Herbstpflege für Obstbäume So sichern Sie sich eine üppige Frühjahrsernte!
Herbstpflege für Obstbäume So sichern Sie sich eine üppige Frühjahrsernte! Repina Valeriya/shutterstock.com

Herbstpflege für Obstbäume: So sichern Sie sich eine üppige Frühjahrsernte!

Die Bedeutung der Herbstpflege für Obstbäume

Der Herbst ist für viele Gärtner eine Zeit des Innehaltens und der Vorbereitung auf den bevorstehenden Winter. Während sich die meisten Pflanzen auf eine Ruhephase vorbereiten, haben Obstbäume besondere Bedürfnisse, die beachtet werden müssen, um ihre Gesundheit und Produktivität für die kommende Saison sicherzustellen. Der richtige Umgang mit Obstbäumen im Herbst kann den Unterschied zwischen einer reichen Ernte und enttäuschenden Ergebnissen im folgenden Jahr ausmachen.

Kurze Übersicht über die bevorstehenden Themen


In diesem Beitrag werden wir uns auf die essentiellen Aspekte der Herbstpflege für Obstbäume konzentrieren. Dies beinhaltet:

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  1. Den optimalen Zeitpunkt für verschiedene Pflegemaßnahmen im Herbst.
  2. Die Kunst des richtigen Baumschnitts und warum er so entscheidend ist.
  3. Bodenpflege, Düngung und die Bereitstellung der benötigten Nährstoffe.
  4. Schädlingsbekämpfung, Vorbeugung und die Sicherstellung, dass Ihre Bäume gesund in die Wintermonate gehen.
  5. Wasserversorgung und ihre Rolle in der Vorbereitung von Obstbäumen auf kühlere Temperaturen.
  6. Die Vorbereitung auf den ersten Frost und wie Sie Ihre Bäume schützen können.

Mit den richtigen Strategien und einem fundierten Verständnis für die Bedürfnisse Ihrer Obstbäume können Sie sicherstellen, dass sie gut genährt, gesund und bereit für die nächste Wachstumsperiode sind. Lassen Sie uns gemeinsam in die Welt der Obstbaumpflege im Herbst eintauchen und lernen, wie Sie das Beste aus dieser Jahreszeit herausholen können.

Wann genau ist die beste Zeit im Herbst?


Der Herbst ist eine Übergangszeit, in der sich die Natur auf die bevorstehende Kälte vorbereitet. Diese Phase bietet jedoch auch eine wertvolle Gelegenheit für Gärtner, ihre Obstbäume zu pflegen und für das nächste Jahr vorzubereiten. Aber wann genau sollten Sie mit der Pflege beginnen? Und wie können verschiedene Wetterbedingungen Ihre Entscheidungen beeinflussen?

Die optimalen Wochen für Pflegemaßnahmen


  1. Früher Herbst: Dies ist oft der beste Zeitpunkt, um mit der Pflege zu beginnen, insbesondere in Gebieten mit strengen Wintern. Die Bäume beginnen, ihre Energie von den Blättern in die Wurzeln zu verlagern, was bedeutet, dass sie weniger anfällig für Beschädigungen durch Baumschnitt oder andere Eingriffe sind.
  2. Mittlerer Herbst: Während dieser Zeit können Sie mit der Bodenpflege beginnen. Düngung, Kompostierung und Mulchen sind jetzt ideal, um den Bäumen die benötigten Nährstoffe für den Winter zu liefern.
  3. Später Herbst: Kurz vor dem ersten Frost ist es an der Zeit, Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen zu ergreifen und die Bäume auf den Winter vorzubereiten. Dies beinhaltet das Auftragen von Frostschutzmitteln und das Einrichten von physischen Barrieren, wenn nötig.

Wetterbedingungen und ihre Auswirkungen


Das Wetter im Herbst kann von Jahr zu Jahr variieren, und diese Schwankungen können erhebliche Auswirkungen auf Ihre Pflegeentscheidungen haben.

