Trockenheit im Garten Diese 12 Bodendecker brauchen kaum Wasser – und sehen trotzdem fantastisch aus
Trockenheit im Garten Diese 12 Bodendecker brauchen kaum Wasser – und sehen trotzdem fantastisch aus

Trockenheit im Garten? Diese 12 Bodendecker brauchen kaum Wasser – und sehen trotzdem fantastisch aus

Wenn der Gartenschlauch zur Dauerbeschäftigung wird

Drei Wochen kein Regen, der Boden reißt auf, die Stauden lassen die Köpfe hängen – und im Beet zwischen den Rosen breiten sich kahle, staubtrockene Stellen aus. Wer in den letzten Sommern abends mit der Gießkanne durch den Garten gewandert ist, kennt das Gefühl: Egal wie viel Wasser man verteilt, der Boden schluckt es wie ein Schwamm und am nächsten Morgen sieht alles wieder aus wie vorher. Dazu kommen Wasserrechnungen, die in vielen Kommunen spürbar steigen, und Gartenbesitzer, die sich fragen, ob das ewig so weitergehen soll.

Die ehrliche Antwort lautet: Nein, muss es nicht. Wer seinen Garten neu denkt und auf trockenheitsverträgliche Bodendecker setzt, gewinnt gleich dreifach. Diese genügsamen Pflanzen schließen den Boden flächig, halten Unkraut in Schach und kommen wochenlang ohne zusätzliche Bewässerung aus. Statt täglich zu gießen, schauen Sie zu, wie ein lebendiger, blühender Teppich Ihren Garten erobert – und der Wasserzähler fast stillsteht.

trockenheitsverträgliche Bodendecker
trockenheitsverträgliche Bodendecker

Was trockenheitsverträgliche Bodendecker wirklich auszeichnet

Bodendecker sind im Grunde Pflanzen, die niedrig wachsen und sich flächig ausbreiten. Trockenheitsverträglich werden sie aber erst durch ganz bestimmte Anpassungen, die in der Evolution oft in Steppen, Mittelmeerregionen oder auf kargen Felsenstandorten entstanden sind. Drei Merkmale sind dabei entscheidend.

Erstens: ein tiefes oder weit verzweigtes Wurzelwerk, das Wasser auch aus tieferen Bodenschichten erschließt. Zweitens: spezielle Blattstrukturen wie silbrige Behaarung, eine dicke Wachsschicht oder sukkulente, fleischige Speicherorgane, die Wasser einlagern und gleichzeitig die Verdunstung minimieren. Drittens: ein langsamer, kompakter Wuchs, der wenig Energie verbraucht und keine üppige Biomasse produzieren muss.

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Genau hier liegt der doppelte Nutzen für Ihren Garten: Bodendecker beschatten die Erdoberfläche, halten sie kühl und reduzieren die Verdunstung um bis zu 70 Prozent. Sie sind damit nicht nur selbst genügsam, sondern verbessern auch das Mikroklima für Nachbarpflanzen.

Warum klassische Bodendecker im neuen Klima an ihre Grenzen kommen

Efeu, Waldsteinie, Immergrün oder feuchtigkeitsliebende Storchschnabel-Sorten waren jahrzehntelang die Standardlösung für deutsche Gärten. In einem Klima mit regelmäßigen Sommerregen funktionierten sie zuverlässig. Doch die Realität hat sich verändert: Lange Trockenperioden, Temperaturen über 35 Grad und ausbleibende Niederschläge im Juli und August setzen genau diesen Pflanzen massiv zu. Verkahlte Mittelpartien, braune Blattränder und absterbende Triebe sind die typischen Anzeichen für chronischen Trockenstress.

Wer jetzt umdenkt, spart sich teure Nachpflanzungen in fünf Jahren – und tut nebenbei etwas für die Insektenwelt, denn viele trockenheitsverträgliche Arten sind hervorragende Nektarspender.

Die besten Bodendecker für trockene Standorte
Die besten Bodendecker für trockene Standorte

Die besten Bodendecker für trockene Standorte

Sedum und Mauerpfeffer – die unverwüstlichen Sukkulenten

Die Fetthenne (Sedum) ist die Königin der Trockenkünstler. Ob bodendeckende Sorten wie Sedum spurium oder der niedrige Mauerpfeffer (Sedum acre) – beide speichern Wasser in fleischigen Blättern und überstehen selbst wochenlange Dürren. Sie blühen zwischen Juni und September gelb, rosa oder weiß und sind ein Magnet für Bienen.

