Gärtner aufgepasst Diese alltägliche Gieß-Gewohnheit ruiniert im Mai still und leise Ihre Wurzeln
Gärtner aufgepasst Diese alltägliche Gieß-Gewohnheit ruiniert im Mai still und leise Ihre Wurzeln

Gärtner aufgepasst: Diese alltägliche Gieß-Gewohnheit ruiniert im Mai still und leise Ihre Wurzeln

Es ist ein Bild, das sich jeden Mai millionenfach in deutschen Gärten wiederholt: Der Feierabend dämmert, die Sonne steht tief, und mit der Gießkanne in der Hand wird die Runde gedreht. Hier ein Schluck für die Tomaten, dort ein bisschen für die Rosen, zum Abschluss noch eine schnelle Erfrischung für den Rasen. Es fühlt sich gut an. Es fühlt sich nach Fürsorge an. Und doch ist genau diese Routine einer der folgenschwersten Fehler, den Hobbygärtner begehen können.

Was nach Hingabe aussieht, ist in Wahrheit eine subtile Form der Pflanzen-Verzärtelung. Die abendliche Mini-Dusche schwächt Wurzeln, statt sie zu stärken, und legt den Grundstein für genau jene Sommerprobleme, über die später geklagt wird: schlappe Pflanzen bei Hitze, kümmerlicher Wuchs, anfällige Stauden. In diesem Artikel erfahren Sie, warum dieses gut gemeinte Verhalten Ihren Pflanzen schadet, was im Boden tatsächlich passiert und wie Sie mit deutlich weniger Aufwand zu robusteren, gesünderen Pflanzen kommen.

Erzieherisches Gießen
Erzieherisches Gießen

Was ist der Gieß-Irrtum im Mai eigentlich genau?

Der sogenannte „Schluckweise-Irrtum” beschreibt das weit verbreitete Verhalten, Pflanzen täglich mit kleinen Wassermengen zu versorgen. Statt einmal pro Woche durchdringend zu wässern, wird jeden Abend ein wenig nachgegossen. Die Erdoberfläche glänzt feucht, das Gewissen ist beruhigt, und die Pflanze scheint zufrieden.

Gerade der Mai ist die kritischste Phase dieses Fehlverhaltens. Die Tage werden warm, die Verdunstung steigt spürbar an, doch die Nächte sind oft noch kühl. In diesem Klima trocknen die oberen Bodenschichten tagsüber schnell aus, während die Tiefe noch ausreichend Restfeuchte aus dem Frühjahr enthält. Wer jetzt täglich oberflächlich gießt, hält genau die falsche Schicht feucht.

- Werbung -

Dahinter steckt ein psychologischer Mechanismus: Gärtner verwechseln Häufigkeit mit Fürsorge. Je öfter gegossen wird, desto mehr glaubt man, für die Pflanzen zu tun. Botanisch betrachtet ist das Gegenteil der Fall.

Was im Boden wirklich passiert Die unsichtbare Wurzel-Falle
Was im Boden wirklich passiert Die unsichtbare Wurzel-Falle

Was im Boden wirklich passiert: Die unsichtbare Wurzel-Falle

Pflanzen sind opportunistische Lebewesen. Sie investieren Energie genau dort, wo sie sich auszahlt. Wenn die obersten zwei bis fünf Zentimeter Erde regelmäßig feucht sind, schickt die Pflanze ihre Wurzeln genau dorthin. Warum sollte sie auch mühsam in die Tiefe wachsen, wenn das Wasser bequem an der Oberfläche wartet?

Das Ergebnis ist eine flache, oberflächliche Wurzelmatte. Solange täglich gegossen wird, funktioniert dieses System. Doch sobald die erste Hitzewelle im Juni oder Juli einsetzt, kollabiert das fragile Gleichgewicht. Die oberste Bodenschicht trocknet innerhalb weniger Stunden vollständig aus, die flachen Wurzeln verbrennen regelrecht, und die Pflanze gerät in Trockenstress, obwohl wenige Zentimeter tiefer noch Wasser verfügbar wäre. Sie hat schlicht nie gelernt, dort zu suchen.