  1. Milde Temperaturen: Ein warmer, milder Herbst gibt Ihnen mehr Zeit, um Ihre Bäume zu pflegen. Dies bedeutet jedoch auch, dass Schädlinge länger aktiv bleiben können, sodass eine fortgesetzte Schädlingsbekämpfung notwendig sein kann.
  2. Früher Frost: Ein plötzlicher Kälteeinbruch kann Schäden an Ihren Bäumen verursachen, besonders wenn sie nicht darauf vorbereitet sind. Bleiben Sie über Wettervorhersagen informiert und seien Sie bereit, schnell zu handeln.
  3. Regen und Feuchtigkeit: Übermäßige Feuchtigkeit kann das Risiko von Pilzinfektionen und anderen Krankheiten erhöhen. Es ist wichtig, darauf zu achten, dass der Boden gut durchlässig ist und das Wasser nicht um die Wurzeln Ihrer Bäume stagniert.

Insgesamt ist es wichtig, flexibel zu bleiben und Ihre Pflegepraktiken an die jeweiligen Wetterbedingungen anzupassen. Indem Sie die Bedürfnisse Ihrer Obstbäume im Auge behalten und proaktiv handeln, können Sie sicherstellen, dass sie gesund bleiben und im nächsten Jahr eine reiche Ernte liefern.

Richtiger Baumschnitt: Kunst und Wissenschaft zugleich


Der Schnitt von Obstbäumen ist eine der wichtigsten Pflegemaßnahmen, die im Laufe des Jahres durchgeführt werden. Während viele Gärtner den Frühling als optimale Zeit für den Baumschnitt betrachten, bietet der Herbst ebenfalls eine wertvolle Gelegenheit, Ihre Bäume zu formen und für zukünftiges Wachstum vorzubereiten.

Warum der Herbstschnitt so wichtig ist


  1. Energieverlagerung: Im Herbst verlagern Bäume ihre Energie von den Blättern zu den Wurzeln. Das Beschneiden in dieser Zeit kann weniger stressig für den Baum sein, da weniger aktives Wachstum stattfindet.
  2. Krankheitsvorbeugung: Viele Schädlinge und Krankheitserreger sind im Herbst weniger aktiv. Durch das Beschneiden in dieser Zeit verringern Sie das Risiko, dass Schnittwunden infiziert werden oder Schädlinge eindringen.
  3. Vorbereitung für den Frühling: Ein guter Herbstschnitt stellt sicher, dass der Baum im Frühling mit einer klaren Struktur und einer guten Energieverteilung startet, was zu einer besseren Ernte führt.
  4. Beseitigung von beschädigten Ästen: Herbststürme können Äste beschädigen. Das Entfernen dieser im Herbst verhindert zukünftige Probleme und Brüche im Winter.

Wie und wo man schneidet für optimales Wachstum


  1. Werkzeuge: Stellen Sie sicher, dass Sie saubere, scharfe Werkzeuge verwenden. Desinfizieren Sie diese zwischen den Schnitten, um die Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern.
  2. Zentraltrieb: Für die meisten Obstbäume ist es ideal, einen starken Zentraltrieb zu haben. Entfernen Sie konkurrierende Triebe, die mit dem Haupttrieb konkurrieren könnten.
  3. Querwachsende Äste: Entfernen Sie Äste, die horizontal wachsen oder sich überkreuzen. Diese können zu Reibung führen und sind anfälliger für Bruch.
  4. Wasserschosse: Das sind dünne, aufrecht wachsende Triebe, die oft im Inneren des Baums wachsen. Sie tragen selten Früchte und nehmen nur Energie weg. Schneiden Sie diese so nah wie möglich am Stamm ab.
  5. Tipps zum Schnitt: Schneiden Sie immer knapp oberhalb eines nach außen gerichteten Knospenauges. Das fördert ein nach außen gerichtetes Wachstum und verhindert, dass Äste nach innen wachsen.
  6. Schnitttiefe: Schneiden Sie nicht zu nahe an der Knospe, aber auch nicht zu weit davon entfernt. Ein Schnitt etwa 0,5 cm oberhalb der Knospe ist ideal.

Das Beschneiden von Obstbäumen erfordert sowohl Kunstfertigkeit als auch Wissenschaft. Es geht nicht nur darum, die richtigen Äste zu entfernen, sondern auch darum, den Baum in eine Form zu bringen, die sein Wachstum und seine Fruchtbarkeit fördert. Mit der richtigen Technik und einem Verständnis für die Bedürfnisse des Baums können Sie sicherstellen, dass Ihr Obstbaum gesund bleibt und im nächsten Jahr reichlich Früchte trägt.

