Ratgeber Aussenküchen (Outdoor Kitchen)- Lounge
Ratgeber Aussenküchen (Outdoor Kitchen)- Lounge Gordon Swanson/shutterstock.com

Ratgeber Aussenküchen (Outdoor Kitchen) –  Für Einsteiger und Profis

Außenküchen, manchmal auch als Outdoor-Küchen bezeichnet, sind im Wesentlichen Kücheneinrichtungen, die für den Einsatz im Freien konzipiert sind. Sie sind eine zunehmend beliebte Ergänzung zu vielen Häusern, insbesondere in Regionen mit günstigen Wetterbedingungen. Außenküchen können von einfachen Grillstationen bis hin zu voll ausgestatteten Küchen mit einer Vielzahl von Geräten und Annehmlichkeiten reichen.

Im Detail beinhalten Außenküchen oft:

Grills: Der vielleicht wichtigste Bestandteil einer Außenküche ist der Grill. Dieser kann ein einfacher Holzkohlegrill, ein Gasgrill oder sogar ein voll ausgestatteter Grill sein, der mit Räuchern, Drehspießen und anderen Funktionen ausgestattet ist.

Arbeitsflächen: Wie bei einer normalen Küche sind Arbeitsflächen ein wesentlicher Bestandteil einer Außenküche. Sie bieten Platz zum Zubereiten von Lebensmitteln und zum Abstellen von Gegenständen.

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Spülen: Einige Außenküchen haben auch eine Spüle, um das Waschen von Lebensmitteln und das Reinigen von Geschirr zu erleichtern.

Kühleinheiten: Um Lebensmittel und Getränke frisch und kühl zu halten, können Außenküchen mit Kühlschränken oder Kühlschubladen ausgestattet sein.

Lagerung: Schränke und Regale sind ebenfalls üblich in Außenküchen. Sie bieten Platz zur Aufbewahrung von Geschirr, Kochutensilien und Lebensmitteln.

Feuerstellen und -tische: In einigen hochwertigeren Außenküchenmodellen können Feuerstellen oder Feuertische integriert sein. Diese bieten eine gemütliche Atmosphäre und können als zusätzliche Wärmequelle an kühleren Abenden dienen.

Zusätzlich zu diesen Komponenten kann eine Außenküche auch andere Annehmlichkeiten wie Pizzaöfen, Außenbars, Beleuchtung und mehr enthalten. Die genaue Konfiguration einer Außenküche hängt von vielen Faktoren ab, darunter der verfügbare Platz, das Budget und die persönlichen Vorlieben der Hausbesitzer.

Es ist auch wichtig zu beachten, dass Außenküchen ordnungsgemäß installiert und gewartet werden müssen, um sicherzustellen, dass sie sicher und effizient arbeiten. Dies kann die Sicherstellung einer geeigneten Entwässerung, die Installation von Elektro- und Gasleitungen und die regelmäßige Reinigung und Wartung der Geräte beinhalten.

Gutes essen, frische Luft, die Natur genießen und gemeinsam mit Freunden die Zeit verbringen – die Terrasse und der heimische Garten werden immer mehr zum Wohnbereich und bietet, ausgestattet mit loungigen Sesseln und Sofas, ein einzigartiges Flair. Aber auch Außenküchen kommen immer mehr in Trend und bieten neben dem Grillen die Möglichkeit zum Kochen und Aufwaschen. Mittlerweile hat sich auf dem Markt ein breit gefächertes Sortiment aufgetan, sodass die Einrichtung einer Außenküche nicht unbedingt Unsummen kosten muss. Hier finden Sie hilfreiche Tipps, auf was es bei der Grundausstattung einer Outdoorküche ankommt, welche Dinge unverzichtbar sind und welche Außenküchen in welchen Preisklassen liegen. Ob Garten-, Außen- oder Outdoorküche – eine Küche für den Außenbereich kann ganz unterschiedliche Namen tragen und breitet sich immer weiter aus und bietet neben dem herkömmlichen Grillen die Möglichkeit ganze Fünf-Gänge-Menüs unter freiem Himmel zuzubereiten.

