Ratgeber Rindenmulch – Kostengünstig, Natürlich Unkraut bekämpfen

Pflegeleichtes Bett mit Rindenmulch zur Unkrautbekämpfung Alternative Steine und Schotter
Pflegeleichtes Bett mit Rindenmulch zur Unkrautbekämpfung Alternative Steine und Schotter

Ratgeber Rindenmulch – Kostengünstig, Natürlich Unkraut bekämpfen

Rindenmulch wird gerne als Natürlicher Unkrautbekämpfer für das Beet benutzt. Hier erährst du, auf was du beim Rindenmulchen achten solltest, und was die Vorteile aber auch Nachteile sind.

Beim Kauf von Rindenmulch auf Qualität achten

Rindenmulch ist die zerkleinerte Rinde verschiedener Laub- und Nadelbäume. Allerdings ist die Bezeichnung “Rindenmulch” gesetzlich nicht genau definiert. Dies bedeutet, dass Rindenmulch nicht unbedingt nur aus Rinde bestehen muss. Er kann auch vollständig aus Fremdstoffen zusammengesetzt sein, solange diese pflanzlichen Ursprungs sind. Dabei kann es sich um eine Mischung aus Pflanzenresten, zerkleinerten Ästen und Spänen handeln.

Oftmals wird besonders günstiger Rindenmulch nicht gesiebt. Er enthält daher sowohl sehr große Stücke, als auch feines, sandiges Material. Zudem kann eine schlechte Lagerung zu Fäulnis führen und die heranwachsenden Pflanzen schädigen.

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Folgende Gründe können dafür verantwortlich sein, wenn trotz Rindenmulch Unkraut sprießt:

  • Die Mulchschicht wurde ohne vorheriges Entfernen vorhandener Unkräuter aufgebracht. Wenn Sie das Unkraut entfernt haben, können Sie ein spezielles wasserdurchlässiges Vlies aus dem Fachhandel oder eine dicke Lage Zeitungspapier auf dem Boden aufbringen. Das verhindert Unkrautwachstum.
  • Vor dem Aufbringen des Rindenmulchs wurde die Erde nicht ausreichend aufgelockert. Die Folge: Die Erde unter der Häckselschicht ist verdichtet. Niederschlag kann nur schlecht versickern und der Mulch ist dauerhaft feucht. Dies sind optimale Wachstumsbedingungen für Unkrautsamen.
  • Die Mulchschicht ist nicht dick genug. Über den Wind verteilte Samen haben so die Möglichkeit im darunter liegenden Erdreich zu wurzeln. Die aufgebrachte Schicht sollte – je nach Körnung – deshalb mindestens fünf Zentimeter hoch sein.
  • Der Rindenmulch wurde beim Anlegen oder beim späteren Setzen von Pflanzen mit Erde vermischt. Dadurch hat er seine unterdrückende Wirkung eingebüßt. Soll nach dem Aufbringen der Mulchschicht gepflanzt werden, befreien Sie die Stelle vorher komplett von den Rindenstückchen. Vor dem erneuten Ausbringen sieben Sie den Mulch sorgfältig durch, damit keine Erde untergemischt wird.
  • Die Häckselschicht liegt schon seit mehr als drei Jahren und hat sich teilweise zersetzt. Oder es wurde auf einem Gefälle gemulcht und nicht gegen Abschwemmen gesichert. Das Ergebnis: Teile des Erdreichs sind nicht mehr abgedeckt und bieten Flugsamen beste Bedingungen, um zu wurzeln.

Welche Vorteile der Mulch noch hat

  • Neben der Unterdrückung von Unkrautwachstum hat Rindenmulch noch weitere positive Eigenschaften. Er hält das Erdreich länger feucht und bietet empfindlichen Wurzeln einen guten Kälte- und Frostschutz. Die Schicht schützt die Erde vor Starkregen und dessen Folgen.
  • Außerdem zersetzt sich die Mulchschicht mit der Zeit – es entsteht Humus. Dies wiederum wirkt sich positiv auf das Bodenleben aus, wodurch langfristig Nährstoffe freigesetzt werden.

Nachteile von Rindenmulch

  • Viele Beschweren sich über den Geruch von Rindenmulch, beziehungsweise mögen diesen Geruch nicht gern riechen.
  • Zu Dunkles Erscheinungsbild in der Gartengestaltung, auch wird dem Rindenmulch ergrauen nach der Zeit nachgesagt.
  • Nachteil gegenüber Kies und Schotter, ist das die Vögel gerne unter dem Mulch nach Nahrung suchen und den Mulch auf dem angrenzenden Rasen verteilen.

Anwendung von Rindenmulch

Rindenmulch ist in vielen Gärten, Parks und anderen Grünanlagen zu finden, wo er verschiedene Zwecke erfüllt:

So soll der Rindenmulch im Garten das Wachstum von Unkraut unterdrücken und empfindliche Pflanzen schützen. Zudem kann er dazu verwendet werden, das Erdreich mit Nährstoffen anzureichern. Darüber hinaus hat das Rindenmaterial optisch einen wirkungsvollen Effekt und wird in Beeten, auf Wegen und Flächen als Dekoration verwendet.