Bodenpflege und Düngung: Das Fundament für gesunde Obstbäume


Obstbäume sind nicht nur von der Pflege ihrer Äste und Blätter abhängig, sondern auch von dem Boden, in dem sie wachsen. Eine angemessene Bodenpflege und Düngung im Herbst kann den Unterschied ausmachen, wenn es darum geht, Ihre Bäume stark und produktiv zu halten. Hier ist, was Sie wissen müssen.

Die richtigen Nährstoffe für den Herbst


  1. Stickstoff (N): Obwohl Stickstoff wichtig für das Blattwachstum ist, sollte im Herbst seine Anwendung reduziert werden, da er ein neues Wachstum fördert, das durch den Winterfrost beschädigt werden könnte.
  2. Phosphor (P): Dieser Nährstoff unterstützt die Wurzelentwicklung und Energieübertragung in Pflanzen. Ein phosphorhaltiger Dünger im Herbst kann helfen, die Wurzeln über den Winter zu stärken.
  3. Kalium (K): Kalium erhöht die Kältetoleranz der Pflanze und stärkt ihre Zellen. Es ist besonders wichtig, im Herbst eine gute Kaliumversorgung sicherzustellen.
  4. Mikronährstoffe: Elemente wie Magnesium, Zink und Bor können ebenfalls im Herbst hinzugefügt werden, sollten jedoch basierend auf Bodentests und den spezifischen Bedürfnissen Ihrer Bäume dosiert werden.

Mulchen und Kompostieren: Die besten Techniken


  1. Zweck des Mulchens: Mulchen hilft, den Boden feucht zu halten, verhindert das Wachstum von Unkräutern und bietet eine zusätzliche Schicht Isolierung für die Wurzeln gegen Kälte.
  2. Organischer Mulch: Materialien wie Stroh, Blätter oder Rindenmulch sind ideal. Diese Materialien zerfallen mit der Zeit und tragen zur Verbesserung der Bodenstruktur bei.
  3. Mulch-Auftrag: Eine 5-10 cm dicke Schicht um den Baum herum, wobei ein Abstand von etwa 10 cm zum Stamm des Baumes eingehalten werden sollte, um Fäulnis zu vermeiden.
  4. Kompostieren: Der Herbst ist eine großartige Zeit, um Kompost zu Ihrem Obstbaum hinzuzufügen. Kompost liefert nicht nur Nährstoffe, sondern verbessert auch die Bodenstruktur und fördert das mikrobielle Leben.
  5. Anwendung von Kompost: Eine 5 cm dicke Schicht Kompost um den Baum herum verteilen, gefolgt von Mulch, sorgt für eine nährstoffreiche und geschützte Umgebung für Ihre Obstbäume.

Der Boden ist das Fundament, auf dem Ihre Obstbäume gedeihen. Eine richtige Bodenpflege und Düngung im Herbst stellt sicher, dass Ihre Bäume mit den Nährstoffen versorgt werden, die sie benötigen, um gesund zu bleiben und im Frühjahr kräftig zu wachsen. Indem Sie die oben genannten Tipps befolgen, können Sie sicherstellen, dass Ihr Boden optimal auf die Bedürfnisse Ihrer Obstbäume abgestimmt ist.

Schädlingsbekämpfung und Vorbeugung: Ein sicherer Hafen für Ihre Obstbäume


Obwohl der Herbst viele Vorteile für Gärtner bietet, darunter kühlere Temperaturen und weniger intensive Sonneneinstrahlung, bringt er auch seine eigenen Herausforderungen mit sich. Eine dieser Herausforderungen ist die Präsenz und Prävention von Schädlingen und Krankheiten, die Ihre Obstbäume befallen können.

