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Rotes Lampenputzergras

Rotes Lampenputzergras - Pennisetum setaceum ‘Rubrum’
Rotes Lampenputzergras - Pennisetum setaceum ‘Rubrum’

Rotes Lampenputzergras: Der eine Pflegefehler, der die meisten Exemplare im Winter tötet

Kaum ein Ziergras vereint Eleganz und Dramatik so eindrucksvoll wie das Rote Lampenputzergras. Mit seinen tief bordeauxroten Halmen und den fedrigen Blütenähren, die im Spätsommer wie kleine Fackeln im Wind tanzen, zieht Pennisetum setaceum ‘Rubrum’ alle Blicke auf sich. Ob als Solitär im Staudenbeet, als Kübelpflanze auf der Terrasse oder als fließender Übergang zwischen Gehölzen und Stauden – dieses Gras setzt Akzente, die selbst erfahrene Gartengestalter begeistern.

Doch hinter der scheinbaren Robustheit verbirgt sich eine Pflanze mit klaren Ansprüchen. Viele Hobbygärtner erleben im ersten Winter eine böse Überraschung, wenn das prachtvolle Gras den Frost nicht übersteht. Der Grund liegt oft nicht an der Kälte selbst, sondern an vermeidbaren Fehlern bei Standortwahl und Winterschutz.

Dieser Ratgeber zeigt Ihnen, wie Sie das Rote Lampenputzergras von der Pflanzung bis zur Überwinterung richtig pflegen, welche Bodenbedingungen es braucht und wie Sie es durch Teilung selbst vermehren können. Mit dem richtigen Wissen wird aus dem vermeintlich anspruchsvollen Ziergras ein dankbarer Dauerbegleiter für Ihren Garten.

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Was ist Pennisetum setaceum ‘Rubrum’?

Das Rote Lampenputzergras gehört zur Familie der Süßgräser und stammt ursprünglich aus den tropischen und subtropischen Regionen Afrikas sowie der Arabischen Halbinsel. In seiner Heimat wächst es an Flussufern, auf Brachflächen und in lichten Gehölzbeständen, wo es volle Sonne und durchlässige Böden vorfindet.

Die Sorte ‘Rubrum’ ist eine Auslese, die sich durch ihre intensive rotbraune bis purpurfarbene Blattfärbung auszeichnet. Im Gegensatz zur grünlaubigen Wildform behält sie diese Färbung während der gesamten Vegetationsperiode. Die bogig überhängenden Halme erreichen eine Höhe von 70 bis 100 Zentimetern, die Blütenstände ragen weitere 30 bis 40 Zentimeter darüber hinaus.

Von August bis Oktober erscheinen die namensgebenden Blütenähren. Diese zylindrischen, leicht gebogenen Wedel schimmern in Rosa- bis Purpurtönen und verleihen dem Gras seinen federleichten Charakter. Im Gegenlicht der tief stehenden Herbstsonne entfalten sie ihre volle Wirkung.

Botanisch wichtig zu wissen: Pennisetum setaceum ‘Rubrum’ ist steril und bildet keine keimfähigen Samen. Das unterscheidet es von der Wildform, die in manchen Regionen als invasiv gilt. Für Gärtner bedeutet das einerseits weniger Unkrautprobleme durch Selbstaussaat, andererseits bleibt nur die vegetative Vermehrung durch Teilung.


Der richtige Standort

Beim Standort zeigt sich das Rote Lampenputzergras kompromisslos: Es braucht volle Sonne. Mindestens sechs Stunden direkte Sonneneinstrahlung täglich sind notwendig, damit die Pflanze ihre charakteristische rote Färbung entwickelt. An halbschattigen Plätzen vergrünt das Laub zunehmend und die Blütenbildung lässt nach.

Neben der Lichtmenge spielt Wärme eine zentrale Rolle. Ein geschützter Platz vor einer nach Süden ausgerichteten Hauswand oder Mauer bietet ideale Bedingungen. Die Wärmespeicherung des Mauerwerks verlängert die Vegetationsperiode und schützt vor frühen Nachtfrösten. Gleichzeitig sollte der Standort nicht zu windexponiert sein – starke Böen können die langen Halme knicken und das harmonische Erscheinungsbild stören.

