Olivenbaum-Pflege leicht gemacht Vermeiden Sie diese gängigen Fehler
Olivenbaum-Pflege leicht gemacht Vermeiden Sie diese gängigen Fehler

Olivenbaum-Pflege leicht gemacht: Vermeiden Sie diese gängigen Fehler

Olivenbäume, mit ihrer malerischen Erscheinung und den silbernen Blättern, sind eine Bereicherung für jeden Garten. Diese robusten und langlebigen Bäume, die ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammen, sind nicht nur wegen ihrer schmackhaften Früchte beliebt, sondern auch für ihre ästhetische Anziehungskraft und die relativ einfache Pflege. Sie symbolisieren Frieden und Weisheit und bringen ein Stück mediterrane Flora in heimische Gärten.

Trotz ihrer Beliebtheit und scheinbaren Genügsamkeit sind Olivenbäume jedoch nicht ganz pflegeleicht und erfordern spezifische Aufmerksamkeit, um Krankheiten, Schädlingen und Umweltstress zu widerstehen. Häufige Pflegefehler wie falsche Standortwahl, unzureichende Bewässerung, fehlerhafte Beschneidung und unangepasste Bodenbedingungen können die Gesundheit und Produktivität dieser wertvollen Bäume beeinträchtigen. In diesem Ratgeber werden wir die Olivenbaum Pflege detailliert besprechen und Ihnen helfen, die gängigsten Fehler zu vermeiden, damit Ihr Baum gedeihen kann.

Was ist ein Olivenbaum
Was ist ein Olivenbaum

Was ist ein Olivenbaum?

Der Olivenbaum, botanisch als Olea europaea bekannt, ist eine der ältesten kultivierten Pflanzen der Welt. Ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammend, wo er seit Tausenden von Jahren für seine Früchte und das daraus gewonnene Olivenöl kultiviert wird, hat der Olivenbaum eine tiefe kulturelle und historische Bedeutung. Er wird oft als Symbol des Friedens und der Weisheit angesehen.

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Botanische Merkmale des Olivenbaums umfassen seine Fähigkeit, unter rauen Bedingungen zu gedeihen. Die Bäume können sehr alt werden – einige Exemplare sind bekannt dafür, über tausend Jahre alt zu sein. Sie besitzen eine knorrige, verdrehte Stammform und eine dichte, breit ausladende Baumkrone. Die Blätter sind schmal und länglich, typischerweise lederartig und glänzend auf der Oberseite mit einer silbrig-grünen Unterseite, was ihnen eine markante Zweifarbigkeit verleiht.

Die Blüten des Olivenbaums sind klein und cremefarben, meist unscheinbar, aber für die Bestäubung und Fruchtbildung essenziell. Die Früchte, bekannt als Oliven, entwickeln sich aus den Blüten und durchlaufen während des Reifeprozesses eine Farbänderung von Grün zu einem tiefen Schwarz oder Violett, abhängig von der Sorte. Die Früchte werden sowohl für die Direktvermarktung als Tafeloliven als auch zur Ölgewinnung verwendet.

Dank seiner Anpassungsfähigkeit und seines geringen Wasserbedarfs ist der Olivenbaum ideal für trockene und halbtrockene Klimazonen und wird oft in Olivenbaum Pflege-Leitfäden als vergleichsweise pflegeleicht beschrieben, solange einige grundlegende Anforderungen erfüllt sind.

Standort und Pflanzung
Standort und Pflanzung

Standort und Pflanzung

Die Auswahl des richtigen Standorts ist entscheidend für das Gedeihen eines Olivenbaums. Olivenbäume bevorzugen einen sonnigen, warmen Platz, der vor extremen Wetterbedingungen geschützt ist. Sie sind außerordentlich hitzetolerant, profitieren jedoch von einem Schutz gegen starke Winde, die junge Bäume beschädigen und Blüten oder Früchte abwerfen lassen können.

Die Bedeutung des richtigen Standorts

Ein idealer Standort für einen Olivenbaum sollte mindestens sechs Stunden direkte Sonneneinstrahlung pro Tag bieten. Dies fördert nicht nur ein gesundes Wachstum, sondern auch eine reiche Fruchtbildung. Die Positionierung an einem südlichen oder südwestlichen Hang kann zusätzliche Wärme und Licht bieten, was besonders in kühleren Klimazonen vorteilhaft ist.