Das Prinzip „Erzieherisches Gießen” – Wurzeln in die Tiefe locken

Das Gegenmodell heißt erzieherisches Gießen und folgt einer simplen Logik: Die Pflanze soll lernen, ihr Wasser selbst zu suchen. Statt täglicher Mini-Portionen wird seltener, dafür aber durchdringend gewässert. Zwischen den Gießgängen darf die obere Bodenschicht ruhig abtrocknen. Genau dieser kontrollierte Mangel ist das pädagogische Mittel.

Der Vergleich mit Muskeltraining trifft es gut: Komfort macht schwach, Herausforderung macht stark. Eine Pflanze, die ihre Wurzeln aktiv in die Tiefe schicken muss, entwickelt ein deutlich robusteres Wurzelsystem. Tomaten können problemlos einen Meter tief wurzeln, Stauden erreichen 40 bis 60 Zentimeter, Bäume sogar mehrere Meter. Doch all das geschieht nur, wenn die Pflanze einen Anreiz dazu hat.

Die richtige Wassermenge Wann ist „durchdringend wirklich durchdringend
Die richtige Wassermenge Wann ist „durchdringend wirklich durchdringend

Die richtige Wassermenge: Wann ist „durchdringend” wirklich durchdringend?

Durchdringendes Gießen heißt nicht „großzügig”, sondern messbar. Als Faustregel für Beete gelten 15 bis 20 Liter pro Quadratmeter pro Gießgang. Diese Menge dringt zuverlässig 20 bis 30 Zentimeter tief ein und erreicht damit die Hauptwurzelzone der meisten Garten- und Gemüsepflanzen. Für den Rasen sind ähnliche Mengen sinnvoll, einmal pro Woche, dafür aber gründlich.

Bei Kübeln und Töpfen gilt die Wassermenge als ausreichend, wenn unten am Topfboden Wasser austritt. Erst dann ist der gesamte Wurzelballen durchfeuchtet. Halbe Sachen führen dazu, dass nur der obere Bereich nass wird, während die unteren Wurzeln vertrocknen.

Zwei einfache Kontrollmethoden helfen, die richtige Menge zu finden: Beim Fingertest wird ein Finger fünf Zentimeter tief in die Erde gesteckt. Fühlt sich der Boden in dieser Tiefe trocken an, ist Gießen angesagt. Der Spatentest geht tiefer: Mit einem Spaten wird ein Schlitz ausgehoben und geprüft, bis in welche Tiefe das Wasser tatsächlich vorgedrungen ist.

Der richtige Zeitpunkt: Morgens, abends oder doch ganz anders?

Biologisch ideal sind die frühen Morgenstunden zwischen vier und acht Uhr. Die Pflanze ist dann optimal vorbereitet, das Wasser über den Tag aufzunehmen und für die Photosynthese zu nutzen. Gleichzeitig trocknen Blätter und Bodenoberfläche schnell ab, was Pilzkrankheiten den Nährboden entzieht.

Abendliches Gießen klingt praktisch, hat aber Nachteile: Die nasse Erdoberfläche bleibt die ganze Nacht feucht und lockt Schnecken regelrecht magisch an. Pilzsporen finden ideale Keimbedingungen. Der oft genannte „Sonnenbrand durch Wassertropfen” gehört dagegen ins Reich der Gartenmythen. Studien haben gezeigt, dass dieser Effekt unter realistischen Bedingungen kaum auftritt.

Gieß-Rhythmus nach Pflanzentyp: Eine Anleitung für den ganzen Garten

Nicht jede Pflanze verträgt das Erziehungsprinzip gleichermaßen. Beetpflanzen, etablierte Stauden, Gehölzpflanzungen und Rasen profitieren am stärksten davon. Hier ist seltenes, durchdringendes Gießen das Optimum. Im Gemüsebeet gilt dasselbe Prinzip, mit Ausnahme von frisch gesetzten Jungpflanzen, die in den ersten zwei Wochen häufiger Wasser brauchen.

