StartGarten RatgeberKräutergarten - Pflegen und Gestalten

Kräutergarten – Pflegen und Gestalten

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Kräutergarten – Pflegen und Gestalten

Frische Kräuter über das Jahr verteilt zu verwenden ist praktikabel. Besonders im Frühjahr und im Sommer gedeihen Kräuter wie Thymian, Schnittlauch oder Petersilie zum einen im Garten, aber auch auf dem Balkon. Viele Kräuter können ebenfalls im Winter auf der Fensterbank gehalten werden. Im Garten selbst benötigen die leckeren Küchen- und Heilkräuter nur ein kleines Plätzchen. Der Aufwand der Pflege ist gering und lässt sich einfach bewerkstelligen.

Kräutergärten – kreative Verschiedenheit

Kräutergarten in der Küche
Kräutergarten in der Küche

Der sogenannte Apothekergarten wird in Form von Kreisen oder Rechtecken aufgebaut. Die einzelnen Formen werden durch schmale Gänge miteinander verbunden. Die separaten Wege führen alle in die Mitte des Beets und durchkreuzen sich dort. Zur Vollendung kann der Kräutergarten eingefasst werden mit Buchsbaum. Für die Rahmung könnte auch Schnittlauch verwendet werden.

Eine zwanglose Gruppierung der unterschiedlichen Kräuter findet sich bei den Naturgärten. Die schmalen Wege werden in Wellenform durch das Beet geführt. Die Wege werden mit Kies oder Rindenmulch ausgelegt und laden zur Wanderung ein. Eine Einrahmung könnte mit regionalem Naturmaterial geschehen. In Verwendung kommen teils Findlinge, Klinker, Dachziegel oder anderes Material.

Sowohl die reinen Kräutergärten als auch die Heilkräutergärten sind beliebt. Für viel Abwechslung in der Küche sorgen Beete mit den unterschiedlichsten Kräutersorten. Zu bedenken ist die Nähe zum Zubereitungsort. Der Garten sollte in der Nähe eingerichtet sein, um kurze Wege zu garantieren. Bevorzugter Ort ist die Terrasse zum Anlegen des Gartens, so werden die zu laufenden Wege kurz gehalten. Tontöpfe, Holztöpfe oder Weidenkörbe sind für reine Küchenkräuter sinnvoll, diese werden dann auf den Balkon oder auf die Veranda gestellt.

Neben den bereits genannten Möglichkeiten, ist die Anlegung eine Hochbeets sehr beliebt. Alternativ hierzu gibt es auch noch Kräuterspiralen oder Kräuterräder. Bei einem Kräuterrad werden die verschiedenen Kräuter zwischen die Speichen eines Holzrades gepflanzt.

Kräutergarten – Pflegetipps

Kräutergarten Pflege
Kräutergarten Pflege

Das Zurückschneiden von den mediterranen Kräutern Lavendel, Thymian oder Salbei erfolgt bestenfalls im Frühjahr. Der Salbei wird bis auf wenige Zentimeter zurückgeschnitten. Thymian und Lavendel hingegen wird nur bis zu ? Drittel der Pflanzenlänge verkürzt.

Dünger

die Mehrheit der Kräuter benötigt keinerlei zusätzliche Düngung. Sie gehören zu den Pflanzen, die mit den vorhandenen Nährstoffen aus dem Boden zurechtkommen. Andere Gewächse wie der Basilikum und die Petersilie können alle 3 bis vier Wochen gedüngt werden. Dies liegt sicherlich auch daran, dass diese Kräuter in großen Mengen geerntet werden. Spezielle Düngemittel werden nicht benötigt. Die Verwendung von handelsüblichem Flüssigdünger ist vollkommen ausreichend.

Gießverhalten

Sämlinge und Jungpflanzen bedürfen einen dauerfeuchten Boden. Diese müssen die ersten Wochen regelmäßig gewässert werden. Bereits angewachsene Pflanzen sind da genügsamer, sie benötigen nur noch ca. alle 2 Tage zusätzliches Wasser, natürlich nur bei Trockenheit. Andernfalls kommen diese auch mit dem Regenwasser aus.

Schädlingsbefall

Aufgrund der hohen Konzentration an ätherischen Ölen kommt ein Schädlingsbefall fast gar nicht vor. Sollten sich doch einmal Läuse oder Mehltau ausbreiten, wird eine chemische Bekämpfung kaum befürwortet. Besser ist die Kräuter bei Lausbefall ordentlich mit Wasser abspülen, dies muss so lange wiederholt werden, bis die Läuse verschwunden sind. Gerade bei Thymian und Salbei kann es bei einer Überdüngung zu Mehltau kommen. Dem kann begegnet werden mit dem Zurückschneiden der Pflanze.

