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Ratgeber Wärmepumpe – Kosten, Preis und Möglichkeiten

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Ratgeber Wärmepumpe – Kosten, Preis und Möglichkeiten

– Luftwärmepumpe, Wasserwärmepumpe

Selbstverständlich kann bei der Energiegewinnung für Hausbesitzer, Öl oder Gas eingesetzt werden. Doch an das naheliegendste, nämlich der Gewinnung von Energie aus der unerschöpflichen Quelle Erde und Luft, wird noch viel zu wenig gedacht. Diese, jedem Hausbesitzer zur Verfügung stehende Energiequelle muss nur genutzt werden. Um die Energie der Luft bzw. der Erde zu nutzen ist der Einsatz einer Wärmepumpe notwendig. Auch wenn die auf den ersten Blick hohen Anschaffungskosten für eine Wärmepumpe vielleicht abschrecken, so lohnt sich diese Anschaffung in jedem Fall, zumal es auch staatliche Zuschüsse für diese Art der Energiegewinnung gibt. Ebenfalls ein Pluspunkt für die Anschaffung einer Wärmepumpe sind die niedrigen laufenden Kosten im Betrieb der Pumpe, denn die Ressourcen stehen ja nahezu kostenlos zur Verfügung. In den Betriebskosten schlägt eine Wärmepumpenheizung eine Öl-, Gas- oder Pelletsheizung um Längen.

Ein paar wenige Dinge sind jedoch zu beachten, wenn man über die Anschaffung einer Wärmepumpenheizung nachdenkt. Auch wenn es nicht so scheint, so stellt gerade die Erde in nur wenigen Metern Tiefe immer eine gewisse Wärme bereit, sie muss nur genutzt werden. Und auch die Umgebungsluft kann Heizenergie liefern. Man muss sie nur nutzen bzw. anzapfen. Auch von der Deutschen Energieagentur (dena) in Berlin erklärt Christian Stolte wird die Entwicklung auf diesem Sektor als sehr positiv angesehen. Mit einem Marktanteil von bereits bis zu 30 % bei den Neubauten, ist diese Heiztechnik schwer im Kommen. Eine Wärmepumpen-Heizanlage wird vor allen Dingen als Zentralheizung in Ein- und Zweifamilienhäusern sehr gerne genutzt. Die doch recht hohen Anschaffungskosten amortisieren sich im Laufe der Jahre durch die geringen Betriebskosten.

Funktionsweise einer Wärmepumpe

Nach der Installation einer Wärmepumpe wird durch ebenfalls installierte Rohre, ein Kältemittel durch diese Rohre in den Boden, ins Freie oder ins Grundwasser geleitet. Hierbei nimmt das Kältemittel dann die Umgebungstemperatur an. Bereits bei sehr niedrigen Temperaturen verdampft das Kältemittel und es entsteht ein Gas, welches in den Rohren verdichtet wird. Durch dieses verdichten entsteht Wärme, die schließlich zum Heizen eines Hauses genutzt werden kann. Nach diesem Vorgang kann das entstandene Gas wieder entspannt werden, wodurch es weiter abkühlt und so weiterhin die Umgebungstemperatur aufnehmen kann. Der Prozess beginnt also von vorn und die durch die Verdichtung des Gases entstehende Wärme wird wieder als Heizenergie im Haus genutzt. Dasselbe Prinzip kennen wir bereits in umgekehrter Reihenfolge von einem Kühlschrank. Es befinden sich mittlerweile auch Wärmepumpen auf dem Markt, die im Sommer als Klimaanlage genutzt werden können und das Haus angenehm temperiert halten.

Um eine Wärmepumpe zu nutzen wird selbstverständlich Strom benötigt. Das Verhältnis ist aber relativ geringe. Etwa 25 % bis 30 % Strom wird nur benötigt, um ein vorhandenes Haus zu 100 % mit einer Wärmepumpe zu beheizen. Diese Antriebsenergie sind im laufenden Betrieb einer Wärmepumpe quasi die einzigen anfallenden Kosten, da die restliche Energie aus den kostenlos zur Verfügung stehenden Ressourcen gewonnen wird

Welcher Kennwert ist bei Wärmepumpen entscheidend?

Selbstverständlich sollte der Stromverbrauch einer Wärmepumpe im Verhältnis zur gewonnenen Energie relativ klein sein. Dieser Wert wird an der so genannten Jahresarbeitszahl gemessen. Bei einem Wert von über 3,3 ist eine Wärmepumpe aus ökologischer Sicht sinnvoll wird von Sven Kersten von der EnergieAgentur NRW in Düsseldorf erklärt. Gute Wärmepumpen erreichen in diesem Bereich einen Wert von über 4, was nichts anderes bedeutet, als dass die von der Wärmepumpe erzeugte Energie lediglich zu einem Viertel oder sogar weniger durch Strom produziert wird. Durch die Nutzung von Solarstrom kann diese Umweltbilanz sogar noch verbessert werden. Eine Solar- oder Photovoltaikanlage auf dem Dach des Hauses nutzt die ebenfalls kostenlos vorhandene Energie der Sonne.

Ein weiterer großer Vorteil beim Einsatz einer Wärmepumpe zur Nutzung als Zentralheizung ist der geringe Platzbedarf. Es müssen schließlich keine Brennstoffe wie Öl, Gas oder Pellets in großen Tanks gelagert werden, so dass dieser ungenutzt Platz sinnvoller genutzt werden kann. Ebenfalls ist kein Schornstein erforderlich. Gerade im Bereich von Neubauten, können diese Kosten eingespart werden und wartungsarm sind Wärmepumpenheizungen zudem auch noch.

Wann ist eine Wärmepumpe lohnenswert?

Thomas Weber, Bausachverständiger und Leiter des Regionalbüros Fulda des Verbandes Privater Bauherren erklärt, dass Wärmepumpen für Gebäude mit einem Heizungsbedarf unter zehn Kilowatt auf jeden Fall lohnenswert sind. Neubauten haben diesen Bedarf heutzutage in den meisten Fällen, da sie nach den neuen Energiesparveordnungen gebaut werden und über eine sehr gute Dämmung verfügen. Vor allen Dingen Häuser mit einer Fußbodenheizung haben hier einen großen Vorteil, da für eine solche Fußbodenheizung niedrigere Vorlauftemperaturen benötigt werden als für den klassischen Radiator. Das spart natürlich Strom.

Aber auch für ältere Gebäude kann dieses Heizmodell von Vorteil sein, vor allen Dingen auch weil der Platzbedarf sehr gering ist. Eine in der Unterhaltung sehr teure Nachtspeicherheizung kann so beispielsweise durch eine energiesparende Luft-Wärmepumpe ersetzt werden. Nutzer von Wärmepumpen kommen teilweise sogar in den Genuss von günstigeren Stromtarifen, die von den Stromanbietern extra für diesen Zweck angeboten werden.

Welche Variante ist die Richtige?

Bei der Nutzung einer Wärmepumpe haben die Verbraucher die Wahl zwischen Luft, Erdwärme oder Wasser. Das heißt, dass die vorhandene Wärmepumpe das Wasser der Zentralheizung entweder mit der Wärme aus der Luft, aus dem Erdreich oder aus dem Grundwasser erwärmt. Gerade die Energiegewinnung aus dem Grundwasser gilt als sehr effizient, wird aber aus Wasserschutzgründen nur noch sehr selten genehmigt. Die Wärmepumpen, die mit einer Erdsonde arbeiten liegen mit einer Jahresarbeitszahl von 3,5 oder höher in einem sehr ökologischen Bereich. Je nach Region in der die Technik eingesetzt wird ist das Erdreich ab einer Tiefe von 1 m dauerhaft frostfrei und weist ab ca. 10 m Tiefer eine Temperatur von ca. 10 Grad Celsius auf. Die etwas einfacher zu installierenden Luftwärmepumpen sind energetisch jedoch nicht ganz so effektiv wie Erdwärmepumpen, da die Umgebungsluft im Winter beispielsweise sehr kalt sein kann. Auch das zugehörige Modul, welches im Haus installiert ist, kann vom Betriebsgeräusch her etwas lauter sein.

Zuschüsse vom Staat

Leider sind die hohen Anschaffungskosten, auch wenn diese vom Staat bezuschusst werden, ein ziemlicher Nachteil bei den Wärmepumpen. Für die Anschaffung einer erdgekoppelten Wärmepumpe gibt es zur Zeit vom Staat einen Zuschuss in Höhe von mindestens 2800 Euro, für die Variante Luft-Wärmepumpe mindestens 1300 Euro. Für einen Pufferspeicher sind zusätzlich 500 Euro Zuschuss möglich. Ein entsprechenden Förderantrag ist beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle zu stellen.

Welche Kosten fallen an?

Für die Anschaffung einer Luft-Wärmepumpe müssen momentan mit Kosten von ca. 12000 Euro gerechnet werden. Für die Variante Erd-Wärmepumpe sind die Anschaffungskosten mit 20000 bis 25000 Euro noch weitaus höher. Diese Investition rechnet sich jedoch durch die niedrigen Betriebskosten über die Nutzungsjahre, also etwa nach sieben bis zehn Jahren. Der Strom für eine solche Anlage ist ab ca. 18,3 Cent pro Kilowattstunde zu bekommen. Es ist also möglich eine Heizungsanlage, welche aus einer Kilowattstunde Strom etwa 3,5 Kilowattstunden Wärme erzeugt, mit 5,2 Cent/Kilowattstunde zu betreiben. Gas- und Ölheizungen liegen hier bei weitaus höheren Kosten und auch die Holzpellet-Heizung hat höhere Betriebskosten.

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Jan Oliver Frickehttps://www.ratgeber-haus-garten.com
Als Herausgeber des Online Magazine Haus & Garten ist es mir eine Freude, die Leser über Interessante Themen zu informieren und meine Erfahrungen zu teilen.

Letzte Aktualisierung am 28.10.2020 um 17:40 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API