Für die verschiedenen Anwendungsbereiche des Mulchs bietet Ihnen mit Rindenmulch, Rosenmulch, Pinienrinde und Holzhäckseln unterschiedliche Sorten zur Auswahl. Finden Sie mit diesem Kaufberater das richtige Produkt für Ihr Vorhaben.

Was ist eigentlich Rindenmulch?

Beim Rindenmulch handelt es sich um Baumrinde, die abgeschält und zerkleinert worden ist. Ein gutes Produkt erkennen Sie an einem niedrigen Holzanteil und einer groben Struktur.

Zu kleine Rindenspäne zersetzen sich nämlich zu schnell und erfüllen ihren Zweck im Beet nur kurz. Möchten Sie den Mulch allein zu Dekorationszwecken nutzen, spielt dieser Faktor allerdings keine Rolle. Für solche Fälle sind reine Holzhäcksel ausreichend, die zudem deutlich günstiger sind als das hochwertige Rindenmaterial.

Für einen besonderen Effekt im Beet gibt es die dekorativen Holzhäcksel in unterschiedlichen umweltverträglichen Farben. In der Praxis wird das Ausbringen von verrottetem organischem Pflanzenmaterial als Mulchen bezeichnet.

Die Mulchschicht wird dabei auf dem Boden gleichmäßig verteilt. Damit diese Gartenarbeit besonders leicht von der Hand geht, bieten sich ein paar Hilfsmittel an, die ohnehin in keinem Garten fehlen sollten:

Neben einer Schubkarre für den komfortablen Transport des Rindenmulchs, leisten eine Schaufel zum Aufbringen sowie eine Harke zum gleichmäßigen Verteilen des Materials gute Dienste. Bei der Gartenarbeit sollten Sie außerdem zum Schutz vor Verletzungen, Schmutz und Witterung passende Gartenhandschuhe tragen. So gerüstet können Sie daran gehen, den Rindenmulch im Garten zu verteilen.

Vorgartenbeet Pampagras ohne Rindenmulch

Holzhäcksel: Vielfach eine günstige Alternative zu Schotter und Steinen

Der erste Schritt, bevor Sie Ihre Kaufentscheidung treffen können, liegt darin, festzulegen, wofür Sie den Rindenmulch im Garten verwenden möchten und ob Sie den gewünschten Effekt vielleicht auch mit Holzhäckseln erreichen können. Rindenmulch enthält nützliche Gerbstoffe, die zumindest in dieser Konzentration in einfachen Holzhäckseln nicht vorkommen.

Diese Gerbstoffe haben eine keimhemmende Wirkung und bieten dadurch einen natürlichen Schutz vor Unkraut. Neben der unkrauthemmenden Wirkung sorgt die Mulchschicht auch dafür, dass der Boden Feuchtigkeit besser halten kann. Denn Hitze und Sonneneinstrahlung werden z. T. von der aufgebrachten Schicht abgefangen. Diesen Effekt können Sie allerdings auch mit Holzhäckseln erreichen. Ebenso die Vermeidung von Erosion der oberen Erdschicht durch Wind und die Frostisolierung empfindlicher Pflanzen und deren Wurzeln.

Wenn es darum geht, Ihre Beete und auch Wege besonders gepflegt aussehen zu lassen und ein gemütliches Ambiente zu schaffen, bieten sich Holzhäcksel an. Diese gibt es nicht nur in verschiedenen Holzarten, sondern auch eingefärbt in verschiedenen dekorativen Farben. Haben Sie Ihre Entscheidung getroffen, welches Mulchmaterial Sie nutzen möchten, gilt es beim Kauf noch einige weitere Details zu beachten.

Auswahl des Rindenmulchs – Grob oder Fein?

Damit der Rindenmulch möglichst lange seinen Zweck erfüllen kann, sollten die einzelnen Späne relativ grob sein. Ist der Mulch zu fein, wird die Rinde nämlich zu schnell zu Humus zersetzt und bietet nur kurzfristig Schutz. Daher sollte die Strukturgröße des Rindenmaterials mindestens 16 bis 25 mm betragen. So behält es seine Form und entfaltet länger seine unkrauthemmende und isolierende Wirkung.

Die Vorteile von Pinienrinde 

Als Premium unter den Mulcharten gilt Pinienrinde. Sie zersetzt sich sehr langsam und liefert dem Boden besonders viele Nährstoffe. Sie ist insbesondere für anspruchsvolle Pflanzen wie Rosen gut geeignet. 

Pinienrinde ist in unterschiedlichen Körnungen und Farben erhältlich und bietet daher verschiedenste Gestaltungsmöglichkeiten. Dank seines angenehmen Geruchs kann Pinienmulch auch im Innenbereich, beispielsweise in Pflanzkästen, Terrarien oder für Messestände, eingesetzt werden.