Vermehrung

Bei ein- bis zweijährigen Kräutern kann idealerweise ein Samenband oder Saatvlies verwendet werden, brauchbar sind auch lose Samen, die in die Erde gedrückt werden. Petersilie, Basilikum und Dill werden auf diese Art ausgesät. Mehrjährige krautig wachsende Kräuter, zu denen die Minze, die Zitronenmelisse oder der Majoran gehört, können im Frühling geteilt werden. Bei den verholzten Sorten, zu denen der Thymian, der Salbei und der Rosmarin zählen, werden Stecklinge im Frühjahr neu gesetzt.

Anleitung für den Aufbau eines Kräutergartens

  1. Standort und Ansprüche der Pflanzen
Gartenkräuter in Töpfen
Gartenkräuter in Töpfen

Bei der Verwendung von mediterranen Gewächsen und den heimischen Salatkräutern ist darauf zu achten, dass diese Kräuter unterschiedliche Bedingungen benötigen. Die zum Mittelmeerraum gehörenden Pflanzen wie der Majoran, Thymian, der Salbei und der Rosmarin wachsen besonders erfolgreich auf durchlässigem Boden. Dabei mögen sie Sonne und windgeschützte Ecken. Die Salatkräuter verlangen zum Gedeihen eher frischen, feuchten und nährstoffreichen Boden. Die beiden Arten sollten daher nicht gemeinsam in einem Topf stehen oder im Garten direkt nebeneinander angepflanzt werden.

Ein Ausnahmefall bildet der Basilikum. Er benötigt viel Wärme und darf gleichzeitig nicht direkt in der Sonne stehen. Die Erde sollte immer leicht feucht bleiben, wobei der Basilikum kalten Regen nicht verträgt. Dieses Küchenkraut, welches Sie für viele kreative Rezepte verwenden können, sollte daher eher alleine im Topf gehalten werden oder unter einem Vordach gepflanzt werden.

  1. Kräuter züchten

Bei den Kräutern werden kurzlebige und langlebige Pflanzen unterschieden. Allen Kräutern gemeinsam ist, dass sie idealerweise in kleinen Pflanztöpfen vorgepflanzt und später ausgesetzt werden. Die einjährigen und die mehrjährigen Kräuter können über Samen vorgezogen werden. Bei den beständigen Gewächsen gibt es noch die Möglichkeit diese in kleinen Töpfen zu kaufen oder aus bestehenden Pflanzen Stecklinge zu entnehmen. Hierfür werden 5-10 cm lange Triebe der Kräuter abgeschnitten und eingepflanzt. Einige Gewächse wie die Melisse können gut geteilt werden. Basilikum und Petersilie werden jährlich erneuert, damit erhalten sie immer schöne Pflanzen. Stauden-Pflanzen werden nur alle paar Jahre ausgetauscht. Zu ihnen gehören der Thymian, der Rosmarin oder die Melisse.

  1. Den Kräutergarten vorbereiten

Damit die Kräuter gedeihen können benötigen sie den richtigen Boden. Schwerer Lehmboden sollte mit Sand und Kompost verfeinert werden. Damit wird die Erde etwas durchlässiger und die Kräuter behalten trockene Stiele. Für die mediterranen Kräuterpflanzen kann der Boden noch sandiger ausfallen. Sie lieben durchlässige und nährstoffarme Erde. Kalk müsste zuvor gestreut werden, wenn der pH-Wert niedriger als 6,5 beträgt. Das Unkraut muss vor der Pflanzung sowie immer wiederkehrend gut entfernt werden.

  1. Ernte

Die Pflanzen profitieren von einem ständigen Schnitt, daher können sie laufend geerntet werden. Ein regelmäßiger Schnitt der Gewächse fördert die Kompaktheit, gerade aus Lavendel und Rosmarin entstehen so breite Stauden. Die Ernte erfolgt idealerweise an sonnigen Tagen sowie möglichst am Vormittag. Ihre Aromen bewahren sie somit am besten. Die Aufbewahrung der Kräuter sollte getrennt erfolgen, damit keiner vom anderen das Aroma aufnimmt. Einige Kräuter, so etwa die Minze, kann im Wasserglas im Haus ein paar Tage frisch gehalten werden. Andere Kräuter wiederum sollten nur direkt nach dem Schnitt verwendet werden.