Häufige Schädlinge und Krankheiten im Herbst


  1. Apfelwickler: Dieser Schädling legt Eier auf den Früchten und die Larven fressen sich in die Früchte hinein. Im Herbst suchen sie Schutz im Boden unter den Bäumen.
  2. Schildläuse: Diese kleinen Insekten saugen Pflanzensäfte und können die Blätter vergilben lassen.
  3. Obstbaumkrebs: Eine Pilzkrankheit, die sich durch dunkle, verkrustete Läsionen auf Rinde und Zweigen zeigt.
  4. Monilia-Fruchtfäule: Ein Pilz, der reife Früchte befällt und sie verrotten lässt, oft mit einem charakteristischen “mumifizierten” Aussehen.
  5. Blattläuse: Sie saugen Pflanzensäfte und können Viren übertragen.

Natürliche und chemische Behandlungsoptionen


  1. Neemöl: Ein natürliches Insektizid und Fungizid. Es ist besonders wirksam gegen Blattläuse und kann bei vielen anderen Schädlingen und Krankheiten helfen.
  2. Nematoden: Diese mikroskopisch kleinen Würmer können im Boden freigesetzt werden, um Apfelwicklerlarven und andere im Boden lebende Schädlinge zu bekämpfen.
  3. Insektizidseifen: Ein sanftes Mittel gegen viele saugende Insekten wie Blattläuse und Schildläuse.
  4. Kupfersprays: Diese fungiziden Sprays können helfen, Pilzkrankheiten wie Obstbaumkrebs und Monilia-Fruchtfäule zu verhindern.
  5. Chemische Insektizide: Während sie effektiv sein können, sollten sie nur als letztes Mittel eingesetzt werden, da sie oft auch nützliche Insekten abtöten können.
  6. Vorbeugende Maßnahmen: Das Entfernen von abgefallenen Früchten, das Beschneiden von befallenen Ästen und das Mulchen unter Bäumen kann dazu beitragen, viele Schädlinge und Krankheiten zu verhindern.

Der Schlüssel zur Schädlingsbekämpfung und Vorbeugung ist nicht nur die Reaktion auf Probleme, wenn sie auftreten, sondern auch die proaktive Pflege Ihrer Bäume, um sicherzustellen, dass sie gesund und widerstandsfähig gegen Bedrohungen bleiben. Egal ob Sie natürliche oder chemische Behandlungsoptionen bevorzugen, das Wichtigste ist, informiert zu bleiben und den Bedürfnissen Ihrer Obstbäume stets Priorität einzuräumen.

Wasserversorgung: Lebenselixier für Ihre Obstbäume im Herbst


Obwohl der Herbst oft mit abnehmenden Temperaturen und häufigeren Regenfällen in Verbindung gebracht wird, ist es für Gärtner wichtig, das Wassermanagement ihrer Obstbäume nicht zu vernachlässigen. Eine ausreichende Wasserversorgung gewährleistet nicht nur, dass Ihre Bäume in der kommenden Wachstumssaison gedeihen, sondern hilft auch, sie gegen die Herausforderungen des Winters zu stärken.

Wie viel Wasser im Herbst?


  1. Bodenfeuchtigkeit beibehalten: Auch wenn die Blätter fallen, benötigen die Bäume immer noch Wasser, insbesondere ihre Wurzeln. Der Boden sollte immer feucht, aber nicht durchnässt sein.
  2. Weniger als im Sommer: Die kühleren Temperaturen und die verringerte Sonneneinstrahlung bedeuten, dass die Verdunstungsrate niedriger ist. Daher benötigen Bäume im Herbst tendenziell weniger Wasser als im Sommer.
  3. Vor dem ersten Frost: Es ist besonders wichtig, dass Bäume gut bewässert werden, bevor der erste harte Frost eintritt. Dies stellt sicher, dass sie gut hydratisiert sind und besser in der Lage sind, den Kältestress zu bewältigen.
  4. Bodenüberprüfung: Die einfachste Methode, um festzustellen, ob ein Baum Wasser benötigt, ist die Überprüfung des Bodens in einer Tiefe von etwa 5-10 cm. Wenn es trocken oder nur leicht feucht ist, ist es Zeit zu gießen.

