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Fugen im Dielenboden – Das sind die Möglichkeiten

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Fugen im Dielenboden – Das sind die Möglichkeiten

Da Holz ein natürliches Produkt ist, passt es sich dem Klima in seiner Umgebung stetig an. Ist die Luftfeuchtigkeit hoch, dehnt Holz sich aus, ist die Luft trocken, zieht das Holz sich zusammen. Das Arbeiten des Holzes nennt man Quellverhalten und Schwindeverhalten. Durch das Arbeiten des Holzes können sich Fugen bilden. Mit Fugen sind kleine Rillen gemeint, die sich zwischen den einzelnen Dielen bilden.

Was sollten Sie bzgl. Ihres Dielenbodens also beachten?

Holzdielen arbeiten

Könnte man Holz genau ansehen, würde man viele kleine Zellen sehen. Diese Zellen interagieren mit ihrer Umwelt und können sich zusammenziehen oder ausdehnen. Ist im Sommer die Luftfeuchtigkeit hoch, dehnen sich Holzdielen aus.

Wenn im Winter die Wohnung beheizt wird und die Luft trocken ist, kann holz sich zusammenziehen. Durch diese Arbeit des Holzes kann es zur Fugenbildung zwischen den einzelnen Holzdielen kommen. Sie gehören zum natürlichen Bild eines Bodens aus Holzdielen.

Wichtig beim Verlegen von Holzdielen

Holzdielen dehnen sich in alle Richtungen aus, daher muss bei der Verlegung für genügend Platz zu anderen Gegenständen, wie Heizkörpern, Pfeilern und natürlich Wänden geachtet werden. Diesen Abstand nennt man Dehnungsfuge. Dehnungsfugen sind wichtig, sind sie nicht vorhanden oder zu schmal, richtet sich das Holz beim Ausdehnen auf.

Die allgemeine Empfehlung für eine Dehnungsfuge liegt bei 15 Millimetern bzw. 1,5 Zentimetern. Dabei ist es wichtig, auch die Empfehlungen des Herstellers zu beachten, besonders, wenn der empfohlene Abstand größer ist.

Damit die Dehnungsfugen nicht zu schmal geraten gibt es Abstandshalter in Form von Klötzen oder Keilen. Diese Abstandshalter steckt man zwischen die Holzdiele und das Objekt, zu dem der Abstand gelten soll, beispielsweise die Wand.

Ist der Boden fertig verlegt, werden diese Abstandshalter wieder entfernt. Die Fugen verstecken sich später hinter Sockelleisten und Bodenprofilen.

Sollte man Fugen im Dielenboden verschließen?

Wenn eine Fuge entsteht, weil das Holz arbeitet, sollte diese auf keinen Fall verschlossen werden. Egal, welches Material zum Verschließen der Fuge genutzt würde, beispielsweise Silikon oder Wachs, es ist ein temporärer Erfolg. Das Holz arbeitet weiter und damit reißt die Fuge über kurz oder lang wieder auf.

Dielenboden mit einer Fuge
Dielenboden mit einer Fuge

Lassen sich Fugen im Dielenboden verhindern?

Es gibt sogenannte Luftbefeuchter, deren Einsatz gegen trockene Luft bestimmt viele gute Gründe hätte. Im Bezug auf Holzdielen, wären sie nur sinnvoll, wenn man die Luftfeuchtigkeit genau wie den Feuchtigkeitsgehalt des Holzes regelmäßig überprüfen würde und dann beides aufeinander abstimmen würde und das geht nicht. Abschließend kann man sagen, Dielenboden ohne Fugen gibt es eben nicht.

Dielenboden mit Fugemasse
Dielenboden mit Fugemasse bietet temporär Abhilfe – Hier ein ca. 15 Jahre Alter Fugenfüller

Fugenmasse und Fugenfüller – Eine Lösung doch temporär

Bisher hat man Fugenmasse mit Schleifstaub von den Dielen eingefärbt, damit die Masse annähernd die Farbe des Holzes hat. Mittlerweile gibt es besserer Fugenmassen, die dem Druck des Holzes länger standhalten. Diese verbesserte Fugenmasse gibt es in vielen Farben, so findet sich immer ein zum Holz passende Variante.

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Wenn die Fugenmasse den Holzton nicht trifft, kann alternativ eine coole Kontrastfarbe genommen werden, zur Verfüllung der Fugen. Im Netz gibt es tolle Beispiele für diese Methode.

Fugen ausheben:

Die Fuge muss gereinigt werden, was bedeutet, aller Schmutz und eventuell vorhandene alte Fugenmasse muss gründlich entfernt werden. Hier kann ein Schlitzschraubendreher, ein altes Sägeblatt oder Klebestreifen können extrem hilfreich sein.

Säubern der Fugen:

Zuerst sollten die Zwischenräume etwas angeschliffen werden. Dadurch wird die Oberfläche angeraut und die Fugenmasse kann sich gut mit dem Holz verbinden. Natürlich muss der Schleifstaub vor dem Einbringen der Fugenmasse gründlich entfernt werden.

Fugen Verfüllen:

In der Regel ist Fugenmasse in einer Kartusche untergebracht. Damit muss nur die Spitze schräg angeschnitten werden und die Kartusche in die Pistole eingelegt werden und los geht es. Ein Zuviel an Fugenmasse, sollte sofort abgehoben werden. Ist die Fuge komplett verfüllt, sofort mit einem Plastikspachtel abziehen.

Tipps & Tricks

Besonders bei alten Böden können Fugen auch breiter ausfallen. Hier gibt es einen besseren Trick als Fügenmasse. Die Fuge gleichmäßig ausfräsen, so dass eine Leiste hinein passt. Falls nötig die Leiste in der Höhe noch dem Boden anpassen, indem sie abgeschliffen wird und fertig.

Letzte Aktualisierung am 15.08.2020 um 13:50 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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Jan Oliver Frickehttps://www.ratgeber-haus-garten.com
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