Frischer Mulch sollte einem angenehmen Duft nach Wald haben

Achten Sie beim Mulchkauf auf Frische, damit der Zersetzungsprozess nicht schon beim Kauf zu weit fortgeschritten ist. Jungen, frischen Mulch erkennen Sie an einem angenehmen Duft nach Wald. Je erdiger der Geruch, umso älter ist das Naturmaterial. Holzhäcksel zersetzen sich langsamer als Baumrinde. Hier können Sie nach optischen Gesichtspunkten kaufen, Dekore sind beispielsweise in Ahorn, Mahagoni und Pinie erhältlich.

Qualität – Hoher Rindenanteil, damit mehr Gerbstoffe

Der Rindenmulch wird in den meisten Fällen fertig verpackt in Säcken angeboten und besteht zumeist aus der Rinde von heimischen Hölzern wie Kiefer, Fichte und Tanne. Gesetzliche Vorschriften für Rindenmulch gibt es nicht, daher bestehen Unterschiede bei der Zusammensetzung. Je nach Hersteller enthält der Mulch unterschiedlich viel Rinde, Holz oder Grünanteile. Produkte mit geringerem Rindenanteil enthalten entsprechend weniger Gerbstoffe und unterdrücken das Unkraut weniger effektiv. Wenn Sie Ihre Anpflanzung nur vor Frost oder zeitweilig vor dem Austrocknen schützen möchten, leisten aber auch diese Produkte und Holzhäcksel zuverlässig ihren Dienst.

Anleitung Mulchen – Unkrautentfern, Düngen, Boden lockern

Vor dem Mulchen sollten Sie vorhandenes Unkraut entfernen, da dies durch den Mulch nicht zerstört wird. Mit Unkrautstecher, Handschaufel und Gartenkralle ist diese Arbeit schnell erledigt. Beim ersten Aufbringen von Rindenmulch auf Beeten sollten Sie zusätzlich einen stickstoffhaltigen Dünger verwenden. Ideal sind organische Stickstoffdünger wie Hornspäne. Die Zersetzung des Rindenmulchs entzieht dem Boden nämlich Stickstoff. Stickstoffmangel kann dazu führen, dass Pflanzen schlechter wachsen. Um dieser Unterversorgung vorzubeugen, sollte der Dünger noch vor der Mulchschicht aufgebracht werden. Bei wiederholtem Mulchauftrag ist der Dünger nicht mehr dringend erforderlich. Das zersetzte Rindenmaterial enthält den Stoff zur Genüge und der einmal in Gang gesetzte Stickstoffkreislauf erhält sich selbst.

Mulchschicht sollte Mindestens 5 bis 8 cm haben

Die Dicke der Mulchschicht ist abhängig vom Verwendungszweck. Wenn Sie Mulch zur Unkrautunterdrückung verwenden, sollte die Schichtdicke mindestens 5 bis 8 cm betragen.

Unter Bodendeckern reichen bereits 3 bis 5 cm. Zur Gestaltung von Wegen und Plätzen sollte die Mulchschicht 10 cm hoch sein. Dies ergibt einen Mulchbedarf von 50 bis 80 l pro m² bei der Verwendung im Beet. Zur Wegebefestigung liegt der Wert etwas höher.

Mit Mulchfolie oder Unkrautflies für ein noch besseres Ergebnis

Besonders hartnäckiges Unkraut wie lässt sich allein durch die Gerbstoffe aus dem Rindenmulch nicht dauerhaft unterdrücken. Damit die Anpflanzungen zuverlässig geschützt werden, bietet sich eine Kombination aus Mulchen und der Verwendung einer Mulchfolie oder Unkrautflies an.

So kann das Unkraut nachhaltiger aus dem Beet vertrieben werden. Mit der Mulchfolie decken Sie dabei das zuvor von Unkraut befreite Beet ab. Die anschließend aufgebrachte Folie stellt sicher, dass etwaige Wurzelrückstände der Unkräuter absterben.

Um den maximalen Effekt zu erzielen, ist es ratsam, die Unkrautfolie rund zwei Jahre anzuwenden. Da eine nackte Folie im Beet jedoch nicht besonders hübsch aussieht, können Sie auf der Folie Rindenmulch oder Holzhäcksel verteilen. Sie beschweren und verstecken die Folie, sodass diese fast unsichtbar an Ort und Stelle bleibt.

Für die Pflanzen schneiden Sie passende Löcher in das Unkrautflies. Die Gerbstoffe im Rindenmulch sorgen wiederum dafür, dass es das Unkraut besonders schwer hat, durch die Pflanzlöcher zu wachsen. Wenn Sie neue Gewächse pflanzen möchten, können Sie einfach den Rindenmulch oder die Holzhäcksel stellenweise entfernen und ein ausreichend großes Loch in die Folie schneiden.

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