Besondere Bewässerungstechniken für Obstbäume


  1. Tropfbewässerung: Dies ist eine effiziente Methode, um Wasser direkt an die Wurzeln der Bäume zu liefern. Es minimiert auch die Wasserverschwendung und verringert das Risiko von Blattkrankheiten, die durch nasse Blätter verursacht werden können.
  2. Ringbewässerung: Dabei wird ein Wassergraben oder Ring um den Baumstamm herum gegraben, etwa 30-60 cm vom Stamm entfernt. Dies gewährleistet eine tiefe Bewässerung, die die Wurzeln erreicht.
  3. Mulch verwenden: Eine Schicht Mulch um den Baum hilft, die Bodenfeuchtigkeit zu bewahren und die Verdunstung zu reduzieren. Es hilft auch, die Bodentemperatur zu regulieren.
  4. Morgendliche Bewässerung: Es ist am besten, in den frühen Morgenstunden zu gießen, wenn die Verdunstungsrate am niedrigsten ist und das Wasser Zeit hat, in den Boden einzudringen, bevor die Temperaturen steigen.
  5. Vermeidung von Staunässe: Übermäßiges Wasser kann dazu führen, dass die Wurzeln ertrinken und verschiedene Wurzelkrankheiten entstehen. Es ist wichtig, sicherzustellen, dass der Boden gut durchlässig ist und das Wasser nicht stagniert.

Wasserversorgung im Herbst ist entscheidend, um Ihre Obstbäume auf die Wintermonate vorzubereiten. Durch die Beachtung ihrer spezifischen Bedürfnisse und die Anpassung Ihrer Bewässerungspraktiken an die herbstlichen Bedingungen können Sie sicherstellen, dass Ihre Bäume gesund und bereit für die kommende Saison sind.

Vorbereitung auf den ersten Frost: Schutzschild für Ihre Obstbäume


Während der Herbst mit seiner Farbenpracht und kühleren Temperaturen viele Vorteile bietet, bringt der erste Frost des Jahres oft Besorgnis für Gärtner. Dieser Frost kann insbesondere für Obstbäume, insbesondere für junge und empfindliche Sorten, schädlich sein. Die richtige Vorbereitung und Vorbeugung sind der Schlüssel zum Schutz Ihrer Bäume.

Erkennen der Anzeichen und Vorbeugung


  1. Wettervorhersagen: Bleiben Sie immer auf dem neuesten Stand der lokalen Wettervorhersagen. Oft geben Meteorologen Frostwarnungen aus, die Ihnen genug Vorlaufzeit geben, um Ihre Bäume zu schützen.
  2. Klare Himmel und Windstille: Diese Bedingungen in kühlen Nächten können oft ein Anzeichen für Frost sein. Der klare Himmel ermöglicht einen schnelleren Temperaturabfall, während Windstille die kalte Luft am Boden hält.
  3. Vorbeugende Maßnahmen: Gießen Sie Ihre Bäume ein paar Tage vor dem erwarteten Frost. Feuchter Boden speichert mehr Wärme als trockener Boden und gibt diese Wärme nachts an die Umgebung ab.
  4. Anpflanzungsstandorte: Bäume, die an geschützten Orten oder in der Nähe von Strukturen gepflanzt werden, sind oft weniger frostgefährdet, da diese Orte als Wärmebarrieren wirken.

Schutzmethoden für junge und empfindliche Bäume


  1. Frosttücher oder -vliese: Diese speziellen Tücher können über Bäume gelegt werden, um sie vor Frost zu schützen. Sie sind leicht genug, um nicht auf den Bäumen zu lasten, bieten aber ausreichend Schutz gegen kalte Temperaturen.
  2. Baumwickel: Junge Bäume mit dünner Rinde, wie Apfel- oder Kirschbäume, können von einem Baumwickel profitieren, der vom Stammgrund bis zu den unteren Ästen gewickelt wird. Dies schützt vor Frostschäden und Sonnenbrand im Winter.
  3. Mulch: Eine dicke Mulchschicht um den Baumstamm hilft, die Bodentemperatur zu regulieren und schützt die Wurzeln vor extremen Temperaturschwankungen.
  4. Wasserbeutel: Das Füllen von Wasserbeuteln und das Platzieren um den Baum herum kann als Wärmequelle dienen, da das Wasser langsamer als die umgebende Luft gefriert.
  5. Windbarrieren: Das Aufstellen temporärer Windbarrieren kann dazu beitragen, kalte Winde abzuhalten und Frosttaschen zu verhindern.
  6. Antitranspirantsprays: Diese Sprays bilden eine dünne Schicht auf den Blättern und helfen, den Wasserverlust zu reduzieren, wodurch die Bäume resistenter gegen Frostschäden werden.