Ausnahmen bilden Flachwurzler wie Erdbeeren, Sämlinge in der Anwuchsphase sowie Balkonkästen und Topfpflanzen. Das begrenzte Erdvolumen lässt hier keine Tiefenerziehung zu. Diese Pflanzen müssen je nach Wetter täglich oder sogar zweimal täglich gegossen werden, dafür aber stets bis zum Wasseraustritt am Topfboden.

Die 5 häufigsten Gieß-Fehler im Mai – und wie Sie sie sofort korrigieren
Die 5 häufigsten Gieß-Fehler im Mai – und wie Sie sie sofort korrigieren

Die 5 häufigsten Gieß-Fehler im Mai – und wie Sie sie sofort korrigieren

Der erste Klassiker ist das tägliche Schluckweise-Gießen selbst. Die Lösung: Den Rhythmus auf zwei- bis dreimal pro Woche reduzieren und dafür die Wassermenge erhöhen. Zweitens das falsche Werkzeug. Die Brause der Gießkanne verteilt Wasser zu großflächig auf den Blättern, statt es an die Wurzel zu bringen. Eine Tülle ohne Brause oder ein bodennaher Schlauch arbeitet effizienter. Drittens das Gießen über die Blätter. Wasser gehört auf den Boden, nicht auf das Laub. Pilzkrankheiten danken jeden Tropfen auf der Pflanze. Viertens die fehlende Mulchschicht. Offener Boden verdunstet zwei- bis dreimal schneller als gemulchter. Und fünftens die starre Routine. Wer immer gleich gießt, ignoriert Regen, Wind und Temperatur. Ein kurzer Blick auf den Wetterbericht spart oft den ganzen Gießgang.

Hilfsmittel, die das erzieherische Gießen erleichtern

Tropfschläuche bringen Wasser punktgenau und sparsam an die Wurzelzone. Tonkegel, die mit Wasserflaschen verbunden werden, geben Feuchtigkeit über Tage langsam ab. Olla-Bewässerung, also unterirdisch eingegrabene Tongefäße, ist eine uralte Technik aus Nordafrika, die im Hochbeet wahre Wunder wirkt.

Der heimliche Verbündete jedes klugen Gärtners ist und bleibt jedoch der Mulch. Eine fünf bis sieben Zentimeter dicke Schicht aus Rasenschnitt, Stroh, Laub oder Rindenmulch reduziert die Verdunstung drastisch, hält den Boden kühl und unterdrückt nebenbei Unkraut. In Kombination mit durchdringendem Gießen entsteht ein System, das selbst Hitzewochen problemlos übersteht.

Was tun, wenn die Pflanzen schon „verwöhnt” sind? Der sanfte Umstieg

Wer jahrelang täglich gegossen hat, sollte nicht von einem Tag auf den anderen umstellen. Pflanzen mit flachem Wurzelsystem würden den abrupten Wechsel als Trockenstress erleben. Der sanfte Übergang gelingt in zwei bis drei Wochen: In der ersten Woche wird der Gießrhythmus auf jeden zweiten Tag gestreckt, in der zweiten Woche auf alle drei Tage, und die Wassermenge pro Gang gleichzeitig erhöht. So bekommt die Pflanze Zeit, neue Wurzeln in die Tiefe zu schicken, bevor die Oberflächenwurzeln vertrocknen.

Fazit: Weniger ist mehr – und Ihre Pflanzen werden es Ihnen danken

Der gut gemeinte tägliche Gießgang ist einer der hartnäckigsten Mythen im Hobbygarten. Wer im Mai umdenkt und auf das Prinzip des erzieherischen Gießens umsteigt, legt den Grundstein für einen erstaunlich pflegeleichten Sommer. Tief verwurzelte Pflanzen überstehen Hitzewellen, sparen Wasser, brauchen weniger Aufmerksamkeit und belohnen den Gärtner mit kräftigerem Wuchs und reicherer Ernte. Manchmal ist die größte Fürsorge eben, einen Schritt zurückzutreten und der Natur zuzutrauen, was sie seit Millionen Jahren am besten kann: sich selbst zu helfen.