Ratgeber Aussenküchen (Outdoor Kitchen)- Lounge
Ratgeber Aussenküchen (Outdoor Kitchen)- Lounge Gordon Swanson/shutterstock.com
Ratgeber Aussenküchen (Outdoor Kitchen) - Garten
Ratgeber Aussenküchen (Outdoor Kitchen) – Garten Photo Contributor/shutterstock.com
Ratgeber Aussenküchen (Outdoor Kitchen) Überdachung
Ratgeber Aussenküchen (Outdoor Kitchen) Überdachung imging/shutterstock.com
Ratgeber Aussenküchen (Outdoor Kitchen) - Beleuchtung
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Ratgeber Aussenküchen (Outdoor Kitchen) - Terrasse
Ratgeber Aussenküchen (Outdoor Kitchen) – Terrasse Ozgur Coskun/shutterstock.com
Ratgeber Aussenküchen (Outdoor Kitchen) - Anbau
Ratgeber Aussenküchen (Outdoor Kitchen) – Anbau sirtravelalot/shutterstock.com

Außenküchen für Einsteiger – darauf kommt es an!

Die Bandbreite in Gestaltung und Kostenfaktor ist groß, wenn es um Außenküchen geht und fängt beim einfachen Holzkohlegrill kombiniert mit einem Servierwagen an und reicht bis hin zu kompletten Küchenzeilen. Welche Ausstattung sich für wen lohnt, hängt natürlich immer etwas vom Platz, dem Budget und nicht zuletzt der Nutzungsintensität ab. Einsteiger-Versionen mit einem vergleichsweise geringen Kostenaufwand bestehen zumeist aus einer Arbeitsfläche mit Spülbecken und Kochplatz. Gute Marken-Holzkohle-Grills bekommt man in Baumärkten schon ab etwa 80 Euro. Die Arbeitsfläche kann man beispielsweise mit einem Outdoor-Servierwagen für rund 100 Euro erwerben. Ergänzen kann man das Ganze mit einer Gaskochplatte, welche es mit Kartusche in einigen gut sortierten Online-Versandhäusern schon für weniger als 30 Euro gibt. Etwas teurer wird dann die Anschaffung eines Outdoor-Spülschranks, welche selbst im niedrigen Preissegment um die 350 Euro kosten. Man sieht – ganz so günstig ist eine Außenküche nicht, den selbst bei der Low-Budget-Version ist man schnell bei ungefähr 550 Euro.

Die wichtigsten Utensilien für eine Außenküche

Natürlich sollte man auf keines der Basiselemente wie Kochplatte, Grill, Spülbecken und Arbeitsfläche verzichten, da man ansonsten auch gleich beim herkömmlichen Grillen bleiben und die restlichen Beilagen wie gewohnt in der Küche zubereiten kann. Ein riesen Equipment an Geschirr und den dafür benötigten Stauraum benötigt man jedoch nicht unbedingt. Es reicht durchaus aus, wenn der Spülenschrank genügend Platz für ein bis zwei Töpfe und andere Standard-Kochuntensilien bietet, während man Geschirr und Besteck bei Bedarf aus der Küche holt. Weniger sparsam sollte man jedoch sein, wenn es um die Wahl vom Material der Möbel und Geräte geht und sollte auf robuste Harthölzer, Edelstahl, Mauerwerg und Granit langfristig gesehen nicht verzichten.

Die preisbewusste Außenküche für ambitionierte Hobbyköche

Wer im Kochen und der Natur eine wahre Leidenschaft sieht, der sollte bei der Anschaffung einer preisbewussten Draußen-Küche schon etwas tiefer in die Tasche greifen, um ein gutes Mittelmaß zwischen Preis-Leistung zu finden. Eine Kochplatte mit Gasgrill und zwei Brennern, einer Ablagefläche und ein Unterschrank bekommt man im Versandhandel oder Baumarkt bereits ab circa 400 Euro. Je nach Bedarf und Ambition kann man dieses Herz der Außenküche um weitere outdoor-geeignete Möbel ergänzen. Ein Beton-Waschbecken mit Unterschrank aus massivem Lärchenholz bekommt man von der Firma Manufactum bereits ab 630 Euro, während ein Regalmodul mit integrierter Arbeitsfläche mit etwa 330 Euro zu Buche schlägt. Mit diesen Komponenten erhält man eine voll ausgestattete Outdoorküche in der mittleren Preisklasse bereits ab 1500 Euro.