Der erste Frost kann zwar eine Herausforderung darstellen, aber mit der richtigen Vorbereitung und Vorbeugung können Sie sicherstellen, dass Ihre Obstbäume geschützt sind und den Winter unbeschadet überstehen. Es ist wichtig, sowohl auf die Anzeichen eines bevorstehenden Frosts zu achten als auch proaktive Schritte zu unternehmen, um Ihre Bäume zu schützen, insbesondere junge und empfindlichere Sorten.

Den Kurs für gesunde Obstbäume setzen


Nachdem wir uns durch die verschiedenen Aspekte der Herbstpflege für Obstbäume gearbeitet haben, ist es Zeit, die wichtigsten Punkte zusammenzufassen und einige abschließende Tipps zu geben. Die Pflege Ihrer Obstbäume im Herbst ist ein entscheidender Schritt, um sicherzustellen, dass sie gesund bleiben und in der kommenden Saison gedeihen.

Wichtige Erinnerungen und Checklisten


  1. Bodenpflege: Achten Sie auf den Feuchtigkeitsgehalt des Bodens und düngen Sie mit den richtigen Nährstoffen, die für den Herbst geeignet sind.
  2. Baumschnitt: Entfernen Sie beschädigte oder kranke Äste und formen Sie den Baum, um ein optimales Wachstum zu fördern.
  3. Schädlingsbekämpfung: Halten Sie ein wachsames Auge auf Schädlinge und Krankheiten und greifen Sie bei Bedarf ein.
  4. Wasserversorgung: Achten Sie darauf, dass Ihre Bäume ausreichend, aber nicht zu viel Wasser erhalten.
  5. Frostvorbereitung: Bleiben Sie über Wettervorhersagen informiert und setzen Sie Schutzmaßnahmen um, wenn Frost erwartet wird.
  6. Jährliche Bodentests: Diese können dabei helfen, den Nährstoffgehalt des Bodens zu überprüfen und Ihnen bei der Entscheidung für die richtige Düngung helfen.

Die Pflege von Obstbäumen ist keine einmalige Aufgabe; es erfordert Geduld, Engagement und kontinuierliche Aufmerksamkeit.

  • Beobachtung: Nehmen Sie sich regelmäßig Zeit, um Ihre Bäume zu beobachten. Dies ermöglicht Ihnen nicht nur, potenzielle Probleme frühzeitig zu erkennen, sondern auch den wunderbaren Prozess des Wachstums und der Veränderung zu schätzen.
  • Lernen: Die Gartenarbeit ist eine ständige Lernreise. Ob es sich um neue Techniken, Schädlinge oder Pflanzensorten handelt, es gibt immer etwas Neues zu entdecken.
  • Genießen: Denken Sie daran, sich auch die Zeit zu nehmen, die Früchte Ihrer Arbeit zu genießen. Ob es das süße Aroma eines frisch gepflückten Apfels oder das Gefühl der Zufriedenheit ist, einen gesunden Baum zu sehen, den Sie gepflegt haben, die Belohnungen der Gartenarbeit sind unzählig.

Die Herbstpflege Ihrer Obstbäume bereitet den Weg für ihren Erfolg in den kommenden Monaten und Jahren. Mit der richtigen Vorbereitung, den richtigen Techniken und einer kontinuierlichen Beobachtung können Sie sicherstellen, dass Ihre Bäume gedeihen und Sie mit einer reichen Ernte belohnen. Hier geht es nicht nur um Wissenschaft und Technik, sondern auch um Liebe und Hingabe zum Gartenbau. Jeder Schnitt, jede Gießkanne Wasser und jeder Moment der Sorge tragen dazu bei, die Geschichte eines gesunden und produktiven Obstgartens zu schreiben.

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Jan Oliver Fricke
Als Herausgeber des Online Magazine Haus & Garten ist es mir eine Freude, die Leser über Interessante Themen zu informieren und meine Erfahrungen zu teilen.