Für die Kübelkultur auf Balkon und Terrasse gelten dieselben Grundsätze. Wählen Sie einen vollsonnigen Platz und stellen Sie das Gefäß so auf, dass es nicht permanent dem Wind ausgesetzt ist. Ein Vorteil der Topfhaltung: Sie können das Gras im Herbst problemlos an einen frostfreien Platz räumen und umgehen damit das größte Risiko der Freilandkultur.


Bodenansprüche und Substrat

Die Herkunft aus trockenen, durchlässigen Böden prägt die Ansprüche des Roten Lampenputzergrases. Staunässe ist sein größter Feind – besonders in Kombination mit winterlicher Kälte führt sie fast unweigerlich zum Absterben der Wurzeln.

Im Beet sollte der Boden sandig-lehmig und gut durchlässig sein. Schwere, tonige Böden müssen Sie vor der Pflanzung mit reichlich Sand und Kies aufbessern. Eine Drainage aus einer zehn Zentimeter starken Kiesschicht im Pflanzloch verhindert, dass sich Wasser im Wurzelbereich sammelt.

Der pH-Wert darf leicht sauer bis neutral liegen, also zwischen 6,0 und 7,5. Stark kalkhaltige Böden verträgt das Gras weniger gut. Was die Nährstoffversorgung betrifft, bevorzugt Pennisetum eher magere Standorte. Zu viel Stickstoff führt zu mastigem Wuchs, weichen Halmen und verminderter Winterhärte.

Für die Kübelkultur eignet sich eine Mischung aus strukturstabiler Kübelpflanzenerde und etwa einem Drittel mineralischem Zuschlag wie Lavagranulat, Bims oder grobem Sand. Diese Mischung speichert genug Feuchtigkeit für heiße Sommertage, lässt überschüssiges Wasser aber zügig abfließen.


Pflanzung Schritt für Schritt

Der ideale Pflanzzeitpunkt liegt im späten Frühjahr, wenn keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind und der Boden sich auf mindestens 15 Grad erwärmt hat. In den meisten Regionen Deutschlands ist das ab Mitte Mai der Fall. Eine Herbstpflanzung empfiehlt sich nicht, da das Gras dann nicht mehr ausreichend einwurzeln kann.

Heben Sie ein Pflanzloch aus, das etwa doppelt so breit und eineinhalbmal so tief ist wie der Wurzelballen. Bei schweren Böden füllen Sie zunächst eine Drainageschicht aus Kies ein. Mischen Sie den Aushub mit Sand und etwas reifem Kompost, um die Struktur zu verbessern.

Setzen Sie die Pflanze so ein, dass der Wurzelballen ebenerdig mit der umgebenden Fläche abschließt. Zu tiefes Pflanzen begünstigt Fäulnis am Wurzelhals. Drücken Sie die Erde rings um den Ballen vorsichtig an und wässern Sie durchdringend.

Als Pflanzabstand zu Nachbarstauden empfehlen sich 60 bis 80 Zentimeter, damit das Gras seine volle Breite entwickeln kann. In Gruppenpflanzungen wirken drei bis fünf Exemplare besonders eindrucksvoll – dann reichen 50 Zentimeter Abstand untereinander.

Bei der Kübelkultur wählen Sie ein Gefäß mit mindestens 30 Litern Volumen und unbedingt mit Abzugslöchern im Boden. Bedecken Sie die Löcher mit Tonscherben, um ein Verstopfen zu verhindern.


Pflege im Jahresverlauf

Das Rote Lampenputzergras gehört zu den genügsamen Pflanzen, die nach der Etablierung wenig Aufmerksamkeit verlangen. Dennoch sichern einige gezielte Maßnahmen die Vitalität und Langlebigkeit.

Wässern

Im ersten Jahr nach der Pflanzung sollten Sie regelmäßig gießen, damit sich ein kräftiges Wurzelsystem entwickelt. Etablierte Pflanzen kommen mit der natürlichen Niederschlagsmenge meist gut zurecht. Bei längerer Trockenheit im Hochsommer geben Sie alle ein bis zwei Wochen durchdringend Wasser – lieber seltener und reichlich als häufig und oberflächlich.