Thymian und Sand-Thymian – Duft, Blüte und Würze

Der Sand-Thymian (Thymus serpyllum) bildet dichte, duftende Polster von nur fünf bis zehn Zentimetern Höhe und blüht von Juni bis August intensiv rosa. Er verträgt sogar gelegentliches Betreten – ideal für Trittsteinwege und sonnige Hänge.

Steinkraut und Polster-Phlox – Blütenteppiche im Frühjahr

Steinkraut (Alyssum) überzieht magere Böden mit leuchtend gelben Blütenkissen, während der Polster-Phlox (Phlox subulata) im April und Mai sonnige Hänge in ein Meer aus Rosa, Weiß oder Lavendel verwandelt. Beide brauchen kaum Pflege und kommen mit kargen Substraten bestens zurecht.

Heiligenkraut und Wollziest – das silbrige Duo

Santolina chamaecyparissus und Stachys byzantina sind die mediterranen Eleganzen unter den Bodendeckern. Ihre silbergrauen Blätter reflektieren Sonnenlicht, was sie noch hitzeresistenter macht. Wollziest mit seinen samtig-weichen Blättern ist zudem ein haptisches Erlebnis im Garten.

Katzenminze und Blauschwingel – Struktur und Bewegung

Niedrig wachsende Katzenminze (Nepeta racemosa) blüht von Mai bis September unermüdlich in zartem Blauviolett und zieht Hummeln scharenweise an. Der Blauschwingel (Festuca glauca) bringt mit seinen stahlblauen Horsten Struktur ins Bild und braucht praktisch keine Pflege.

Geranium macrorrhizum und Sempervivum – die Spezialisten

Der Balkan-Storchschnabel ist die seltene Ausnahme: trockenheitsverträglich und schattenverträglich zugleich – perfekt für problematische Zonen unter Bäumen. Die Hauswurz (Sempervivum) wiederum gedeiht selbst dort, wo nichts anderes mehr wächst: in Mauerritzen, auf Dächern, in reinem Schotter.

Standort entscheidet alles – die richtige Pflanze für den richtigen Platz

Sonniger Südhang mit sandigem Boden? Sedum, Thymian, Heiligenkraut und Katzenminze sind hier in ihrem Element. Magerer Steingarten mit Schotter und Splitt? Mauerpfeffer, Hauswurz und Blauschwingel fühlen sich pudelwohl. Trockener Schatten unter Bäumen? Der Balkan-Storchschnabel ist die fast einzige Lösung, ergänzt durch Efeu-Trockensorten. Lehmiger Boden mit gelegentlicher Sommertrockenheit? Hier punkten Polster-Phlox, Steinkraut und Wollziest – wichtig ist nur, dass der Boden vorher mit Sand abgemagert wird.

Pflanzung und Anwachsphase – die ersten Wochen sind entscheidend
Pflanzung und Anwachsphase – die ersten Wochen sind entscheidend

Pflanzung und Anwachsphase – die ersten Wochen sind entscheidend

Auch trockenheitsverträgliche Pflanzen sind in den ersten Wochen auf regelmäßige Wassergaben angewiesen, bis sie ihr Wurzelwerk ausgebildet haben. Die optimalen Pflanzzeiten sind der Frühherbst (September bis Mitte Oktober) und das Frühjahr (April bis Mai). Lockern Sie den Boden 20 bis 30 Zentimeter tief, mischen Sie bei schweren Böden grobkörnigen Sand oder feinen Splitt unter und setzen Sie die Pflanzen entsprechend ihrer späteren Ausbreitung – meist sechs bis zehn Stück pro Quadratmeter. In den ersten sechs bis acht Wochen sollten Sie zweimal pro Woche durchdringend wässern, danach nur noch in extremen Trockenperioden.

Pflege auf das Nötigste reduziert

Hier gilt mehr denn je: weniger ist mehr. Düngung ist bei trockenheitsverträglichen Pflanzen kontraproduktiv – sie fördert weiches, anfälliges Gewebe und reduziert die Hitzetoleranz. Ein einmaliger Pflegeschnitt nach der Hauptblüte reicht für die meisten Arten aus. Nur in der Anwachsphase sollten Sie Unkraut konsequent jäten, später schließt der Bodendecker die Fläche von selbst. Der häufigste Fehler ist übrigens zu gut gemeinte Bewässerung: Staunässe ist für diese Pflanzen tödlicher als jede Dürre.

Häufige Probleme – und wie Sie sie lösen

Der Bodendecker verkahlt in der Mitte: Meist ein Zeichen für zu enge Pflanzung oder Nährstoffüberschuss. Lichten Sie aus und verzichten Sie auf Dünger.

Die Fetthenne blüht nicht: Ursache ist fast immer zu viel Schatten oder zu nährstoffreicher Boden. Umpflanzen an einen vollsonnigen Standort hilft zuverlässig.

Schädlinge an mediterranen Arten: Wollläuse und Spinnmilben treten bei zu trockener Luft auf. Ein kräftiger Wasserstrahl auf die Pflanze genügt meist.

Frostschäden an silberlaubigen Sorten: Schneiden Sie braune Triebe erst im April zurück, nie im Herbst – die alten Triebe schützen das Herz der Pflanze.

Kombinieren statt Monokultur

Ein lebendiger Trockengarten entsteht erst durch die Kombination verschiedener Höhen, Texturen und Blühzeitpunkte. Für einen sonnigen Hang bietet sich folgendes Bild an: im Vordergrund flacher Sand-Thymian und Mauerpfeffer, dahinter Polster-Phlox und Steinkraut für die Frühjahrsblüte, im Hintergrund Katzenminze und Blauschwingel für Sommerstruktur. Für eine Steingartenfläche kombinieren Sie Hauswurz und Sedum in unterschiedlichen Sorten mit eingestreutem Heiligenkraut und Wollziest als silbrige Akzente. So entstehen Bilder, die von April bis Oktober Farbe zeigen.

Mehr als Wasser sparen – der ökologische Mehrwert

Trockenheitsverträgliche Bodendecker sind echte Multitalente: Sie versorgen Wildbienen, Schmetterlinge und Hummeln über Monate hinweg mit Nektar, schützen den Boden vor Erosion und Austrocknung und binden CO₂. Jeder Quadratmeter ersetzter Rasen oder Schottergarten ist ein Gewinn für die Artenvielfalt – und für Ihr Mikroklima vor der Haustür.

Fazit: Der entspannte Garten von morgen beginnt heute

Trockenheitsverträgliche Bodendecker sind keine Notlösung für faule Gärtner, sondern die intelligente Antwort auf ein verändertes Klima. Sie sparen Wasser, Zeit und Geld, fördern die Biodiversität und schenken Ihnen einen Garten, der auch im Hitzesommer lebendig bleibt. Der erste Schritt ist einfach: Suchen Sie sich eine kleine, problematische Fläche aus – einen sonnigen Hang, eine vertrocknete Beetecke – und bepflanzen Sie sie diesen Herbst mit drei oder vier der vorgestellten Arten. Im nächsten Sommer werden Sie sich fragen, warum Sie nicht schon viel früher umgestiegen sind.

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Bodendecker-Set für trockene Standorte

Ein vorkonfektioniertes Pflanzset spart Zeit und garantiert eine harmonische Auswahl. Die meisten Sets enthalten zwischen sechs und zwölf Jungpflanzen verschiedener trockenheitsverträglicher Arten, sodass Sie sofort eine vielfältige Fläche bepflanzen können. Achten Sie beim Kauf auf die Topfgröße – mindestens 9 cm Töpfe wachsen deutlich besser an als kleinere Stecklinge. Mein Tipp: Bestellen Sie im frühen Herbst oder Frühjahr, dann nutzen die Pflanzen die feuchte Jahreszeit zum Anwurzeln.

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Sedum-Mischung als Pflanzen-Sortiment

Eine Sedum-Mischung ist der einfachste Einstieg in den Trockengarten. Verschiedene Sorten wie Sedum spurium, Sedum acre und Sedum album bieten unterschiedliche Wuchshöhen, Blattfärbungen und Blütezeiten – von leuchtendem Gelb über zartes Rosa bis hin zu weißen Blütenständen. Diese Pflanzen sind nahezu unverwüstlich und ideal für Anfänger. Setzen Sie acht bis zehn Pflanzen pro Quadratmeter und decken Sie die Zwischenräume mit feinem Splitt ab.

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Mineralischer Pflanzsubstrat mit Sand und Splitt

Der richtige Boden ist die halbe Miete. Trockenheitsverträgliche Pflanzen benötigen ein durchlässiges, mineralisches Substrat mit hohem Sand- und Splittanteil. Fertige Sukkulenten- oder Steingartenerde spart das aufwendige Mischen und verhindert von Anfang an Staunässe – die häufigste Todesursache bei diesen Pflanzen. Bei lehmigen Gartenböden empfehle ich, das Pflanzloch großzügig mit diesem Substrat aufzufüllen, mindestens 30 cm tief.

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Splitt und Ziersplitt als Mulchmaterial

Mineralischer Mulch ist die optimale Ergänzung zum Trockenbeet. Eine zwei bis drei Zentimeter dicke Schicht aus Splitt unterdrückt Unkraut, reduziert die Verdunstung weiter und schützt die empfindlichen Wurzelhälse silberlaubiger Pflanzen vor Winternässe. Optisch entsteht zudem ein professioneller, mediterraner Eindruck. Wählen Sie eine Körnung zwischen 8 und 16 mm in einer zur Pflanzung passenden Farbe – heller Splitt reflektiert Wärme zusätzlich.

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Pflanzkelle und Handschaufel für präzises Setzen

Bei Bodendeckern werden viele kleine Pflanzlöcher gegraben – da macht ein gutes Werkzeug einen spürbaren Unterschied. Eine schmale, scharfkantige Pflanzkelle aus rostfreiem Edelstahl mit Holzgriff durchdringt auch verdichtete Böden mühelos und schont das Handgelenk. Modelle mit Tiefenmarkierung helfen, gleichmäßige Pflanztiefen einzuhalten. Investieren Sie ruhig in Qualität – ein gutes Stück hält Jahrzehnte.

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Tropfschlauch für die Anwachsphase

Auch trockenheitsverträgliche Pflanzen benötigen in den ersten sechs bis acht Wochen regelmäßige Wassergaben. Ein Perl- oder Tropfschlauch versorgt die Wurzeln punktgenau mit Wasser, ohne die Blätter zu benetzen – das spart bis zu 70 Prozent Wasser gegenüber dem Gießen mit der Kanne und verhindert Pilzkrankheiten. Nach der Anwachsphase können Sie den Schlauch einfach abbauen oder unter dem Mulch belassen für gelegentliche Notgaben in extremen Trockenperioden.

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Wurzelschutz- und Unkrautvlies

Gerade in der Anwachsphase, bevor sich die Bodendecker geschlossen haben, kämpfen Sie sonst monatelang gegen unerwünschte Beikräuter. Ein durchlässiges Unkrautvlies aus reißfestem Polypropylen verhindert das Aufkeimen, lässt Wasser und Luft aber ungehindert durch. Schneiden Sie einfach Kreuzschnitte für die Pflanzen ein und decken Sie das Vlies anschließend mit Splitt ab. So sparen Sie sich stundenlanges Jäten in der kritischen ersten Saison.

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Gartenschere für den Pflegeschnitt

Auch wenn trockenheitsverträgliche Bodendecker minimalen Pflegeaufwand erfordern, gehört ein jährlicher Rückschnitt nach der Blüte zum Pflegeprogramm. Eine hochwertige Bypass-Gartenschere mit gehärteter Klinge bewältigt verholzte Triebe von Thymian, Heiligenkraut oder Katzenminze sauber und schonend. Achten Sie auf eine ergonomische Griffform und eine Sicherheitsverriegelung. Reinigen Sie die Klinge nach jedem Einsatz – das verhindert die Übertragung von Pilzkrankheiten zwischen den Pflanzen.

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Häufige Leserfragen zu trockenheitsverträglichen Bodendeckern

Wie lange dauert es, bis Bodendecker eine Fläche komplett schließen?

Das hängt stark von der Art und der Pflanzdichte ab. Bei empfohlenen sechs bis zehn Pflanzen pro Quadratmeter schließen schnellwüchsige Arten wie Sedum spurium oder Katzenminze die Fläche meist innerhalb einer Saison. Langsamere Arten wie Heiligenkraut oder Hauswurz brauchen zwei bis drei Jahre. Mein Tipp: Mulchen Sie die offenen Stellen in der Anwachsphase mit feinem Splitt – das unterdrückt Unkraut und sieht von Anfang an aufgeräumt aus.

Kann ich trockenheitsverträgliche Bodendecker auch im Kübel pflanzen?

Ja, sogar besonders gut. Sedum, Hauswurz, Thymian und Blauschwingel gedeihen hervorragend in flachen Schalen oder breiten Töpfen, sofern eine gute Drainage gewährleistet ist. Verwenden Sie mineralisches Substrat mit hohem Sand- oder Splittanteil und vermeiden Sie Untersetzer mit stehendem Wasser – Staunässe ist die häufigste Todesursache bei diesen Pflanzen.

Sind trockenheitsverträgliche Bodendecker auch winterhart?

Die meisten in dieser Auswahl vorgestellten Arten sind in Deutschland zuverlässig winterhart bis minus 25 Grad. Empfindlicher sind allerdings einige mediterrane Arten wie Heiligenkraut oder Teppich-Verbene, die in rauen Lagen einen leichten Winterschutz aus Reisig oder Laub vertragen. Achten Sie vor allem darauf, dass der Boden im Winter nicht zu nass wird – Winternässe ist tödlicher als Kälte.

Welcher Bodendecker eignet sich für Flächen, die ab und zu betreten werden?

Sand-Thymian (Thymus serpyllum) ist hier die erste Wahl. Er verträgt gelegentliches Betreten, gibt dabei sogar einen feinen Duft ab und wächst wieder zu. Auch Polster-Phlox und niedrige Sedum-Sorten halten leichten Trittdruck aus. Für stark begangene Wege bleiben aber spezielle Rasenarten oder Trittsteine die bessere Lösung.

Muss ich trockenheitsverträgliche Bodendecker düngen?

Nein, in der Regel nicht – und das ist tatsächlich einer der häufigsten Pflegefehler. Stickstoffreiche Dünger fördern weiches, anfälliges Gewebe und reduzieren die Trockenheits- und Hitzetoleranz. Wer überhaupt düngen möchte, sollte sich auf eine schwache Gabe Kompost im Frühjahr beschränken. Diese Pflanzen kommen aus kargen Standorten – Magerkeit ist ihr natürliches Element.

Was kann ich tun, wenn meine Bodendecker im Sommer plötzlich braun werden?

Zunächst die Ursache klären: Bei sukkulenten Arten wie Sedum deutet Braunfärbung fast immer auf Wurzelfäule durch zu viel Wasser hin, nicht auf Trockenheit. Reduzieren Sie sofort die Bewässerung und verbessern Sie die Drainage. Bei silberlaubigen Arten wie Wollziest kann übermäßige Feuchtigkeit zu Pilzbefall führen – betroffene Triebe großzügig zurückschneiden und auf trockenere Standortbedingungen achten.

Welche Bodendecker sind besonders bienenfreundlich?

An erster Stelle stehen Sand-Thymian, Katzenminze, Sedum und Polster-Phlox. Sie bieten von Frühjahr bis Spätsommer reichlich Nektar und Pollen. Besonders wertvoll ist die Kombination mehrerer Arten mit gestaffelten Blühzeiten, sodass Wildbienen und Hummeln über die gesamte Saison ein Nahrungsangebot vorfinden. Ein Quadratmeter blühender Thymian ernährt schätzungsweise mehrere hundert Wildbienen pro Tag.

Kann ich klassischen Rasen einfach durch Bodendecker ersetzen?

Ja, das ist sogar eine der nachhaltigsten Umgestaltungen, die Sie in Ihrem Garten vornehmen können. Entfernen Sie den Rasen samt Wurzelschicht, lockern Sie den Boden tief und magern Sie ihn bei Bedarf mit Sand ab. Rechnen Sie für die Umgestaltung etwa zwei Jahre Anwachszeit ein. Das Ergebnis: kein Mähen, kein Düngen, kein Vertikutieren – und ein Wasserverbrauch, der gegen null geht.

 

Letzte Aktualisierung am 2026-05-20 at 11:40 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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Jan Oliver Fricke
Als Herausgeber des Online Magazine Haus & Garten ist es mir eine Freude, die Leser über Interessante Themen zu informieren und meine Erfahrungen zu teilen.

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