Schädlinge adé Ihr ultimativer Ratgeber zur Engerling-Bekämpfung
Schädlinge adé Ihr ultimativer Ratgeber zur Engerling-Bekämpfung

Schädlinge adé: Ihr ultimativer Ratgeber zur Engerling-Bekämpfung

Engerlinge – die Larven verschiedener Käferarten wie des Maikäfers, des Junikäfers oder des Gartenlaubkäfers – sind eine häufige Erscheinung in Gärten und auf Rasenflächen. Unter der Erde lebend, ernähren sich diese Larven von Wurzeln und können erhebliche Schäden an Gräsern und anderen Gartenpflanzen verursachen. Die Bekämpfung dieser Schädlinge ist entscheidend, um die Gesundheit und das ästhetische Erscheinungsbild Ihres Gartens zu erhalten.

Warum ist die Bekämpfung von Engerlingen wichtig?

Engerlinge sind nicht nur eine Gefahr für den Rasen, wo sie kahle Stellen und eine schwächende Wurzelstruktur verursachen, sondern sie bedrohen auch die Vitalität von Zierpflanzen und Gemüsebeeten. Ein starker Engerlingsbefall kann dazu führen, dass Pflanzen welken, gelbe Blätter entwickeln und im Wachstum zurückbleiben, da ihre Fähigkeit zur Wasseraufnahme und Nährstoffversorgung durch die zerstörten Wurzeln stark eingeschränkt wird. Zudem kann die durch Engerlinge geschwächte Vegetation leichter von weiteren Schädlingen und Krankheiten befallen werden. Deshalb ist eine frühzeitige Erkennung und wirksame Bekämpfung dieser Schädlinge von entscheidender Bedeutung für jeden Gartenbesitzer, der seinen Garten gesund und attraktiv halten möchte.

In den folgenden Abschnitten werden wir die verschiedenen Methoden zur Identifizierung eines Engerlingsbefalls erkunden und sowohl natürliche als auch chemische Strategien zur Bekämpfung dieser lästigen Schädlinge detailliert beschreiben.

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Was sind Engerlinge?

Engerlinge sind die Larvenstadien bestimmter Käferarten, vor allem aus der Familie der Blatthornkäfer, zu der so bekannte Arten wie der Maikäfer, der Junikäfer, der Gartenlaubkäfer und der Rosenkäfer gehören. Diese Larven leben unterirdisch und ernähren sich von den Wurzeln von Gräsern und anderen Pflanzen, was zu erheblichen Schäden im Garten führen kann.

Definition und Erklärung, was Engerlinge sind

Engerlinge sind in der Regel weißlich oder cremefarben mit einem weichen, gekrümmten Körper, der am Ende breiter ist als am Kopf. Sie haben sechs Beine am vorderen Teil des Körpers und einen deutlich sichtbaren Kopf mit kräftigen Kauwerkzeugen. Engerlinge können je nach Art in der Größe variieren, sind aber typischerweise zwischen 1 und 5 cm lang.

Lebenszyklus von Engerlingen

Der Lebenszyklus der Engerlinge beginnt, wenn ein Weibchen ihre Eier in den Boden legt. Nachdem die Eier geschlüpft sind, durchlaufen die Larven mehrere Entwicklungsstadien, die sich über mehrere Jahre erstrecken können, bevor sie sich verpuppen und schließlich zu erwachsenen Käfern werden. Während dieser Zeit verbleiben sie größtenteils unter der Erde und fressen Wurzeln.

  1. Eiablage: Die Weibchen legen ihre Eier im Sommer tief in die Erde.
  2. Larvenstadium: Die aus den Eiern geschlüpften Larven, die Engerlinge, ernähren sich von Pflanzenwurzeln. Dieses Stadium kann je nach Art 1 bis 4 Jahre dauern.
  3. Verpuppung: Nachdem die Larven vollständig ausgewachsen sind, bilden sie eine Puppe.
  4. Erwachsenenstadium: Aus der Puppe schlüpft der erwachsene Käfer, der die Erde verlässt, um sich zu paaren und den Zyklus von neuem zu beginnen.

