Balkonanbau

Balkonanbau
Balkonanbau © elxeneize - Fotolia.com

Balkonanbau

 

Nachträglicher Balkonanbau

Wer keinen Balkon hat, kann Abhilfe schaffen – unter Umständen sogar als Mieter einer Wohnung.

 

Mit einem Balkon steigt die Lebensqualität. Ein entspanntes Sonnenbad oder der Anblick einer gehegten und gepflegten Pflanzenpracht – die Vorstellung ist nicht unrealistisch. Fast an jedem Gebäude kann ein Balkon nachträglich installiert werden.

 

Die richtige Beratung

 

Es empfiehlt sich natürlich, sich zunächst von einem Fachmann, zum Beispiel einem Architekten, beraten zu lassen. Dieser schlägt ein passendes Modell vor, berät zu Material und Design und koordiniert die notwendigen Genehmigungen und Bauschritte. Kostengünstiger geht es übrigens mit Bauunternehmen. Sie bieten standardisierte Lösungen an mit einem gewissen Spielraum für individuelle Wünsche.

 

Die unterschiedlichen Anbautypen

 

Die einfachste und schnellste Variante des Anbaus ist der selbst tragende Balkon. Dieser ist unabhängig von der Statik des Gebäudes. Das Gewicht des Balkons wird von Stützen vor dem Haus getragen. So sind nur wenige Verankerungen mit der Fassade nötig.

Wen die Stützen aus ästhetischen stören, der kann sich für einen Balkon ohne Stützen entscheiden. Auch wenn der Balkon über einer Einfahrt hängen soll, wären Stützen hier im Weg. Voraussetzung ist aber ein stabiles und intaktes Mauerwerk, denn dieses nimmt das Gewicht des Balkons auf.

Die aufwendigste Form und auch nicht überall geeignet ist der Balkon mit komplett unsichtbaren Balken. Dafür müssen diese in einer Geschossdecke verankert werden. Eine massive Betondecke oder vergleichbar stabiles Material ist hier zwingende Voraussetzung.

 

Die Kostenfrage

 

Für die unterschiedlichen Typen des Balkonanbaus fallen auch ganz unterschiedlich hohe Kosten an. Zur Kalkulation erforderlich sind Anzahl und Größe der einzelnen Balkone, Material und Montagekosten je nach Konstruktionsweise. Nicht vergessen werden dürfen eventuell notwendige Zuarbeiten wie der Einbau einer Balkontür oder Überdachung. Nicht zuletzt fallen Ausgaben für den Architekten bzw. die Handwerker an. Mit einem Betrag im vierstelligen Bereich sollte in jedem Fall gerechnet werden.

Je nach Balkontyp können geschickte Heimwerker den Anbau auch selbst übernehmen. Es gibt Firmen, die alle notwendigen Materialien in einem Bausatz anbieten, einschließlich der Unterlagen für die Baugenehmigung. Diese muss in jedem Fall vor Baubeginn beantragt werden. Der Anbau selbst ist nach einigen Stunden bis innerhalb weniger Tage ausführbar.

 

Die Chance für Mieter

 

Wer auch als Mieter über einen Balkonanbau nachdenkt, muss selbstverständlich vorher das Einverständnis der Vermieters einholen. Entgegenkommend kann dabei sein, eine Beteiligung an den Kosten oder eine entsprechende Mieterhöhung vorzuschlagen. Unterstützung gibt es vielleicht auch von der Hausgemeinschaft, denn auch der Nachbar hat bestimmt nichts gegen einen Balkon.

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