Kübelpflanzen trocknen schneller aus und brauchen an heißen Tagen unter Umständen tägliche Wassergaben. Prüfen Sie mit dem Finger, ob die oberen Zentimeter des Substrats abgetrocknet sind, bevor Sie erneut gießen.

Düngen

Ziergräser brauchen weniger Nährstoffe als die meisten Stauden. Eine Gabe organischen Volldüngers im April reicht für die gesamte Saison. Alternativ arbeiten Sie eine dünne Schicht reifen Kompost oberflächlich in den Boden ein. Verzichten Sie auf stickstoffbetonte Dünger, da diese das Wachstum auf Kosten der Standfestigkeit fördern.

Kübelpflanzen erhalten von Mai bis August alle vier Wochen einen Flüssigdünger in halber Konzentration. Ab September stellen Sie die Düngung ein, damit das Gras ausreifen und sich auf die Winterruhe vorbereiten kann.

Rückschnitt

Anders als bei vielen anderen Ziergräsern empfiehlt sich beim Roten Lampenputzergras kein Herbstschnitt. Die vertrockneten Halme schützen das Herz der Pflanze vor Frostschäden und bieten einen reizvollen Winteraspekt, wenn Raureif die Blütenstände überzieht.

Der Rückschnitt erfolgt erst im zeitigen Frühjahr, kurz bevor der Neuaustrieb beginnt – je nach Region Ende März bis Anfang April. Schneiden Sie die alten Halme etwa eine Handbreit über dem Boden ab. Tragen Sie dabei Handschuhe, denn die Blattränder können scharf sein.


Überwinterung: Der kritische Punkt

Hier liegt die größte Herausforderung in der Kultur des Roten Lampenputzergrases. Pennisetum setaceum ‘Rubrum’ stammt aus frostfreien Regionen und verträgt Temperaturen unter minus fünf Grad nur kurzzeitig. In den meisten deutschen Gärten ist eine Überwinterung im Freien ohne Schutz nicht möglich.

Freilandüberwinterung mit Schutz

An geschützten Standorten in wintermilden Regionen – etwa in Weinbaugebieten oder in Innenstadtlagen – kann eine Freilandüberwinterung gelingen. Binden Sie dazu im November die Halme locker zusammen und häufen Sie eine dicke Schicht aus trockenem Laub, Stroh oder Reisig um die Pflanzenbasis. Decken Sie das Ganze mit Vlies oder Jutesäcken ab, die Sie locker befestigen.

Wichtig: Der Schutz muss luftdurchlässig bleiben. Plastikfolie führt zu Kondenswasser und Fäulnis. Nach dem letzten Frost im Frühjahr entfernen Sie die Abdeckung schrittweise, um die Pflanze an die Außenbedingungen zu gewöhnen.

Kühle Überwinterung im Haus

Die sicherere Methode ist das Einräumen vor dem ersten Frost. Schneiden Sie das Gras auf etwa 20 Zentimeter zurück und stellen Sie den Kübel oder die eingetopfte Pflanze an einen hellen, kühlen Ort mit Temperaturen zwischen fünf und zehn Grad. Ein unbeheizter Wintergarten, ein frostfreies Gewächshaus oder ein helles Treppenhaus eignen sich ideal.

Gießen Sie während der Wintermonate nur sporadisch, gerade so viel, dass der Wurzelballen nicht komplett austrocknet. Düngen Sie nicht. Ab März, wenn die Tage länger werden und der Neuaustrieb beginnt, können Sie die Wassergaben langsam steigern.

Nach den Eisheiligen – in der Regel Mitte Mai – darf das Gras wieder ins Freie. Gewöhnen Sie es einige Tage an einem halbschattigen Platz an die Außenbedingungen, bevor Sie es in die volle Sonne stellen.


Vermehrung durch Teilung

Da Pennisetum setaceum ‘Rubrum’ keine keimfähigen Samen bildet, bleibt nur die vegetative Vermehrung durch Teilung. Diese Methode ist unkompliziert und bietet gleichzeitig die Gelegenheit, ältere Pflanzen zu verjüngen.

