Holz selber beizen

Holz selber beizen
Holz selber beizen

Holz selber beizen

Wer Holz farblich streichen möchte, die Eigenheiten und Strukturen jedoch beibehalten werden sollen, der sollte sich mit dem Thema Beizen beschäftigen. Auch, um Holz ein antikes Aussehen zu geben, können Sie Holz beizen, das Beizen schützt jedoch nicht vor Feuchtigkeit und nicht vor Schimmel, darum sollten Sie das Holz zusätzlich durch eine Versiegelung haltbar machen. Wie das Holz am besten gebeizt wird, erklären die folgenden Zeilen.

 

Durch das Beizen entstehen verschiedene Effekte

 

Durch das Beizen von Holz dringt die Beize gleich tief in das Holz ein und das bewirkt verschiedene Effekte und Holzbilder.

 

– Durch das Beizen bleibt die Struktur erhalten, das Holz wird nur leicht gefärbt.

– Die Natürlichkeit der Struktur und der Farbe wird durch das Beizen hervorgehoben.

– Auch die Maserung wird durch das Beizen stark betont.

– Bei Weichhölzern bleibt die Struktur ebenso erhalten, zusätzlich wird der Kontrast hervorgehoben.

– Unterschiede im Holz werden abgedeckt.

 

Worauf Sie unbedingt achten sollten

 

Beim Beizen von Holz sollten Sie nur metallfreie Pinsel benutzen. Die Beizen müssen vor dem Gebrauch stark geschüttelt werden. Auch bei größeren Holzstücken den Beizvorgang immer ohne Unterbrechung erledigen, bei Unterbrechungen entstehen unschöne Absätze.

 

Je nach Holz wirken Beizen auf unterschiedliche Weise

 

Holzbeizen gibt es in vielen bunten Farben und vielen Holztönen. Die endgültige Farbtiefe und der fertige Farbton ergibt sich jedoch erst nach dem Beizen. Das Ergebnis liegt an der Oberflächenversiegelung und Beschaffenheit des Holzes, wie tief und intensiv die Beize in das Holz eindringen kann. Auch die Art der Beize ist für das Ergebnis entscheidend, chemische Beizen werden eher zur Betonung der Faserung eingesetzt. Wenn Sie den Faserverlauf leicht verdecken wollen, sollten Sie Beizen mit Farbstoffen oder Pigmenten verwenden. Spezialbeizen betonen wiederum die Porenstruktur.

 

Beizen sind entweder fix und fertig im Fachhandel zu kaufen oder können als sogenannte Pulverbeize mit warmem Wasser angemischt werden. Für grob- oder feinporige Holzarten eignet sich eine Beize auf Wasser und Alkoholbasis am besten, auch auf Lösungsmittelbasis sind sie anzuwenden. Am umweltfreundlichsten sind Beizen auf Wasserbasis. Zum Abtönen von Beizen werden Beiz- und Farbextrakte verwendet. Je nach Holzart wirkt die Beize unterschiedlich daher sollten Sie die Beize zu Beginn an einer versteckten Stelle probieren und erst dann beizen, wenn Sie mit dem Ergebnis einverstanden sind.

 

Die wichtigsten Schritte beim Holz beizen

 

– Holz beizen kann eigentlich jeder, bevor Sie beginnen, sollten Sie alle Metallbeschläge entfernen, das Beizen könnte am Metall Reaktionen und Farbveränderungen hervorrufen.

 

– Zu Beginn muss die Oberfläche gewässert werden, da die Poren im Holz danach die Beize wesentlich besser aufnehmen. Lauwarmes Leitungswasser auf einen Schwamm auftragen und gleichmäßig auf das Holz auftragen. Wenn sich Holzfasern durch das Wasser aufstellen sollten, schleifen Sie diese mit Schleifpapier einfach ab.

 

– Nachdem das Wasser aufgetrocknet ist, können Sie mit dem Beizen beginnen. Mit einem breiten Pinsel wird die Beize gleichmäßig und satt aufgetragen. Dabei immer zuerst entlang der Maserung streichen, im zweiten Streichgang quer zur Maserung arbeiten. Die Beize sollte in schnellen und waagrechten Zügen aufgetragen werden, bei großen und senkrechten Flächen von unten nach oben, dann entstehen keine Farbnasen.

 

– Nach dem Beizen muss das Holz vor Schimmel und Feuchtigkeit geschützt werden, das geht am besten mit Holzöl, Lack oder Wachs. Die Versiegelung sollte jedoch erst dann erfolgen, wenn die Beize abgetrocknet ist.

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