Tipps zur optimalen Pflanzung

Beim Pflanzen eines Olivenbaums ist es wichtig, den richtigen Boden zu wählen und ordnungsgemäß vorzubereiten:

  • Bodenbeschaffenheit: Olivenbäume bevorzugen gut durchlässige Böden, die eine Staunässe vermeiden. Schwerere Tonböden können verbessert werden, indem Sand und organische Materialien eingearbeitet werden, um die Drainage zu erhöhen.
  • Pflanztiefe und -abstand: Der Baum sollte in der gleichen Tiefe gepflanzt werden, wie er im Container gewachsen ist. Es ist wichtig, genügend Platz zwischen den Bäumen zu lassen, wenn mehrere gepflanzt werden. Ein Abstand von 6 bis 10 Metern ermöglicht eine ausreichende Luftzirkulation und Sonneneinstrahlung, was das Risiko von Krankheiten verringert.
  • Wasserzugabe nach der Pflanzung: Nach dem Pflanzen sollte gründlich gewässert werden, um die Erde um die Wurzeln zu setzen und Lufttaschen zu eliminieren. Eine Mulchschicht kann helfen, die Feuchtigkeit im Boden zu halten und die Wurzeltemperatur zu regulieren.

Eine sorgfältige Auswahl des Standorts und eine durchdachte Pflanztechnik sind entscheidend für die langfristige Gesundheit und Produktivität eines Olivenbaums. Durch die Beachtung dieser Tipps zur optimalen Pflanzung und der Bodenbeschaffenheit kann der Baum sein volles Potenzial entfalten.

Wasserbedarf und Bewässerungstechniken
Wasserbedarf und Bewässerungstechniken

Wasserbedarf und Bewässerungstechniken

Obwohl Olivenbäume für ihre Trockenheitstoleranz bekannt sind, ist eine angemessene Bewässerung während bestimmter Wachstumsphasen entscheidend, um die Gesundheit des Baumes und die Qualität der Früchte zu sichern. Die richtige Bewässerung fördert nicht nur ein starkes Wachstum, sondern hilft auch, Stress zu minimieren, der zu Krankheiten führen kann.

Richtige Bewässerungsmethoden

Eine effiziente Bewässerung beginnt mit der Wahl der richtigen Technik, die sowohl den Wasserbedarf des Baumes als auch die Erhaltung der Ressourcen berücksichtigt. Hier sind einige bewährte Methoden:

  • Tröpfchenbewässerung: Diese Methode ist ideal für Olivenbäume, da sie das Wasser direkt an die Wurzeln liefert, wo es am meisten benötigt wird. Tröpfchenbewässerung reduziert die Wasserverschwendung und minimiert das Risiko von Blattkrankheiten, die durch stehendes Wasser verursacht werden können.
  • Bewässerungsplanung: Die Häufigkeit und Menge der Bewässerung hängen stark von der Bodenart, dem Klima und der Jahreszeit ab. In der Regel benötigen Olivenbäume während der Trockenperioden und insbesondere in den Sommermonaten mehr Wasser. Junge Bäume benötigen häufigere Bewässerung, um das Wurzelwachstum zu unterstützen.

Häufige Bewässerungsfehler und deren Vermeidung

Einige gängige Irrtümer können die Gesundheit des Olivenbaums beeinträchtigen:

  • Überwässerung: Zu viel Wasser kann ebenso schädlich sein wie zu wenig. Überwässerung führt zu schlechter Sauerstoffversorgung der Wurzeln, was Wurzelfäule und andere stressbedingte Krankheiten fördern kann. Vermeiden Sie stehendes Wasser rund um den Baumstamm.
  • Unterwässerung: Während Olivenbäume Trockenheit aushalten können, kann eine zu geringe Wasserversorgung, besonders bei jungen Bäumen, zu Wachstumsverzögerungen und einer schlechten Fruchtentwicklung führen.
  • Nicht angepasster Bewässerungsplan: Es ist wichtig, den Bewässerungsplan an die saisonalen und klimatischen Bedingungen anzupassen. Eine zu häufige Bewässerung in der Regenzeit oder zu spärliche Bewässerung in Dürreperioden kann den Baum belasten.