Folgende Produkte könnten interessant für Sie sein

Gießkanne mit feiner Brause für gezieltes Wässern

Eine hochwertige Gießkanne mit abnehmbarer Brause ist das wichtigste Werkzeug für erzieherisches Gießen. Modelle aus verzinktem Stahl oder robustem Kunststoff mit zehn bis zwölf Litern Fassungsvermögen erlauben das gezielte Wässern direkt am Wurzelhals, ohne die Blätter zu benetzen. Tipp: Wer die Brause abnimmt, gießt punktgenau und durchdringend, statt das Wasser oberflächlich zu verteilen.

Bestseller Nr. 1
Prosperplast Gießkanne 10 Liter | grün | für...
  • Volumen: 10 Liter – ideal für Zimmerpflanzen, Balkon- oder Terrassengarten
  • Material: Stabiler, pflegeleichter Kunststoff
  • Ergonomisch: Schlanker Hals für gezieltes und tropffreies Gießen<

Tropfschlauch für effiziente Tiefenbewässerung

Tropfschläuche geben Wasser langsam und tropfenweise direkt an die Wurzelzone ab. Das Wasser dringt tief in den Boden ein, statt zu verdunsten oder oberflächlich abzufließen. Ideal für Gemüsebeete, Hecken und Staudenrabatten. Tipp: In Kombination mit einem einfachen Bewässerungscomputer entsteht ein vollautomatisches System, das selbst während des Urlaubs zuverlässig funktioniert.

Bestseller Nr. 1
Yaheetech Perlschlauch 50m x 16mm (1/2 Zoll)...
  • Mit den benötigten Kits geliefert – Im Lieferumfang: 1 × 50 m Perlschlauch, 3 × T-Verbinder, 3 ×...
  • 50 m lange Perlschlauch – Die Länge dieses Perlschlauchs beträgt 50 Meter. Der Schlauch wird mit einem...
  • Unterirdische Bewässerung – Die unterirdische Bewässerung macht ihre Bewässerungsschläuche unsichtbar, ohne...

Olla Bewässerungssystem aus Ton

Diese unterirdisch eingegrabenen Tongefäße geben Wasser über Tage langsam an den umliegenden Boden ab. Die Pflanzenwurzeln saugen sich genau die Menge, die sie brauchen. Eine uralte Technik, die im Hochbeet und Gemüsegarten besonders effektiv arbeitet und den Wasserverbrauch um bis zu 70 Prozent reduziert. Tipp: Olla-Gefäße einmal pro Woche auffüllen und mit einem Deckel verschließen, um Mücken fernzuhalten.

Bestseller Nr. 1
Royal Gardineer Olla 3 Liter: 3er-Set...
  • Selbsregulierend: spendet den Pflanzen die benötigte Wassermenge • Spart Zeit und Wasser: nur alle paar Tage...
  • Wasserdurchlässiges und pflanzenfreundliches Naturprodukt • Wasser-Füllmenge: jeweils 3 Liter • Maße (Ø x...
  • Ganzjährig einsetzbar, ideal für Beetpflanzen mit normalem Wasserbedarf • Material: Terrakotta

Bewässerungscomputer mit Zeitschaltuhr

Ein Bewässerungscomputer am Wasserhahn übernimmt das Gießen zuverlässig zu programmierten Zeiten. Besonders praktisch für die idealen Morgenstunden zwischen vier und acht Uhr, in denen kaum jemand freiwillig im Garten steht. Tipp: Beim Kauf auf eine Funktion zur Mengensteuerung achten, damit die Bewässerung nicht nur zeitlich, sondern auch volumenbasiert gesteuert werden kann.