Arten von Engerlingen, die häufig in Gärten vorkommen

  • Maikäfer-Engerlinge (Melolontha melolontha): Diese sind besonders in ländlichen Regionen verbreitet und können umfangreiche Schäden an landwirtschaftlichen Kulturen und Wäldern verursachen.
  • Junikäfer-Engerlinge (Amphimallon solstitiale): Oft in Rasenflächen zu finden, verursachen sie Schäden durch das Fressen der Graswurzeln.
  • Gartenlaubkäfer-Engerlinge (Phyllopertha horticola): Diese Art ist besonders problematisch in dekorativen Gärten, wo sie die Wurzeln von Zierpflanzen und Sträuchern befressen.
  • Rosenkäfer-Engerlinge (Cetonia aurata): Obwohl weniger schädlich, können diese Engerlinge in großen Zahlen auch erhebliche Schäden verursachen.

Das Verständnis dieser Grundlagen ist essenziell für die effektive Bekämpfung und Prävention von Engerlingen in Ihrem Garten. Im nächsten Abschnitt werden wir detailliert auf die Schäden eingehen, die Engerlinge verursachen können, und wie man diese frühzeitig erkennt.

Schäden durch Engerlinge

Engerlinge können erhebliche Schäden in Gärten und auf Rasenflächen verursachen. Ihre unterirdische Lebensweise macht es schwierig, sie frühzeitig zu entdecken, doch gibt es bestimmte Anzeichen, die auf einen Befall hindeuten können.

Wie erkennen Sie einen Befall?

Das Erkennen eines Engerlingsbefalls kann eine Herausforderung darstellen, da die Schäden oft erst sichtbar werden, wenn sie bereits fortgeschritten sind. Hier sind jedoch einige Hinweise, die Ihnen helfen können, einen Befall frühzeitig zu identifizieren:

  1. Unregelmäßige braune Flecken auf dem Rasen: Diese Flecken entstehen, weil die Wurzeln abgefressen werden und die Gräser nicht mehr ausreichend mit Wasser und Nährstoffen versorgt werden können.
  2. Lockerer oder welliger Rasen: Wenn Sie feststellen, dass der Rasen unter Ihren Füßen nachgibt oder sich leicht anheben lässt, könnte dies darauf hinweisen, dass die Wurzelstruktur durch Engerlinge zerstört wurde.
  3. Vermehrte Vogelaktivität: Vögel, insbesondere Krähen und Stare, können auf einen Engerlingsbefall hinweisen, da sie versuchen, die Larven auszugraben und zu fressen.
  4. Sichtbarkeit der Engerlinge selbst: Beim Umgraben von Gartenbeeten oder bei der Rasenpflege können die Engerlinge direkt sichtbar werden.

Typische Schäden an Pflanzen und Rasen

Engerlinge verursachen eine Vielzahl von Schäden, die sowohl das ästhetische Erscheinungsbild als auch die Gesundheit Ihres Gartens beeinträchtigen können:

  • Schäden am Rasen: Die offensichtlichsten Schäden sind kahle, braune Stellen im Rasen, wo die Gräser absterben. In schweren Fällen kann der Rasen so lose werden, dass er sich wie ein Teppich anheben lässt.
  • Schäden an Zierpflanzen und Sträuchern: Engerlinge fressen die Wurzeln von Zierpflanzen und Sträuchern, was zu Wachstumsstörungen, Vergilben der Blätter und im schlimmsten Fall zum Absterben der Pflanze führen kann.
  • Schäden an Gemüsepflanzen: In Gemüsegärten können Engerlinge die Wurzeln junger Pflanzen so stark schädigen, dass diese welken und absterben. Dies kann zu deutlichen Ertragseinbußen führen.

Die Bekämpfung von Engerlingen erfordert ein umfassendes Verständnis ihrer Lebensweise und der spezifischen Schäden, die sie verursachen. Im nächsten Abschnitt werden wir präventive Maßnahmen und Methoden zur Bekämpfung dieser Schädlinge detailliert besprechen, um Ihren Garten gesund zu erhalten.

