Die Eisheilige – Vorsicht im Mai

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Eisheilioge Frost Pflanzen Garten
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Die Eisheilige – Vorsicht im Mai

Spätestens Mitte Mai stehen die Zeichen auf Sommer: die Tage werden länger und die Temperaturen steigen oft schon am Tage über 20 Grad. Beste Voraussetzungen für Gartenliebhaber, Blumen, Gemüse und Kräuter zu pflanzen. Wettervorhersagen sollten jedoch genau beobachtet werden. Alte Bauernregeln warnen vor den Eisheiligen. Nachtfröste drohen noch Mitte Mai für Tomaten, Salatpflanzen und Geranien.

Stimmen die alten Bauernregeln?

Die Eisheiligen werden von den Namenstagen der Heiligen abgeleitet, die Ihre Gedenktage traditionell Mitte Mai haben:

  • Mamertus (Norddeutschland, 11.5.2017)
  • Pankratius (Süddeutschland, 12.5.2017)
  • Servatius, ( Süd/Norddeutschland, 13.5.2017)
  • Bonifatius (Süddeutschland 14.5.2017)
  • Kalte Sophie (Norddeutschland 15.5.2017)

Aber es gibt nicht nur die regionalen Unterschiede: In Nordeutschland gibt es fünf Eisheilige, während in Süddeutschland lediglich in drei Nächten im Mai noch kräftige Temperaturstürze zu erwarten sind.

Wetteraufzeichnungen haben jedoch auch ergeben, dass die im Volksglauben überlieferten Tage der Eisheiligen nicht korrekt sind. Bei langjährigen Wetterbeobachtungen stellte sich heraus, dass die nächtlichen Kaltfronten üblicherweise erst nach dem 23. Mai auftreten.

Der Grund hierfür liegt wahrscheinlich in der Kalenderreform des 16. Jahrhunderts, in der der gregorianische Kalender eingeführt wurde. Die Gedenktage der Heiligen wurden beibehalten, die Wetterphänomene traten seitdem jedoch „mit Verspätung“ auf.

Besser bis nach Pfingsten warten

An allen diesen Tagen kann es auch bei warmen Temperaturen tagsüber noch zu Nachtfrösten kommen. Gerade Jungpflanzen überleben diese Temperaturstürze nicht. Vorgezogene Gemüsepflanzen und Blumen sollten deshalb bis nach den Eisheiligen frostsicher aufbewahrt werden. Gewächshäuser mit Heizung oder entsprechend ausgerüstete Frühbeete bieten auch ausreichend Schutz. Das gleiche gilt für Kübelpflanzen wie Oleander oder Bougaunvilla. Sie sollten bis Ende Mai noch im Winterquartier bleiben.

In geschützten Lagen, etwa an einer warmen Hauswand, kann man empfindliche Pflanzen, die noch im Pfanztopf sind, auch mit Schutz Vliesen abdecken. Dann gilt es allerdings, den Wetterbericht genau zu beobachten. Bei Nachtfrösten können sie schnell nach drinnen umziehen.

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