Bestseller Nr. 1
Gardena Bewässerungssteuerung Select:...
  • Automatische Bewässerung: Mit einer Gardena Bewässerungssteuerung wird Ihr Garten zuverlässig und komfortabel...
  • Flexible Bewässerung: Es lassen sich drei unterschiedliche, voneinander unabhängige Zeitpläne...
  • Einzigartige Benutzeroberfläche: Einfache und intuitive Programmierung dank Dreh- und Drückprinzip

Mulchmaterial aus Rindenmulch oder Stroh

Eine fünf bis sieben Zentimeter dicke Mulchschicht reduziert die Verdunstung um bis zu 70 Prozent und ist der heimliche Verbündete jedes klugen Gärtners. Rindenmulch eignet sich für Gehölze und Staudenbeete, Stroh ist die erste Wahl im Gemüsebeet. Tipp: Vor dem Mulchen den Boden gründlich wässern, denn trockener Boden unter Mulch trocknet noch langsamer wieder durch.

Bestseller Nr. 1
GALAMIO Holzhackschnitzel Hackschnitzel Mulch...
  • Holzhackschnitzel als natürliche Bodenabdeckung. Unsere natürlichen Holzhackschnitzel der Marke GALAMIO...
  • Holzhackschnitzel für Gartenwege. Möchten Sie Ihren Gartenweg ein neues Aussehen verleihen? Dann sind...
  • Langanhaltende Wirkung. Einmal ausgelegt, halten die Holzhackschnitzel bis zu drei Jahre. Sie schützen den Boden...

Bodenfeuchtigkeitsmesser zur Kontrolle

Ein einfacher Bodenfeuchtigkeitsmesser zeigt zuverlässig an, ob in der Wurzelzone noch ausreichend Wasser vorhanden ist. Die Sonde wird etwa 15 bis 20 Zentimeter tief in die Erde gesteckt und liefert eine sofortige Anzeige. Besonders hilfreich für Einsteiger, die noch kein Gefühl für den richtigen Gießzeitpunkt entwickelt haben. Tipp: An mehreren Stellen im Beet messen, da die Feuchtigkeit oft sehr ungleichmäßig verteilt ist.

Bestseller Nr. 1
Lange Sonde für den tiefen Einsatz...
  • Lange Sonde für den tiefen Einsatz: 14 cm länger als gewöhnliches Bodenfeuchtemessgerät, kann für tiefere...
  • Feuchtigkeitssensor: Sie messen Feuchtigkeit der Erde mit dem XLUX Feuchtigkeitssensor für den Boden. Ihre...
  • Einfach zu bedienen: Drücken Sie einfach das Messgerät in den Boden und schon können Sie den Wert ablesen. Keine...

Tonkegel mit Wasserflaschenadapter

Tonkegel werden in die Erde gesteckt und mit handelsüblichen Wasserflaschen verbunden. Das Wasser fließt langsam und bedarfsgerecht in den Boden, je nach Trockenheit der Erde. Eine ideale Lösung für Kübelpflanzen, Hochbeete und während kurzer Abwesenheiten. Tipp: Mehrere Tonkegel parallel einsetzen und mit Glasflaschen kombinieren, das wirkt optisch dezenter als Plastikflaschen.

Bestseller Nr. 1
Relaxdays Tonkegel Bewässerung, Gießkegel 12er...
  • Bequem: 12 Tonkegel zur automatischen Bewässerung von Blumen und Pflanzen im Innen- und Außenbereich
  • Einfach: Bewässerungsstecker in der Erde versenken u. Wein- oder PET-Flasche bis 1,5 Liter aufsetzen
  • Praktisch: Gießkegel aus wasserdurchlässigem Ton für eine dosierte Wasserabgabe - Ohne Überwässern

Gartenschlauch mit Bewässerungsdüse

Ein flexibler Gartenschlauch mit verstellbarer Düse ist die Grundausstattung für jeden Garten. Modelle mit Brause- und Strahlfunktion ermöglichen sowohl feines Wässern bei Sämlingen als auch durchdringendes Gießen bei etablierten Pflanzen. Tipp: Lieber wenige Minuten mit hohem Druck direkt an die Wurzelzone gießen, statt minutenlang oberflächlich zu sprühen.

