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Gefahr im Hausstaub

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Gefahr im Hausstaub

Hausstaub gibt es in absolut jeder Wohnung. Er findet sich unter Sofas und Sesseln, auf Kommoden, wie auch auf Regalen und fliegt leise um uns herum. Dabei ist der Staub nicht nur für Allergiker ein Problem. Oftmals sind in den kleinen Flusen sogar schädliche Substanzen vorhanden. Das kann besonders für Kleinkinder gefährlich werden.

Milben im Hausstaub
Sebastian Kaulitzki/shutterstock.com

Bisher kannte man den Hausstaub in erster Linie nur als Gefahr für Allergiker – mit der Hausstauballergie. Dabei wird auf die Hinterlassenschaften von Hausstaubmilden allergisch reagiert. Doch es steckt noch weit mehr im Staub. In ihm wird alles gespeichert, womit im Alltag umgegangen wird. Das können Hautschuppen, tote Hausstaubmilben, Essenskrümel, Kleiderflusen oder auch Schmutz sein. Teilweise wird es selbst mit den Schuhen rein getragen oder auch bei Wind durch die Fenster geweht.

Das meiste am Staub ist ungefährlich. Allerdings können sich daran auch ungesunde Chemikalien festsetzen, welche zum Beispiel vom Boden, den Möbeln, bestimmten Baustoffen oder auch Plastikgegenständen ausgedünstet werden. In einer Analyse durch die George-Washington-Universität sind in 90 % von den untersuchten Staubproben 10 Stoffe entdeckt worden, die toxisch sind. Das Ergebnis zeigt damit, dass die gesamte Bevölkerung und auch Kinder, jeden Tag unterschiedlichen Chemikalien, die Gesundheitsprobleme verursachen können, ausgesetzt sind.

Phtalate und Weichmacher

Auf der Liste weit oben findet sich beispielsweise der Weichmacher DEHP, zusammen mit drei anderen Phtalaten, welche sich in Kunststoffprodukten wiederfinden, z.B. in PVC-Böden, in Duschvorhängen oder Verpackungen. Gerade Weichmacher werden verdächtigt einen negativen Einfluss auf das Hormonsystem des Menschen zu haben. Dies kann gerade für sich noch in der Entwicklung befindliche Kinder zum Problem werden. Gerade wenn sie noch nicht laufen können, sondern krabbeln, werden häufig Dinge in den Mund gesteckt und somit zeitgleich auch Hausstaub aufgenommen. Auf diesem Wege reichern sich eine Menge Schadstoffe im Körper an.

Zudem konnte bei einer Menge von Phtalaten nachgewiesen werden, dass durch sie die Fruchtbarkeit des Mannes beeinträchtigt wird. Auch eventuelle Einbußen der Intelligenz, sowie Erkrankungen der Atemwege bei Kindern können hinzukommen. Auch über Leberschädigungen, Schädigungen von Immun- und Nervensystem, Insulinresistenz und ideale Bedingungen zum Übergewicht wird noch diskutiert.

Flammschutzmittel und Phenole

Forscher konnten auch Phenole feststellen, die zum Beispiel im Reinigungsmittel vorhanden sind. Diese können das zentrale Nervensystem und darüber hinaus Herz, Kreislauf, Leber, Blut, Verdauungstrakt und Nieren schädigen. Was den Forschern ebenfalls negativ aufgefallen ist, ist der Nachweis von Flammschutzmitteln im Hausstaub. Dieses reduziert zwar die Entflammbarkeit von elektronischen Geräten, sowie Teppichen, Polstermöbeln und Dämmmaterialien, steht aber zeitgleich unter dem Verdacht die Leistungen des Gehirns abzuschwächen.

Hausstaub – eine Gefahr in Deutschland

Diese Ergebnisse stellten US-Forscher fest und können deswegen nicht zu 100 % auf Deutschland übertragen werden. Dennoch hat eine Untersuchung durch das Umweltbundesamt im Jahr 2008 gezeigt, dass in 600 untersuchten Haushalten der Hausstaub nicht unbedingt weniger belastet war als in den USA. Neben einer zu hohen Konzentration an Weichmachern wurden auch Substanzen entdeckt, welche zum Bewahren der Gesundheit schon lange verboten sind. Dazu gehören unter anderem ein Holzschutzmittel (Pentachlorphenol), welches im Verdacht steht Krebs zu erzeugen, sowie ein Mückenschutzmittel (DDT), welches eine Schädigung der Nerven hervorrufen kann.

Putzen und Lüften macht den Unterschied

Damit die Gefahr für die Gesundheit so gering wie möglich gehalten wird, sollte man jeden Tag mehrmals für 5 bis 10 Minuten stoßlüften. Oftmals ist die Luft draußen, entgegen aller Erwartungen, weniger belastet als die innere Luft. Wenn sich der Staub bereits abgelagert hat, dann sollte man ihn mit Hilfe eines feuchten Mikrofasertuches entfernen.

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Jan Oliver Frickehttps://www.ratgeber-haus-garten.com
Als Herausgeber des Online Magazine Haus & Garten ist es mir eine Freude, die Leser über Interessante Themen zu informieren und meine Erfahrungen zu teilen.

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Letzte Aktualisierung am 8.05.2019 um 15:12 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API