  1. Haltbarkeit von Kräutern

Die Erträge der Ernte lassen sich einfach haltbar machen. Es gibt mehrere Möglichkeiten die Kräuter auch zu einem späteren Zeitpunkt zu verwenden.

Zum Trocknen wird ein trockener, luftiger und warmer Ort benötigt. Die Kräuter können bündelweise mit dem Kopf voran aufgehängt werden. Hierfür bietet sich ein Kleiderbügel an. Sobald die Blätter leicht rascheln, werden sie vorsichtig abgestreift. Die Lagerung erfolgt dann in dunklen Gläsern. Das Trocknen einzelner Blätter kann im Backofen erfolgen oder die Blätter werden auf ein Drahtgeflecht gelegt.

Zum Einfrieren werden die Kräuter klein geschnitten. Anschließend können sie in Eiswürfelbehälter mit etwas Wasser gefüllt werden. Die entstandenen Würfel werden dann einzeln in Alufolie eingefroren und bei Bedarf entnommen werden.

Besonders Thymian, Rosmarin und Basilikum sind für das Einlegen in Öl geeignet. Hierfür werden die Kräuter einen Tag getrocknet, am Folgetag mit Salz, Pfeffer und je nach Geschmack ein wenig Knoblauch in Flaschen gesteckt. Anschließend noch mit Olivenöl auffüllen, nun kann das schmackhafte Öl bei Bedarf verwendet werden.

Die Pflanzenauswahl im neu angelegten Kräutergarten

Pflanzenauswahl für den Kräutergarten
Pflanzenauswahl für den Kräutergarten

Bei der Wahl des Platzes muss darauf geachtet werden, welchen Standort die jeweiligen Kräuter bevorzugen. Den rein schattigen Platz mögen nur wenige Pflanzen. Hierzu gehören der Bärlauch oder der Waldmeister. Alle anderen Gewächse mögen Halbschatten oder die pralle Sonne.

Den Halbschatten geben Gewächse den Vorzug, die große, weiche und dünne Blätter besitzen. Diese Pflanzen haben einen besonders hohen Bedarf an Wasser, welchen sie kaum in der Sonne abdecken könnten. Zu den Halbschattenpflanzen gehören die Melissenarten, insbesondere die Zitronenmelisse und die Wiesenkräuter.

Andere Arten bevorzugen die pralle Sonne. Dies sind vorzugsweise die mediterranen Kräuter. Salbei, Thymian, Rosmarin oder Lavendel gedeihen wunderbar in der Sonne. Diese Pflanzen sind für eine starke Sonneneinstrahlung mit ihren kleinen, dicken oder behaarten Blättern gut gerüstet.

Heilkräutergarten – eine Wohltat für Körper und Seele

Heilkräuter für den Kräutergarten
Heilkräuter für den Kräutergarten

Unterschiedliche Heilkräuter werden mit ihren ätherischen Ölen gerne als bewährte Hausmittel verwendet. Die Kamille gegen Entzündungen, der Salbei gegen Husten und die Ringelblume bei leichten Verletzungen. Die Kräuter werden gerne als Badezusatz genommen, besonders der Lavendel, der eine beruhigende und harmonisierende Wirkung hat. Auch die Einnahme als Tee ist üblich, bei Erkältungskrankheiten einen Salbei- oder einen Kamillentee. Beide Möglichkeiten nehmen sich zu nutzen, dass Heilkräuter im heißen Wasser ihre ätherischen Öle besonders gut abgeben. Häufig werden Heilkräuter auch in Cremes und Ölen verwendet. Eine Ringelblumensalbe ist sehr gut geeignet bei Verletzungen oder Lavendelöl bei Insektenstichen.

Balkongärtner

Die Anpflanzung auf Balkonen führt zu einer umfangreichen und kreativen Kochkunst. Natürlich ist der vorhandene Platz anders und es müssen andere Möglichkeiten ausgeschöpft werden. Bei wenig Raum bietet sich an, Pflanzkübel aufzuhängen. Genutzt wird dabei der Luftraum, somit kann auf kleinen und großen Balkonen ein schmackhafter und ansehnlicher Kräutergarten entstehen. Zusätzlich kommt noch ein wenig mehr Pflege, denn die Kräuter müssen auf dem Balkon regelmäßig gegossen werden.

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Jan Oliver Fricke
Jan Oliver Frickehttps://www.ratgeber-haus-garten.com
Als Herausgeber des Online Magazine Haus & Garten ist es mir eine Freude, die Leser über Interessante Themen zu informieren und meine Erfahrungen zu teilen.

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