Bestseller Nr. 1
2pcs Gartenbrause Metall Heavy Duty Hochdruckdüse...
  • Langlebiges Material Die Gartenschlauch-Sprühpistole besteht aus einer Aluminiumlegierung mit hoher Härte,...
  • Mehrere einstellbare Wassermengen: Durch Drehen des Kopfes der Düse des Schlauchs von links nach rechts kann der...
  • 【Hohe Druckbeständigkeit und auslaufsicher】Der flexible Gartenschlauch aus widerstandsfähigem Metall ist für...

Häufige Leserfragen zum Gieß-Irrtum im Mai

Wie oft sollte ich meine Gartenpflanzen im Mai wirklich gießen?

Als Faustregel gilt bei etablierten Beetpflanzen und Stauden: zwei- bis dreimal pro Woche, dafür aber durchdringend mit 15 bis 20 Litern pro Quadratmeter. Bei kühler, bedeckter Witterung reicht oft einmal pro Woche, bei anhaltender Hitze über 25 Grad darf der Rhythmus auf alle zwei Tage verkürzt werden. Entscheidend ist nicht der Kalender, sondern der Fingertest: Wenn der Boden in fünf Zentimetern Tiefe trocken ist, wird gegossen, vorher nicht.

Woran erkenne ich, ob ich genug oder zu wenig gegossen habe?

Der zuverlässigste Test ist der Spatentest. Nach dem Gießen einige Minuten warten und dann mit dem Spaten einen schmalen Schlitz ausheben. Reicht die Feuchtigkeit nur fünf bis zehn Zentimeter tief, war die Wassermenge zu gering. Erst wenn der Boden bis 20 bis 30 Zentimeter Tiefe spürbar dunkler und feucht ist, war der Gießgang ausreichend. Ein weiteres Indiz: Wenn das Wasser auf der Erdoberfläche stehen bleibt, ist der Boden verschlämmt oder die Gabe zu schnell erfolgt.

Kann ich auch im Mai abends gießen, wenn ich morgens keine Zeit habe?

Ja, das ist besser als gar nicht zu gießen. Wichtig ist dabei nur, Wasser ausschließlich auf den Boden zu geben und niemals über die Blätter. So bleibt das Laub trocken und Pilzkrankheiten haben keine Chance. Wer abends gießt, sollte zusätzlich auf eine Mulchschicht achten, die Schnecken den Zugang erschwert. Zwischen 18 und 20 Uhr ist eine vertretbare Alternative zum frühen Morgen.

Was mache ich mit Tomaten, Gurken und anderen Starkzehrern im Gemüsebeet?

Starkzehrer brauchen tatsächlich mehr Wasser, aber nach demselben Prinzip: lieber zweimal pro Woche zehn Liter pro Pflanze als täglich einen Liter. Tomaten reagieren besonders empfindlich auf Wasser auf den Blättern, hier empfiehlt sich eine Tülle direkt am Wurzelhals oder ein eingegrabener Tontopf als Wasserreservoir. Wichtig: Im Gemüsebeet immer mulchen, das halbiert den Wasserbedarf und verhindert Spritzwasser, das Pilzkrankheiten überträgt.

Gilt das erzieherische Gießen auch für meinen Rasen?

Ja, sogar besonders. Täglich beregneter Rasen bildet eine flache Wurzelmatte und vergilbt bei der ersten Hitzewelle. Wer einmal pro Woche durchdringend wässert, mit etwa 15 bis 20 Litern pro Quadratmeter, erzieht den Rasen zu tieferem Wurzelwachstum und damit zu deutlich besserer Hitzetoleranz. Ein einfacher Test: Eine leere Konservendose im Rasen platzieren. Sind nach dem Beregnen zwei bis drei Zentimeter Wasser darin, war die Menge ausreichend.

Wie verhalte ich mich mit Balkonkästen und Topfpflanzen?