Vorbeugende Maßnahmen

Die Vorbeugung gegen Engerlinge beginnt mit einer guten Bodenpflege und der richtigen Bewässerung sowie Düngung. Diese Maßnahmen helfen nicht nur, Engerlinge zu kontrollieren, sondern fördern auch ein gesundes Pflanzenwachstum, das die Pflanzen widerstandsfähiger gegen Schädlinge macht.

Bodenbeschaffenheit und -pflege

Ein gesunder Boden ist die Grundlage für ein robustes Pflanzenwachstum und die erste Verteidigungslinie gegen Schädlinge wie Engerlinge. Hier sind einige Tipps zur Bodenpflege:

  1. Bodenbelüftung: Regelmäßiges Belüften des Bodens verbessert die Durchlässigkeit und verhindert Staunässe, was nicht nur den Pflanzen zugutekommt, sondern auch ein weniger attraktives Umfeld für die Eiablage der Käfer schafft.
  2. Kompostierung: Die Integration von reichem, organischem Material wie Kompost verbessert die Bodenstruktur, fördert nützliche Mikroorganismen und erhöht die allgemeine Fruchtbarkeit des Bodens.
  3. Mulchen: Eine Mulchschicht kann helfen, die Bodentemperatur zu regulieren und Feuchtigkeit zu bewahren, während sie gleichzeitig das Unkrautwachstum unterdrückt, das zusätzliche Schädlinge anziehen könnte.
  4. Fruchtfolge und Mischkultur: Diese Praktiken helfen nicht nur, den Boden gesund zu halten, sondern können auch die Anzahl der Engerlinge reduzieren, indem sie den Käfern die gewohnte Nahrungsquelle entziehen.

Richtige Bewässerung und Düngung

Eine angemessene Bewässerung und Düngung sind entscheidend für die Gesundheit der Pflanzen und können auch helfen, Schädlingsbefälle zu minimieren:

  1. Gleichmäßige Bewässerung: Stellen Sie sicher, dass Ihr Garten gleichmäßig und tief bewässert wird. Dies fördert tiefere Wurzelsysteme, die weniger anfällig für Engerlingsschäden sind. Überwässerung sollte vermieden werden, da dies ideale Bedingungen für die Entwicklung von Engerlingen schaffen kann.
  2. Angepasste Düngung: Eine angepasste Düngung, die auf die spezifischen Bedürfnisse Ihrer Pflanzen und des Bodens abgestimmt ist, hilft den Pflanzen, gesund und kräftig zu wachsen. Ein starker, gut ernährter Rasen oder Garten ist weniger anfällig für Schäden durch Schädlinge.
  3. Zeitpunkt der Düngung: Vermeiden Sie es, im späten Sommer oder frühen Herbst zu düngen, wenn die Käfer ihre Eier legen. Eine zu dieser Zeit üppige Vegetation kann die Käfer anziehen.

Diese präventiven Maßnahmen tragen dazu bei, ein Umfeld zu schaffen, das weniger anziehend für Engerlinge ist, und bilden die Basis für eine gesunde Gartenpflege, die die Notwendigkeit für aggressive Kontrollmaßnahmen verringert. Im nächsten Abschnitt werden wir uns mit spezifischen, natürlichen und chemischen Bekämpfungsmethoden beschäftigen, die angewendet werden können, sollte ein Befall bereits vorhanden sein.

Natürliche Bekämpfungsmethoden

Natürliche Methoden zur Bekämpfung von Engerlingen sind oft bevorzugt, da sie umweltschonend sind und das ökologische Gleichgewicht im Garten nicht stören. Hierzu gehören der Einsatz von Nützlingen sowie verschiedene biologische Mittel und bewährte Hausmittel.