Der beste Zeitpunkt ist das Frühjahr, wenn der Neuaustrieb gerade beginnt. Graben Sie die Pflanze vollständig aus oder nehmen Sie sie aus dem Kübel. Mit einem scharfen Spaten oder einem großen Messer teilen Sie den Wurzelballen in mehrere Stücke. Jedes Teilstück sollte mindestens drei bis fünf kräftige Triebe und einen ausreichenden Wurzelanteil besitzen.

Pflanzen Sie die Teilstücke sofort an ihren neuen Standort oder in frisches Substrat. Wässern Sie gründlich und halten Sie die Erde in den folgenden Wochen gleichmäßig feucht, bis sich neues Wachstum zeigt.

Bei älteren Exemplaren verholzt das Zentrum der Pflanze zunehmend und bildet weniger Triebe. Verwenden Sie bei der Teilung nur die vitalen Randstücke und entsorgen Sie den verkahlten Mittelteil.


Krankheiten und Schädlinge

Das Rote Lampenputzergras zeigt sich erfreulich widerstandsfähig gegenüber den meisten Pflanzenkrankheiten. Die wenigen Probleme, die auftreten können, lassen sich meist auf Pflegefehler zurückführen.

Wurzelfäule

Die häufigste Schadursache ist Staunässe, die zu Wurzel- und Basalfäule führt. Befallene Pflanzen zeigen welkes Laub trotz feuchter Erde, die Halme lassen sich leicht aus dem Boden ziehen. Vorbeugung durch gute Drainage ist hier der einzige wirksame Schutz – bei etablierter Fäule hilft oft nur noch das Entsorgen der Pflanze.

Rostpilze

In feuchten Sommern können gelegentlich Rostpilze auftreten, erkennbar an orangebraunen Pusteln auf den Blättern. Entfernen Sie befallene Pflanzenteile und verbessern Sie die Luftzirkulation durch ausreichende Pflanzabstände.

Blattläuse

An den jungen Trieben siedeln sich manchmal Blattläuse an. Bei leichtem Befall genügt ein kräftiger Wasserstrahl, um die Schädlinge abzuspülen. Bei stärkerem Auftreten helfen Präparate auf Basis von Kaliseife oder Neemöl.

Wühlmäuse

Die fleischigen Wurzeln können Wühlmäuse anlocken. Ein Pflanzkorb aus engmaschigem Drahtgeflecht schützt die Wurzeln bei der Pflanzung.


Gestaltungsideen und Pflanzpartner

Das Rote Lampenputzergras entfaltet seine Wirkung am besten, wenn es mit Bedacht platziert wird. Einzeln gepflanzt setzt es einen markanten Blickfang, in Gruppen erzeugt es fließende Übergänge und naturnahe Gartenbilder.

Besonders reizvoll sind Kombinationen mit Pflanzen, deren Blütenfarben die Rottöne des Grases aufgreifen oder kontrastieren. Purpursonnenhut mit seinen rosa Blüten, weiße Gaura und silberlaubiger Wermut bilden harmonische Partnerschaften. Auch neben Sedum-Arten mit ihren herbstlichen Blütentellern oder vor dem Hintergrund dunkellaubiger Gehölze wie Blut-Berberitze kommt das Gras wunderbar zur Geltung.

Im Kübel lässt es sich mit niedrigen Begleitern wie Zauberglöckchen oder Süßkartoffel-Ranken kombinieren, die den Topfrand umspielen. Auch eine Unterpflanzung mit Zwergastern verlängert die Blühsaison bis in den Herbst.

Ein Gestaltungstipp für maximale Wirkung: Platzieren Sie das Gras so, dass die Morgensonne oder das Abendlicht durch die Blütenähren scheinen kann. Der Gegenlichteffekt bringt die fedrigen Strukturen zum Leuchten und verwandelt das Beet in ein stimmungsvolles Schauspiel.


Häufige Fehler vermeiden

Aus der Redaktionspraxis kennen wir die typischen Stolperfallen, die Gartenfreunde beim Roten Lampenputzergras erleben.