Hier gilt das Erziehungsprinzip ausdrücklich nicht. Das begrenzte Erdvolumen lässt keine Tiefenerziehung zu, und die Verdunstung über die Topfwände ist enorm. Balkonkästen und Kübel müssen bei warmem Wetter täglich gegossen werden, an heißen Tagen auch zweimal. Entscheidend ist, immer so lange zu gießen, bis Wasser unten austritt. Untersetzer nach 30 Minuten leeren, damit keine Staunässe entsteht.

Hilft Mulchen wirklich so viel, oder ist das übertrieben?

Mulchen ist tatsächlich die effektivste Einzelmaßnahme zur Wassereinsparung. Eine fünf bis sieben Zentimeter dicke Schicht aus Rasenschnitt, Stroh, Laub oder Rindenmulch reduziert die Verdunstung um bis zu 70 Prozent, hält den Boden kühl und unterdrückt Unkraut. Zusätzlich verbessern organische Mulchmaterialien beim Verrotten die Bodenstruktur. Wer mulcht, kann den Gießrhythmus oft noch einmal um ein bis zwei Tage strecken.

Was passiert, wenn ich versehentlich zu viel gieße?

Übermäßiges Gießen ist sogar gefährlicher als zu wenig. Dauerhaft nasse Wurzeln bekommen keinen Sauerstoff, die feinen Wurzelhaare ersticken und faulen. Erste Anzeichen sind gelbe Blätter trotz feuchten Bodens, schlaffe Triebe und ein muffiger Geruch der Erde. In diesem Fall sofort das Gießen einstellen, den Boden gegebenenfalls auflockern und abtrocknen lassen. Bei Topfpflanzen kann ein Umtopfen in frische, trockene Erde Leben retten.

Letzte Aktualisierung am 2026-05-20 at 11:30 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Anzeige
Bestseller Nr. 1
RAYHER HOBBY Rayher 3699000 Raysin 200 Gießpulver...
  • Mit weißem Raysin Gießpulver entstehen kinderleicht tolle Bastelarbeiten. Raysinpulver 200 ist besonders für...
  • Dank seiner einfachen Handhabung und einer Vielzahl an Möglichkeiten begeistert das Basteln mit dem hochwertigen...
  • Rühren Sie das weiße Pulver mit Wasser an und geben Sie nach Belieben Farbpigmente Ihrer Wahl dazu. Anschließend...
Bestseller Nr. 2
Keracraft Gießpulver weiß 2x4,5kg -...
  • Hoher Weißgrad - Für unsere Gießmasse verwenden wir ausschließlich hochwertigste Naturrohstoffe, die einen sehr...
  • Hohe Stabilität - Das Reliefgießpulver von Keracraft erreicht eine hohe Festigkeit von 200N/mm. Das Produkt...
  • Keine Luftbläschen - Dank unserer speziellen Keramikpulver Rezeptur platzen Luftbläschen extrem schnell....
Bestseller Nr. 3
Gießpulver Weiß 5KG [TESTSIEGER] Turbo Gips zum...
  • SCHNELLSTE TROCKNUNGSZEIT - Das Gipspulver zum Gießen überzeugt durch seine rasante Trocknungszeit (22 Minuten)...
  • FEINSTE STRUKTUR - Rühren Sie mit dem feinen Alabastergips zum Gips Gießen eine cremig-weiche Keramik Gießmasse...
  • BLASENFREI & ULTRAWEIß - Unser Bastelgips zum Gießen von einzigartigen Skulpturen eignet sich durch die...
Bestseller Nr. 4
Esschert Design Pflanzen Blumen Sprüher...
  • Sprinkler-Kugel
  • Material: PVC, Edelstahl
  • Maße ca.: L=8 cm; B=8 cm; H=11,8 cm
Vorheriger ArtikelGelbe Blätter an der Tomate? Mit diesem 3-Punkte-Check finden Sie die Ursache in unter 60 Sekunden
Jan Oliver Fricke
Als Herausgeber des Online Magazine Haus & Garten ist es mir eine Freude, die Leser über Interessante Themen zu informieren und meine Erfahrungen zu teilen.

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein