Hausbau Probleme Tipps Verhindern
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Hausbau – Tipps zum Vermeiden von Problemen beim Hausbau!

Beim Hausbau Probleme vermeiden

Die Bauherren sind an zahlreichen Problemen um den Hausbau herum selbst Schuld. Laut Experten ließen sich dabei die meisten Probleme wie Baumängel, hohe Zusatzzahlungen, unerwartete Zeitverzögerungen und insbesondere schlechte Kommunikation mit entsprechenden Baufirmen in vielen Fällen vermeiden.

Jedoch sparen zahlreiche Bauherren an falscher Stelle. Sie scheuen die Aufwendungen für professionelle Unterstützung, die verhältnismäßig gering sind. Wie man die häufigsten Probleme und diese sieben größten Kostenfallen während des Hausbaus vermeiden kann.

Die erste eindringliche Empfehlung des Diplom-Ingenieurs und Präsident des VPB (Verband Privater Bauherren) Thomas Penningh lautet, dass wenn man 200.000 bis 400.000 Euro ausgibt, dann sollte man davor das eigene Investment intensiv prüfen.

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Beim Hausbauen sind die Bauherren an zahlreichen Problemen selbst Schuld

Pennigh berichtet, dass die Lässigkeit, mit welcher einige Menschen das Haus erwerben für Profis einfach erschütternd ist. Diese überlegen mehr beim Kauf eines neuen Autos oder sogar eines Waschgeräts und geben für Testberichte jede Menge Geld aus.

Ein Hauskäufer müsste bereit sein, in die Prüfung seines zukünftigen Objekts prozentual genauso viel zu investieren, wie dieser für den Waschmaschinen- oder Autotest ausgibt.

Gerade beim größten Investment des Lebens, so diese Beobachtungen des Spezialisten, scheuen jedoch zahlreiche Häuslebauer die Extrakosten für professionelle Unterstützung. Diese Katze im Sack kaufen sie unbesehen mit sämtlichen nicht entdeckten Zusatzkosten, welche nach dem Erwerb dann zwangsläufig auf diese zukommen.

Eigene Wünsche sollten Bauherren klären und im Vertrag festschreiben

Dabei ist der Hausbau kein Hexenwerk. Es ist wichtig, dass Bauherren drei Schritte absolvieren, wenn diese ein eigenes Haus bauen oder kaufen möchten: Als Erstes gilt es, eigene Wünsche zu klären, dann die passenden Partner zu finden und sich beim Planen sowie Bauen immer mit den Partner besprechen.

VPB-Präsident Penningh meint, dass jedes Bauprojekt ein Unikat ist. Es sind die entsprechenden Bedürfnisse der Bauherrenfamilie zu erfüllen. Daher rät er sämtlichen angehenden Bauherren zur ordentlichen Vorbereitung:

Die entscheidendsten Fragen, welche sich während der ersten Phase Bauherren zu stellen und zu beantworten haben, lauten:

  • Was kann man sich finanziell leisten?
  • In welchem Ort wollen wir wohnen?
  • Wie groß hat unser Haus zu sein?
  • Welches Raumprogramm brauchen wir?
  • Wann möchten wir einziehen?
  • Welche Haustechnik oder Materialien müssen wir auf jeden Fall haben?
  • Welche der Baumaterialien dürfen bei uns – beispielsweise aufgrund einer Allergie – keinesfalls verbaut werden?

Es wird erklärt, dass mit solch einer Art der Grundlagenermittlung jeder klassische Gebäudebau mit eigenem Architekten anfängt. Jedoch sollten Bauherren selbst beim Hausbauen mithilfe eines Schlüsselfertig-Anbieters auf das rechtzeitige Klären der grundlegenden Fragen bestehen.

Es wird geraten, dass alles, was nun festgelegt wird, unmittelbar vertraglich vereinbart sowie umgesetzt werden kann. Alle Dinge, die in der Schwebe bleiben, sind später zu klären und verursachen dann stets erneut Zeitverzögerungen.

Kosten eines Bausachverständigen

Unabhängige Bausachverständige unterstützen beim Planen und später ebenso bei der Baubegleitung. 

Daher könnten die gesamten Kosten einer Komplettbetreuung keinesfalls allgemeingültig beziffert werden. Die entsprechenden Sachverständigen berechnen pro Beratungsstunde 80 bis 100 Euro. Dazu kämen Fahrtkosten, um die Baustelle zu besuchen.

Es wird erläutert, dass der Hausbau weitestgehend reibungslos funktioniert, kann man häufig mit fünf Baustellenterminen hinkommen, die jeweils zwischen zwei und drei Stunden dauern.

Wenn ein Bau problematischer verläuft, könnten jedoch ebenso schon einmal zwischen sieben und acht Termine notwendig werden. Schließlich komme man nahezu stets für die ganze Baubegleitung mit einem Prozent der gesamten Baukosten hin.

Reinhold-Postina betont, dass dies dann ebenso bereits bei einem problematischeren Hausbau der Fall ist. Die Gesamtkosten lägen oft viel niedriger.

Bauunterlagen und Bauvertrag kritisch kontrollieren

Bauherren sollten übrigens sehr kritisch Verträge mit Schlüsselfertig-Anbietern kontrollieren, da sie laut den Erfahrungen des VPB oft keineswegs alles enthalten, was sich die Bauherren wünschen.

Es wird kritisiert, dass man da vor allem unter den Schlüsselfertig-Anbietern einen regelrechten Wildwuchs erlebt. Häufig würden detaillierte Baupläne keineswegs ausgehändigt oder lägen überhaupt nicht vor. Es, dass das selbstverständlich bei der Ausführung ein ziemlich hohes Mängelrisiko birgt.

Es wird geraten, dass Bauherren sich lediglich absichern können, indem diese keineswegs lediglich die Verträge mit den Plänen, sondern später ebenso auf der Baustelle den Baufortschrittt fortlaufend von nicht abhängigen Sachverständigen überprüfen lassen. es wird ergänzt, dass die Sachverständigen geschulte Architekten mit der ganzen Berufshaftpflicht sind.

Der Experte weiß exakt welche Unterlagen zu welchem Zeitpunkt vorzuliegen haben. Er kann im Sinne des entsprechenden Bauherren alle Papiere kritisch kontrollieren. Der Laie dagegen verliert rasch den Überblick zwischen statischen Berechnungen, Baubeschreibungen, Energieausweis und Baugrundgutachten.

In der Bauphase sprengen Änderungswünsche jede Kosten- und Zeitplanung

Zu den Folgen ungenügender Planung erklärt Penningh, dass Änderungswünsche für jede Finanzierungsplan und Zeitplanung geradezu tödlich sind. Zahlreiche Bauherren glauben, dass es kein Problem sei, in der Bauphase etwa Innenwände zu versetzen. Dies stimmt jedoch keineswegs. Veranschaulichung ein leichtes Beispiel parat:

Wenn man eine Innenwand versetzt, muss man prüfen, ob dies statisch geht. Dies erfordert neue Berechnungen, das Prüfen und Ändern der entsprechenden Baugenehmigung. Zudem müssen Leitungen, die möglicherweise in der Wand vorgesehen ist, anders verlegt und neue Materialmengen berechnet sowie bestellt werden.

Auf dem Papier ist die Versetzung einer Wand ganz leicht, zieht jedoch einen entsprechenden Rattenschwanz an Aufwand im laufenden Baubetrieb nach sich, was Geld kostet. Kein Architekt arbeitet umsonst.

Es ist auch nicht möglich, Bestellungen kostenlos zu stornieren. Der Experte meint, dass nachträgliche Änderungswünsche immer zu Ärger führen. Daher sichern sich Schlüsselfertigfirmen ab: Diese sehen derartige Änderungswünsche von vornherein im Vertrag vor und lassen sich diese ebenso teuer bezahlen.

Kommunikation mit der Baufirma keinesfalls immer leicht

Sehr zahlreiche Häuslebauer klagen über mangelnde Kommunikation. Sie besuchen regelmäßige ihre Baustelle. Dabei fallen ihnen Dinge auf, die diese als Laien keineswegs verstehen.

Ein Telefonanruf beim Bauunternehmer oder Planer soll für Klarheit sorgen. Da die betroffenen Personen jedoch ihrerseits häufig auf weiteren Baustellen zu tun haben, läuft mancher Anruf in das Leere sowie auf den entsprechenden Anrufbeantworter.