Einer der häufigsten Fehler ist die Wahl eines zu schattigen Standorts. Die Verlockung, das Gras in eine schattige Ecke zu setzen, rächt sich schnell durch vergrünendes Laub und ausbleibende Blüten.

Ebenso problematisch ist übermäßiges Gießen. Gut gemeint ist hier das Gegenteil von gut – dauerhaft nasse Füße verträgt das Gras nicht.

Der verfrühte Rückschnitt im Herbst beraubt die Pflanze ihres natürlichen Winterschutzes. Warten Sie unbedingt bis zum Frühjahr, auch wenn die braunen Halme nicht mehr dem sommerlichen Erscheinungsbild entsprechen.

Schließlich unterschätzen viele die Frostempfindlichkeit. Ohne geeignete Schutzmaßnahmen oder eine frostfreie Überwinterung geht das Gras in den meisten Regionen Deutschlands verloren.


Fazit

Das Rote Lampenputzergras belohnt Gärtner, die seine Bedürfnisse verstehen, mit einer Schönheit, die ihresgleichen sucht. Die Kombination aus eleganter Wuchsform, intensiver Färbung und federleichten Blütenähren macht Pennisetum setaceum ‘Rubrum’ zu einem der ausdrucksstärksten Ziergräser überhaupt.

Der Schlüssel zum Erfolg liegt in drei Faktoren: ein vollsonniger, geschützter Standort, ein durchlässiger Boden ohne Staunässe und ein konsequenter Winterschutz oder die Überwinterung im Haus. Wer diese Grundregeln beherzigt, wird viele Jahre Freude an diesem außergewöhnlichen Gras haben.

Für Einsteiger empfiehlt sich zunächst die Kübelkultur, da sie die Überwinterung erleichtert und Standortexperimente ohne großen Aufwand ermöglicht. Mit zunehmender Erfahrung können Sie dann den Schritt ins Freiland wagen – am besten mit einem Teilstück der bewährten Mutterpflanze, das Sie selbst vermehrt haben.

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Häufige Leserfragen zum Roten Lampenputzergras

Ist Rotes Lampenputzergras winterhart?

Nein, Pennisetum setaceum ‘Rubrum’ ist nicht ausreichend winterhart für die meisten deutschen Gärten. Das Gras stammt aus tropischen Regionen und verträgt Temperaturen unter minus fünf Grad nur kurzzeitig. In wintermilden Lagen wie Weinbaugebieten kann eine Freilandüberwinterung mit dickem Winterschutz aus Laub, Stroh und Vlies gelingen. Die sicherste Methode bleibt jedoch das Einräumen in ein frostfreies, helles Winterquartier mit Temperaturen zwischen fünf und zehn Grad.

Wann schneide ich Rotes Lampenputzergras zurück?

Der Rückschnitt erfolgt ausschließlich im Frühjahr, etwa Ende März bis Anfang April, kurz bevor der Neuaustrieb beginnt. Schneiden Sie die alten Halme dann eine Handbreit über dem Boden ab. Ein Herbstschnitt ist ein häufiger Fehler, denn die vertrockneten Halme schützen das empfindliche Pflanzenherz während der kalten Monate vor Frostschäden und Nässe.

Warum wird mein Rotes Lampenputzergras grün statt rot?

Wenn das Laub vergrünt, liegt das fast immer an zu wenig Sonnenlicht. Pennisetum ‘Rubrum’ benötigt mindestens sechs Stunden direkte Sonne täglich, um seine charakteristische bordeauxrote Färbung zu entwickeln. An halbschattigen oder schattigen Standorten produziert die Pflanze mehr Chlorophyll, um die geringere Lichtmenge auszugleichen, wodurch das Rot verblasst. Ein Standortwechsel an einen vollsonnigen Platz löst das Problem.

Kann ich Rotes Lampenputzergras im Kübel halten?

