Fassadendämmung – Was sie wissen sollten !

Fassadendämmung Hausdämmung
Fassadendämmung Hausdämmung

Fassadendämmung – Was sie wissen sollten !

Die Bürger Deutschlands sind nicht nur umweltbewusst, sie sparen gerne Geld ein. Wenn Sie jedoch glauben, dass Sie die Umwelt schonen und auch noch satte Beträge einsparen können, wenn Sie die Fassade Ihres Hauses dämmen, sind Sie der sogenannten Fassadendämmungslüge aufgesessen. Dass die Deutschen umweltbewusst denken, zeigt auch die Erfindung der Mülltrennung, die auch in vielen anderen Ländern aufgegriffen wurde, obwohl das gewissenhafte Trennen des Mülls ebenfalls nicht den gewünschten Erfolg zeigt. Nicht jeder Trend in Richtung Umweltbewusstsein ist sinnvoll, denn häufig sind die Kosten inklusive des Aufwands höher, als der Nutzen und der Ertrag.

Die Fassadendämmungslüge – Was steckt dahinter?

Vermutlich ist Ihnen schon häufig zu Ohren gekommen, dass Sie die Umwelt schonen und Geld einsparen können, wenn Sie die Fassade Ihres Hauses angemessen dämmen. Dass das nicht unbedingt der Wahrheit entspricht, wird immer deutlicher. Es ist zwar richtig, dass abgedichtete Fenster oder isolierte Dächer Ihre Heizkosten senken, allerdings verhält es sich bei der Fassadendämmung deutlich anders. Diese soll sogar im Rahmen des “Aktionsprogramm Klimaschutz” noch erweitert werden. Das Ziel des neuen Programms ist bis zum Jahr 2020 weitere 80 Millionen Tonnen CO2 einzusparen. Fünf Millionen Tonnen sollen durch den Bereich Wohnen und Bauen eingespart werden. Im Aktionsprogramm enthalten sein sollen eine optimierte Energieberatung, die Kontrolle von Heizungen und eine erhöhe Subventionierung der Gebäudedämmung. Kritik zum Aktionsprogramm wird nicht akzeptiert, da man davon ausgeht, dass in zahlreichen älteren Häusern die Energie zum Fenster hinaus geblasen wird.

Im Gegensatz zu dieser Aussage belegen viele Untersuchungen, dass die Fassadendämmung den Häusern häufig mehr Schaden zufügt, als dass sie sinnvoll ist. Zudem leidet das Aussehen des Hauses darunter. Auch der Lichteinfall wird durch die Dämmung reduziert. Darüber hinaus ist bis heute unklar, was mit dem Styropor der Fassaden geschehen soll, das in etwa zwei bis drei Jahrzehnten entsorgt werden sollte. Der angeblich unbedenkliche Dämmstoff hat sich außerdem in mehreren Versuchen als leicht entflammbar gezeigt und enthält außerdem häufig giftige Stoffe.

Lässt sich mit der Fassadendämmung Geld einsparen?

Was Sie jedoch sicherlich am meisten überraschen wird, ist die Tatsache, dass sich mit der Fassadendämmung anscheinend nicht mal Geld einsparen lässt. Lange Zeit war es ein ungeschriebenes Gesetz, dass sich die Fassadendämmung durch reduzierte Heizkosten lohnen würde. Dies ließ auch das Umweltministerium in der Kampagne “Die Hauswende” verlauten, denn dort steht, dass mit der Wärmedämmung nicht nur Energiekosten eingespart, sondern auch die Umwelt geschont wird. Dem entgegen stellt sich der Eigentümerverein “Haus und Grund” mit seiner Musterrechnung, in der ermittelt wurde, dass die Fassadendämmung sich häufig doch nicht lohnt. Basis für diese Rechnung waren die Werte eines durchschnittlichen Einfamilienhauses in Deutschland mit einer Fassadengröße von 252 Quadratmetern. Die Sanierung der Fläche würde rund 20.000 Euro kosten. Nach der Rechnung des Eigentümervereins dauert es ganze 51 Jahre, bis sich die Sanierung tatsächlich lohnt. Hinzu kommt, dass Dämmmaterialien nur etwa 50 Jahre haltbar sein sollen. Nachdem sich die Investition also endlich lohnt, müssten Sie als Eigentümer wieder neu in die Fassadendämmung investieren.

Nur in sehr wenigen Fällen lohnt sich die Fassadendämmung, heißt es von Seiten des Eigentümervereins. Eine Sanierung kann zwar für alte Häuser sinnvoll sein, doch längst nicht für alle Häuser.

Große Verluste durch die Fassadendämmung

Die staatliche KfW-Förderbank kam nach einer Studie zu ähnlichen Ergebnissen. Diese besagt, dass bis zum Jahr 2050 circa 838 Millionen Euro aufgewendet werden müssten, damit die Ziele der Bundesregierung in Bezug auf die Energieeinsparung erreicht werden. Auf der anderen Seite der Bilanz liegen Einsparungen von 370 Milliarden Euro. Immobilienbesitzer machen also ein deutliches Verlustgeschäft.

Diese Zahlen sind auch der Bundesregierung seit längerer Zeit bekannt, dennoch hält sie an der Fassadendämmung fest. Sie betont, dass diese Maßnahmen freiwillig und wirtschaftlich sind und bleiben sollen. Dies wird auch von Experten begrüßt, die ihre Aussage damit begründen, dass der Anreiz zur Dämmung wichtig sei, diese aber nicht zur Pflicht werden sollte. Die meisten energetischen Sanierungen sind zwar freiwillig, doch es gibt mehr und mehr Vorschriften in diesem Bereich. Werden die staatlichen Vorgaben in Bezug auf die Energiesparverordnung nicht eingehalten, drohen Hauseigentümern sogar hohe Strafen. Dazu gehören auch Fassaden. Wenn die Sanierungsarbeiten mindestens zehn Prozent der Außenfassade umfassen, ist der Eigentümer gezwungen die neuen Teile im Sinne der Vorgaben der Energiesparverordnung auszuwählen. Tut er dies nicht, kann eine Strafe von 50.000 Euro verhängt werden.

Dennoch hat der Sturm auf die Fassadendämmung auch positive Seiten, wie die KfW herausfand.

Die Eigentümer müssen zwar Verluste hinnehmen, wenn Sie viel Geld in die Fassadendämmung investieren, doch sie kurbeln die Wirtschaft an. Da viel Geld in die Dämmung investiert wird, steigt die Wirtschaftsleistung pro Jahr um 0,4 Prozent an. Darüber hinaus werden auf diese Weise jährlich bis zu 300.000 Arbeitsplätze gesichert.

Diesen Weg beschreitet auch die Bundesregierung, denn sie verspricht im Rahmen des Aktionsprogramm weitere Vorteile für die Konjunktur, denn auf diese Weise sollen Investitionen bis zu 80 Milliarden Euro angeregt werden.

 

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