Wenn dann eine rasche Reaktion ausbleibt, sind Sorge und Frust groß. Penningh hat beobachtet, dass zahlreiche Bauherren Probleme ahnen, wo es in Wirklichkeit überhaupt keine gibt. Diese befürchten, dass sie Opfer eines Pfuschs werden.

Fertighaus oder Massivhaus

 

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Kein Bau eines Hauses verläuft völlig ohne Probleme

Beim Hausbau handelt es sich um eine besonders komplexe Angelegenheit, bei dieser in Wirklichkeit immer irgendwas schief läuft. Reinhold-Postina macht deutlich, dass für die Qualität beim Bauen wichtig ist, dass Probleme frühzeitig auffallen sowie verlässlich behoben werden.

Es wird gemahnt, dass hierzu der Bauherr viel betragen kann, wenn er möglichst früh festlegt, was dieser möchte, seine Wünsche mit einem Architekten oder Bausachverständigen im Vertrag festlegt sowie sich danach konsequent an die eigenen Vorgaben hält. Vereinbaren diejenigen, die am Bau beteiligt sind, dann noch Besprechungen in regelmäßigen Abständen, ist es möglich, Probleme schnell zu lösen und Missverständnisse auszuräumen.

Wenn man sich selbst einfach zu unsicher fühlt, hat man die Möglichkeit, den Bausachverständigen zu derartigen Terminen mitzunehmen.  Bauherren müssen wissen: Ein Hausbau ist nicht nebenbei möglich.

Häufige Leserfragen zum Thema “Hausbau – Tipps zum Vermeiden von Problemen”

1. Welche Schritte kann ich unternehmen, um Überschreitungen des Budgets beim Hausbau zu vermeiden?

Eine sorgfältige Planung und realistische Kostenschätzung sind entscheidend, um eine Überschreitung des Budgets zu vermeiden. Es ist ratsam, einen Puffer für unvorhergesehene Ausgaben zu berücksichtigen. Außerdem sollten Sie Angebote von verschiedenen Anbietern vergleichen und detaillierte Verträge erstellen, die Kosten und Leistungen klar definieren. Darüber hinaus kann eine erfahrene Bauleitung dabei helfen, Kostenüberschreitungen und teure Fehler zu vermeiden.

2. Wie kann ich Probleme mit dem Bauträger oder dem Bauunternehmen vermeiden?

Wählen Sie Ihren Bauträger oder Ihr Bauunternehmen sorgfältig aus. Prüfen Sie deren Reputation, fragen Sie nach Referenzen und sehen Sie sich abgeschlossene Projekte an. Ein detaillierter Vertrag, der alle Aspekte des Bauprojekts abdeckt, ist unerlässlich. Dieser sollte auch Mechanismen zur Beilegung von Streitigkeiten enthalten. Eine gute Kommunikation ist ebenfalls entscheidend – regelmäßige Treffen und Updates können dabei helfen, Probleme frühzeitig zu erkennen und zu lösen.

3. Wie kann ich Baumängel vermeiden?

Um Baumängel zu vermeiden, ist es wichtig, die Baustelle regelmäßig zu überprüfen. Engagieren Sie einen unabhängigen Baugutachter oder Architekten, um die Bauarbeiten zu überwachen und sicherzustellen, dass sie den Standards entsprechen. Stellen Sie sicher, dass alle Materialien und Bauteile den Spezifikationen entsprechen und von guter Qualität sind. Bei der Auswahl von Handwerkern und Bauunternehmen ist es wichtig, deren Qualifikationen und Erfahrung zu berücksichtigen.

4. Wie kann ich Verzögerungen beim Bau vermeiden?

Eine sorgfältige Planung und Koordination der verschiedenen Gewerke sind entscheidend, um Verzögerungen zu vermeiden. Es ist auch wichtig, genügend Zeit für Genehmigungsverfahren und die Beschaffung von Materialien einzuplanen. Unvorhergesehene Probleme, wie schlechtes Wetter oder Lieferverzögerungen, können ebenfalls zu Verzögerungen führen, daher ist es ratsam, einen Zeitpuffer einzuplanen. Ein erfahrener Bauleiter kann dabei helfen, den Bauprozess zu überwachen und Verzögerungen zu minimieren.

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Jan Oliver Fricke
Als Herausgeber des Online Magazine Haus & Garten ist es mir eine Freude, die Leser über Interessante Themen zu informieren und meine Erfahrungen zu teilen.