Einsatz von Nützlingen wie Nematoden

Nematoden sind mikroskopisch kleine Fadenwürmer, die im Boden leben und parasitär verschiedene Schädlinge befallen können, darunter auch Engerlinge. Sie sind eine effektive und umweltfreundliche Methode zur Bekämpfung dieser Schädlinge:

  1. Arten von Nematoden: Für die Bekämpfung von Engerlingen eignen sich besonders die Arten Heterorhabditis bacteriophora und Steinernema feltiae. Diese Nematoden dringen in die Engerlinge ein und setzen bakterielle Toxine frei, die die Larven schnell töten.
  2. Anwendung: Nematoden werden als Suspension in Wasser gemischt und auf den befallenen Bereich gesprüht. Es ist wichtig, die Behandlung bei feuchtem Boden und bedecktem Himmel durchzuführen, da Nematoden empfindlich gegenüber UV-Licht und Austrocknung sind.
  3. Zeitpunkt: Die beste Zeit für die Anwendung von Nematoden ist das Frühjahr oder der Herbst, wenn die Engerlinge aktiv sind und die Bodentemperaturen für die Nematoden günstig sind.

Biologische Mittel und Hausmittel

Neben Nützlingen gibt es auch verschiedene biologische Mittel und Hausmittel, die zur Bekämpfung von Engerlingen eingesetzt werden können:

  1. Milchsäurebakterien: Einige Produkte enthalten Milchsäurebakterien, die das Mikrobiom des Bodens verändern und ein ungünstiges Umfeld für Engerlinge schaffen.
  2. Neemöl: Dieses Öl, gewonnen aus den Samen des Neembaums, hat sich als wirksam gegen eine Vielzahl von Gartenpestiziden erwiesen. Es stört die Lebenszyklen der Schädlinge und verhindert die weitere Vermehrung.
  3. Knoblauch- und Chilisud: Eine Mischung aus Knoblauch und Chili kann als natürliches Insektizid wirken. Das Aufsprühen dieser Mischung auf den Boden kann helfen, Engerlinge abzuschrecken.
  4. Kräuterauszüge: Auszüge aus bestimmten Kräutern, wie Thymian und Salbei, können ebenfalls abwehrend gegen Schädlinge wirken, wenn sie im Garten verteilt werden.

Diese natürlichen Methoden bieten eine sicherere Alternative zu chemischen Pestiziden und unterstützen die Aufrechterhaltung einer gesunden Gartenökologie. Sie erfordern allerdings oft eine regelmäßige Anwendung und sind am effektivsten, wenn sie als Teil eines integrierten Schädlingsmanagementplans eingesetzt werden. Im nächsten Abschnitt werden wir chemische Bekämpfungsoptionen behandeln, die als letztes Mittel in Betracht gezogen werden können.

Chemische Bekämpfungsoptionen

Obwohl chemische Insektizide effektiv gegen Engerlinge vorgehen können, ist ihr Einsatz oft mit Bedenken hinsichtlich Umweltverträglichkeit und Sicherheit verbunden. Es ist wichtig, den Einsatz von Chemikalien als letzte Option zu betrachten, nachdem natürliche und präventive Methoden ausgeschöpft wurden.

Wann ist der Einsatz von Insektiziden angebracht?

Der Einsatz von chemischen Insektiziden sollte erwogen werden, wenn:

  1. Schwere Infestationen vorliegen: Bei einem massiven Befall, der durch natürliche Methoden nicht kontrollierbar ist, können Insektizide erforderlich sein, um einen Totalverlust der Vegetation zu verhindern.
  2. Schnelles Handeln erforderlich ist: In Situationen, in denen rasche Ergebnisse notwendig sind, um die Ausbreitung der Schädlinge zu stoppen, können chemische Mittel die effektivste Lösung bieten.

Davon abzuraten ist

Es wird jedoch generell davon abgeraten, chemische Insektizide flächendeckend oder präventiv zu verwenden, weil:

  1. Gesundheitsrisiken: Chemikalien können Risiken für Menschen, Haustiere und nützliche Insekten wie Bienen darstellen.
  2. Umweltauswirkungen: Insektizide können ins Grundwasser gelangen und lokale Ökosysteme schädigen.
  3. Resistenzbildung: Übermäßiger Gebrauch von Chemikalien kann zur Resistenzbildung bei Schädlingen führen, was zukünftige Bekämpfungsmaßnahmen erschwert.

Empfehlungen für umweltschonende Produkte

Wenn der Einsatz von chemischen Insektiziden unvermeidlich ist, sollten Produkte gewählt werden, die spezifisch gegen Engerlinge wirksam sind und möglichst geringe Nebenwirkungen auf andere Organismen haben. Hier sind einige Empfehlungen:

  1. Produkte auf Basis von Pyrethroiden: Diese sind wirksam gegen eine Vielzahl von Insekten, einschließlich Engerlinge, und haben eine niedrigere Persistenz in der Umwelt als viele andere Insektizide.
  2. Imidacloprid-haltige Präparate: Obwohl wirksam, sollte dieses Neonicotinoid wegen seiner Auswirkungen auf Bestäuberinsekten wie Bienen nur mit äußerster Vorsicht und gezielt eingesetzt werden.
  3. Spinosad: Dieses aus natürlichen Bakterien gewonnene Insektizid ist eine weniger schädliche Alternative, die speziell gegen larvale Schädlinge wirkt und eine geringere Toxizität für Nicht-Zielorganismen aufweist.

Fazit

Obwohl chemische Bekämpfungsmittel eine Option darstellen, ist es immer am besten, durch vorbeugende Maßnahmen und natürliche Methoden zu handeln. Diese Ansätze helfen, das Gleichgewicht im Garten zu erhalten und gleichzeitig die Umwelt und die Gesundheit der Menschen zu schützen. Engerlinge können eine Herausforderung sein, aber mit einem gut durchdachten Managementplan können sie effektiv kontrolliert werden, ohne auf harte Chemikalien zurückgreifen zu müssen.

Langfristige Strategien zur Vermeidung von Engerlingen

Langfristige Strategien zur Kontrolle von Engerlingen fokussieren sich darauf, die Bodengesundheit zu verbessern, die Biodiversität zu erhöhen und durch kluge Pflanzenauswahl sowie Fruchtfolge die Anfälligkeit des Gartens für Befälle zu verringern. Diese Ansätze unterstützen einen nachhaltigen Garten, der natürliche Mechanismen zur Schädlingsbekämpfung fördert.

Bodengesundheit und Biodiversität

Die Gesundheit des Bodens spielt eine entscheidende Rolle bei der Prävention von Schädlingen, einschließlich Engerlingen. Ein gesunder Boden unterstützt ein starkes, widerstandsfähiges Pflanzenwachstum und fördert ein diverses Ökosystem, das natürliche Feinde der Schädlinge einschließt.

  1. Organische Bodenverbesserungen: Regelmäßiges Einbringen von organischem Material wie Kompost und gut verrottetem Mist verbessert die Struktur, Fruchtbarkeit und das mikrobielle Leben im Boden.
  2. Biodiversitätsförderung: Eine diverse Pflanzenauswahl zieht unterschiedliche Insektenarten an, einschließlich Nützlinge, die Schädlinge natürlich regulieren können. Dazu gehört die Einbindung von heimischen Pflanzen, Blumen und Kräutern, die verschiedene Insekten und Vögel anziehen.

Pflanzenauswahl und Fruchtfolge

Die Auswahl der richtigen Pflanzen und die Anwendung von Fruchtfolge sind ebenfalls wichtige Elemente, um Engerlinge und andere Schädlinge langfristig fernzuhalten.

  1. Resistente Pflanzensorten: Einige Pflanzen sind von Natur aus widerstandsfähiger gegen Engerlinge und andere Bodenschädlinge. Die Auswahl solcher Sorten kann das Risiko eines Befalls verringern.
  2. Fruchtfolge: Die Rotation von Pflanzenarten und -familien von Jahr zu Jahr kann helfen, Schädlingszyklen zu durchbrechen. Engerlinge, die spezifische Wurzeln bevorzugen, finden nach einer Rotation möglicherweise nicht die gewohnte Nahrungsquelle.

Langfristige Pflege und Überwachung

  • Regelmäßige Bodentests: Durch regelmäßige Überprüfung des Bodenzustandes können Nährstoffmängel oder pH-Unausgewogenheiten frühzeitig erkannt und behoben werden, was die allgemeine Pflanzengesundheit unterstützt.
  • Überwachung der Schädlinge: Regelmäßiges Überprüfen des Gartens auf Anzeichen von Engerlingschäden ermöglicht frühzeitige Interventionen. Fallen und Lockstoffe können eingesetzt werden, um die Populationen zu überwachen und ggf. rechtzeitig zu handeln.

Diese langfristigen Strategien bieten nicht nur Schutz gegen Engerlinge, sondern tragen auch zu einer nachhaltigeren Gartenwirtschaft und einem gesünderen Ökosystem bei. Sie reduzieren die Abhängigkeit von chemischen Eingriffen und fördern die natürliche Widerstandsfähigkeit des Gartens gegenüber einer Vielzahl von Herausforderungen.

Häufige Leserfragen zum Thema Engerlinge im Garten

Hier sind einige häufig gestellte Fragen von Gartenbesitzern über Engerlinge, zusammen mit ausführlichen und informativen Antworten, um Ihnen zu helfen, diese lästigen Schädlinge effektiv zu managen.

Frage 1: Wie kann ich feststellen, ob der Schaden in meinem Rasen durch Engerlinge verursacht wird?

Antwort: Um festzustellen, ob Engerlinge die Ursache für Schäden in Ihrem Rasen sind, sollten Sie nach den typischen Anzeichen eines Engerlingsbefalls Ausschau halten. Dazu gehören unregelmäßige, braune und vertrocknete Stellen im Rasen sowie eine lockere Bodenbeschaffenheit, die es Ihnen erlaubt, den Rasen leicht anzuheben oder zu rollen. Graben Sie eine kleine Fläche (ca. 30 x 30 cm und 10 cm tief) um und überprüfen Sie, ob Sie Engerlinge finden. Mehr als fünf Larven pro Quadratfuß sind ein Indikator für ein ernsthaftes Problem.

Frage 2: Welche Pflanzen sind resistent gegen Engerlinge?

Antwort: Obwohl keine Pflanze vollständig resistent gegen Engerlinge ist, gibt es einige Arten, die als weniger anfällig gelten. Dazu gehören tief wurzelnde Gräser und Pflanzen, die robuste Wurzelsysteme entwickeln, wie zum Beispiel einige Wildgrasarten. Zusätzlich können Sie robuste Bodendecker pflanzen, die helfen, den Boden zu stabilisieren und weniger attraktiv für die Käfer zur Eiablage zu machen.

Frage 3: Sind Hausmittel gegen Engerlinge effektiv?

Antwort: Einige Hausmittel können helfen, Engerlinge zu kontrollieren, aber ihre Wirksamkeit kann variieren. Ein beliebtes Hausmittel ist das Gießen des Rasens mit einer Mischung aus Wasser und Neemöl, das natürliche Insektizideigenschaften besitzt. Eine weitere Methode ist das Ausbringen von Kaffeesatz rund um die Pflanzen, was einige Gärtner als abschreckend für Engerlinge betrachten. Allerdings sind solche Methoden meist weniger effektiv als biologische Bekämpfungsmaßnahmen wie der Einsatz von Nematoden.

Frage 4: Kann ich Engerlinge manuell aus meinem Garten entfernen?

Antwort: Manuelle Entfernung kann bei kleinen Befallshäufigkeiten eine Option sein. Sie ist besonders effektiv, wenn Sie frühzeitig handeln. Wenn Sie Engerlinge beim Umgraben Ihres Gartens finden, können Sie sie einsammeln und entfernen. Dies ist allerdings arbeitsintensiv und bei größeren Flächen nicht praktikabel.

Frage 5: Wie oft sollte ich Nematoden anwenden, um Engerlinge zu bekämpfen?

Antwort: Die Häufigkeit der Anwendung von Nematoden hängt von verschiedenen Faktoren ab, einschließlich des Ausmaßes des Befalls und der spezifischen Art der Nematoden. In der Regel wird empfohlen, Nematoden ein- bis zweimal jährlich anzuwenden, idealerweise im Frühjahr und/oder Herbst, wenn die Bodentemperaturen für die Nematoden günstig sind. Wiederholte Anwendungen über mehrere Jahre können erforderlich sein, um die Engerlingspopulation effektiv zu reduzieren.

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