Die Kosten einer Luxus-Außenküche

Wer sich im höher- bis hochwertigen Bereich eine Außenküche zulegen will, kann diese natürlich auch selbst zusammenstellen und beispielsweise auf Koch- und Servierelementen skandinavischer Hersteller wie Röshult, Outstanding oder der holländischen Firma Napoleon zurückgreifen. Die Gesamtkosten können hier jedoch sehr schnell in den fünfstelligen Preisbereich abdriften. Es gibt jedoch auch hochwertige und vor allem fertig zusammengestellte Gartenküchen, welche im höherpreisigen Segment und der Komplettversion bei ungefähr 5000 Euro anfangen.

Der perfekte Standort für eine Außenküche.

Einmal von der Nutzungsintensität und dem Wetter abgesehen – eine nicht benutzte Sommerküche wird immer mit einer Wetterhaube abgedeckt! Außerdem sollte man bei der Wahl des Standorts immer einen geschützten Standort wählen, beispielsweise einem vorstehenden Dach oder einer Pergola. Alternativ kann man jedoch auch auf eine mobile Kochstation mit Rädern zurückgreifen, welche zwischen ihren Einsätzen in einem Geräteschuppen oder anderen Unterstand zwischengelagert werden kann.

Die technischen Voraussetzungen für eine Außenküche

Grill- und Kochstationen werden in der Regel immer mit mobilen Energielieferanten wie Kohle oder Gasflaschen gespeist, da man so nicht an etwaige Stromanschlüsse gebunden ist. Praktischer Vorteil ist, dass für viele Gourmets das Kochen auf Gas ohnehin das Größte ist! Aber auch für den Wasseranschluss muss es kein kompliziertes und fest installiertes System sein, denn ein Gartenschlauch lässt sich meist problemlos an ein Spülbecken anschließen. Dieses sollte dann jedoch nur als Brauch- und nicht als Trinkwasser verwendet werden!

Trinkwasserversorgung 

Ein Gartenschlauch ist nicht für den Transport von Trinkwasser ausgelegt und kann unter Umständen gesundheitsschädliche Stoffe in sich tragen, welche aus dem Material des Schlauchs gelöst werden und so in das Trinkwasser gelangen. Es besteht außerdem die Gefahr, dass das Wasser übermäßig mit Keimen belastet wird, vor allem wenn das Wasser länger im Schlauch steht und sich erwärmt! Gefährliche Bakterien wie Legionellen können sich bereits ab einer Wassertemperatur von 30 Grad im Wasser vermehren.

Natürlich kann man eine Versorgung mit Trinkwasser herstellen, was jedoch mit einem gewissen Mehraufwand verbunden ist. Hierbei ist darauf zu achten, dass die für die Wasserleitung verwendeten Produkte trinkwasserhygienisch geeignet sind. Greift man auf Schlauchleitungen zurück, müssen diese besonderen Leitlinien, festgesetzt vom Umweltbundesamt, beziehungsweise des DVGW, entsprechen. Handelt es sich bei der Außenküche um ein fest installiertes System, kann man jedoch auch speziell dafür ausgelegte Trinkwasserrohre verwenden.

Bedenklich ist dies aber dennoch, da durch die eher geringe Nutzung von Küchenspülen im Außenbereich oft nur geringe Wassermengen verbraucht werden und ein hygienisch sicherer Betrieb solcher Trinkwassersysteme nicht gewährleistet ist. Allgemein sollte sich Wasser in einer Leitung nicht auf über 25 Grad erwärmen oder zu lange stehen, um das Verkeimungsrisiko zu minimieren. Selbst bei Trinkwassersystemen in Gebäuden sollten die Trinkwasserleitungen nicht stehen, um den vollständigen Wasseraustausch nach drei bis sieben Tagen zu ermöglichen. Bei Leitungen im Außenbereich, die noch dazu kaum isoliert und meist der Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind, sollten die Abstände noch deutlich kürzer sein!

Trinkwassersystem im Außenbereich

Bedenklich ist ein Trinkwassersystem im Außenbereich jedoch auch wegen der Kälte im Winter, da dieses für den Schutz vor Frost außer Betrieb genommen, entleert und getrocknet werden müsste. Außerdem müsste die Rohrleitung im Winter so gelagert werden, dass diese nicht verschmutzt. Nach einer Wiederinbetriebnahme muss die Leitung jedoch trotzdem ausreichend gespült werden. Dieser Aufwand wäre für ein paar Gartenpartys im Jahr einfach viel zu groß, sodass ein einfaches Brauchwassersystem, hergestellt mit einem Gartenschlauch, die wohl einfachere Alternative ist. Das benötigte Trinkwasser kann hingegen schnell und unkompliziert mit einem Kanister aus dem Haus geholt werden!

Häufige Leserfragen zum Thema “Außenküche”

Frage 1: Was sind die Vorteile von Außenküchen?

Es gibt zahlreiche Vorteile bei der Installation einer Außenküche.

Erweiterung des Wohnraums: Eine Außenküche kann effektiv den nutzbaren Wohnraum eines Hauses erweitern. Sie bietet einen zusätzlichen Ort zum Kochen, Essen und Entspannen, insbesondere während der wärmeren Monate.

Unterhaltung: Außenküchen sind ideal für Unterhaltung. Sie bieten einen zentralen Treffpunkt für Gartenpartys oder Familienzusammenkünfte.

Wertsteigerung: Eine gut gebaute Außenküche kann den Wiederverkaufswert eines Hauses erhöhen. Sie ist oft ein attraktives Feature für potenzielle Käufer.

Kochgerüche: Kochen im Freien hilft, dass Gerüche, die normalerweise in Ihrem Haus verbleiben würden, draußen bleiben.

Frage 2: Wie viel kostet eine Außenküche?

Die Kosten für eine Außenküche können stark variieren, abhängig von Faktoren wie den verwendeten Materialien, der Größe der Küche und den gewählten Geräten. Eine einfache Außenküche mit einem Grill und einer Arbeitsfläche kann einige tausend Euro kosten. Eine größere, voll ausgestattete Außenküche mit hochwertigen Geräten, maßgefertigten Schränken, Beleuchtung und anderen Annehmlichkeiten kann jedoch zehntausende Euro kosten.

Frage 3: Was sollte man bei der Planung einer Außenküche beachten?

Es gibt mehrere wichtige Punkte, die bei der Planung einer Außenküche zu berücksichtigen sind:

Lage: Die Küche sollte an einem praktischen Ort in Bezug auf Ihr Haus platziert werden. Zugang zur Innenseite der Küche und Sichtlinien zum Rest des Hinterhofs sind ebenfalls zu beachten.

Layout und Größe: Die Küche sollte genug Platz haben für die Zubereitung und das Kochen von Lebensmitteln, aber auch nicht zu groß sein, dass sie den Rest des Outdoor-Bereichs dominiert.

Wetterbedingungen: Sie müssen die lokalen Wetterbedingungen berücksichtigen. Überdachungen, Sonnenschutz oder Windschutz könnten notwendig sein, abhängig vom Klima in Ihrer Region.

Versorgungseinrichtungen: Der Zugang zu Gas, Wasser und Strom ist ein Muss. Sie müssen sicherstellen, dass Sie die entsprechenden Versorgungsleitungen zu Ihrem gewählten Standort führen können.

Budget: Schließlich müssen Sie entscheiden, wie viel Sie ausgeben möchten und entsprechend planen.

Frage 4: Wie pflegt man eine Außenküche?

Außenküchen erfordern regelmäßige Pflege und Wartung, um in einem guten Zustand zu bleiben. Dies kann das Reinigen von Grillrosten und anderen Kochgeräten, das Abwischen von Arbeitsflächen und das regelmäßige Überprüfen der Geräte auf Funktionalität umfassen. Im Winter sollten wasserempfindliche Bereiche abgedeckt oder winterfest gemacht werden, um Frostschäden zu vermeiden. Es ist auch wichtig, regelmäßig die Struktur und Versiegelung der Außenküche zu überprüfen, um Schäden durch Witterungseinflüsse zu verhindern.

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