcher verteilt. Dabei sollte nicht mit Flüssigkeit gespart werden, damit sich die Löcher vollkommen füllen.

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