Die Kübelkultur eignet sich sogar besonders gut für dieses Ziergras. Wählen Sie ein Gefäß mit mindestens 30 Litern Volumen und unbedingt mit Abzugslöchern. Als Substrat empfiehlt sich eine Mischung aus Kübelpflanzenerde mit einem Drittel mineralischem Zuschlag wie Lavagranulat oder Bims. Der große Vorteil: Im Herbst können Sie den Kübel einfach ins frostfreie Winterquartier räumen, was die Überwinterung erheblich vereinfacht.

Wie vermehre ich Rotes Lampenputzergras?

Da die Sorte ‘Rubrum’ steril ist und keine keimfähigen Samen bildet, bleibt nur die Teilung. Graben Sie die Pflanze im Frühjahr aus, wenn der Neuaustrieb beginnt, und teilen Sie den Wurzelballen mit einem scharfen Spaten. Jedes Teilstück sollte mindestens drei bis fünf kräftige Triebe besitzen. Pflanzen Sie die Teilstücke sofort ein und halten Sie die Erde gleichmäßig feucht, bis neues Wachstum sichtbar wird.

Welche Pflanzpartner passen zum Roten Lampenputzergras?

Besonders harmonisch wirken Kombinationen mit Pflanzen, die die Rottöne aufgreifen oder kontrastieren. Purpursonnenhut, weiße Gaura, silberlaubiger Wermut und Sedum-Arten sind bewährte Partner. Auch vor dunkellaubigen Gehölzen wie Blut-Berberitze kommt das Gras hervorragend zur Geltung. Im Kübel eignen sich niedrige Begleiter wie Zauberglöckchen oder Süßkartoffel-Ranken, die den Topfrand umspielen.

Warum stirbt mein Lampenputzergras trotz Winterschutz?

Der häufigste Grund ist Staunässe im Wurzelbereich. Winterliche Feuchtigkeit in Kombination mit Kälte führt zu Wurzelfäule, selbst wenn die oberirdischen Pflanzenteile geschützt sind. Achten Sie auf eine gute Drainage im Pflanzloch und vermeiden Sie verdichtete oder tonige Böden. Bei Kübelpflanzen ist zudem wichtig, dass das Gefäß nicht im Wasseruntersetzer steht und überschüssiges Wasser abfließen kann.

Ist Rotes Lampenputzergras giftig für Haustiere?

Pennisetum setaceum gilt als ungiftig für Menschen und Haustiere. Allerdings können die scharfen Blattränder bei Katzen und Hunden zu Reizungen im Maul- und Rachenbereich führen, wenn sie an den Halmen kauen. Platzieren Sie das Gras daher außerhalb der Reichweite von Tieren, die gerne an Pflanzen knabbern, oder entscheiden Sie sich bei betroffenen Haushältern für einen erhöhten Standort.

Letzte Aktualisierung am 2026-06-17 at 22:34 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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Jan Oliver Fricke
Als Herausgeber des Online-Magazins Haus & Garten beschäftige ich mich mit großer Leidenschaft mit den Themen Wohnen, Garten, Heimwerken, Modernisierung und Immobilien. Mein Ziel ist es, Leserinnen und Lesern praxisnahe Tipps, hilfreiche Ratgeber und interessante Hintergrundinformationen für Haus, Wohnung und Garten bereitzustellen. Dabei fließen sowohl eigene Erfahrungen als auch aktuelle Entwicklungen, bewährte Lösungen und Expertenwissen in meine Beiträge ein. Ob Gartengestaltung, Renovierung, Energieeinsparung, Wohnen oder alltägliche Herausforderungen rund um Haus und Grundstück – ich möchte komplexe Themen verständlich aufbereiten und konkrete Hilfestellungen für die praktische Umsetzung geben. Für meine Recherchen nutze ich neben klassischen Fachquellen und Expertenmeinungen auch moderne digitale Recherchemethoden sowie künstliche Intelligenz als unterstützendes Werkzeug zur Analyse und Aufbereitung von Informationen. Die redaktionelle Prüfung und inhaltliche Verantwortung liegen dabei stets bei mir persönlich. Mein Anspruch ist es, Leserinnen und Lesern nützliche Informationen mit echtem Mehrwert zu bieten und sie bei ihren Projekten rund um Haus und Garten kompetent zu begleiten.

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