Eine sorgfältige Überwachung und Anpassung des Bewässerungsplans nach den Bedürfnissen des Baumes und den lokalen Wetterbedingungen ist entscheidend, um eine optimale Feuchtigkeitsversorgung zu gewährleisten und häufige Bewässerungsfehler zu vermeiden. Durch die Implementierung dieser richtigen Bewässerungsmethoden kann der Gesundheitszustand und die Produktivität des Olivenbaums erheblich verbessert werden.

Düngung und Nährstoffmanagement

Eine angemessene Düngung ist entscheidend für das Wachstum und die Fruchtproduktion von Olivenbäumen. Eine ausgewogene Zufuhr spezifischer Nährstoffe fördert nicht nur die Gesundheit des Baumes, sondern beeinflusst auch die Qualität und Quantität der Ernte.

Wichtige Nährstoffe für Olivenbäume

Olivenbäume benötigen eine Reihe von Nährstoffen, um optimal zu gedeihen:

  • Stickstoff (N): Fördert das Blattwachstum und die allgemeine Vitalität des Baumes. Eine angemessene Stickstoffversorgung ist besonders wichtig in der frühen Wachstumsphase und während der Entwicklung junger Bäume.
  • Phosphor (P): Unterstützt die Entwicklung von Wurzeln und Blüten. Phosphor ist wesentlich für die Energieübertragung und hilft dem Baum, gesund zu bleiben und stressresistent zu sein.
  • Kalium (K): Verbessert die Fruchtqualität und hilft dem Baum, Krankheiten zu widerstehen. Kalium spielt auch eine wichtige Rolle bei der Regulierung der Wasserzufuhr im Baum.
  • Kalzium (Ca): Notwendig für die Zellwandstruktur und die allgemeine Zellgesundheit. Kalziummangel kann zu Fruchtdeformationen und einer schwachen Pflanzenstruktur führen.
  • Magnesium (Mg) und Mikronährstoffe wie Zink (Zn), Mangan (Mn), und Eisen (Fe) sind ebenfalls wichtig für die Chlorophyllproduktion und andere enzymatische Funktionen.

Empfehlungen für Düngemittel und Düngerfehler, die es zu vermeiden gilt

Bei der Düngung von Olivenbäumen sollten folgende Punkte beachtet werden:

  • Art des Düngemittels: Es empfiehlt sich, einen speziell für Olivenbäume formulierten Dünger zu verwenden, der ein ausgewogenes Verhältnis der oben genannten Nährstoffe enthält. Langsam freisetzende Düngemittel sind ideal, da sie eine kontinuierliche Nährstoffzufuhr bieten.
  • Zeitpunkt der Düngung: Die Hauptdüngungszeit ist das Frühjahr, wenn der Baum aus der Winterruhe erwacht und das Wachstum beginnt. Eine zusätzliche leichte Düngung kann im Frühsommer erfolgen, um die Fruchtentwicklung zu unterstützen.
  • Überdüngung vermeiden: Zu viel Dünger, besonders Stickstoff, kann zu übermäßigem Blattwachstum auf Kosten der Fruchtproduktion führen. Es kann auch die Anfälligkeit des Baumes für Krankheiten erhöhen.
  • Unterdüngung: Mangelnde Nährstoffe können zu schwachem Wachstum und schlechter Fruchtqualität führen. Ein ausgewogenes Düngungsprogramm ist für die Aufrechterhaltung eines gesunden Olivenbaums unerlässlich.

Indem Sie diese Empfehlungen für Düngemittel und das Nährstoffmanagement befolgen, können Sie sicherstellen, dass Ihr Olivenbaum die benötigten Nährstoffe in der richtigen Menge und zur richtigen Zeit erhält, um gesund zu bleiben und reichlich Früchte zu tragen. Vermeiden Sie gängige Düngerfehler, um die Langlebigkeit und Produktivität Ihres Olivenbaums zu maximieren.

Beschneidung und Pflege

Die Beschneidung ist eine grundlegende Pflegetechnik für Olivenbäume, die nicht nur das Wachstum fördert und die Baumform erhält, sondern auch dazu beiträgt, Krankheiten zu vermeiden und die Fruchtqualität zu verbessern. Eine richtig durchgeführte Beschneidung sorgt für eine gute Belüftung des Bauminneren und eine effiziente Sonneneinstrahlung, was wesentlich für die Gesundheit des Baumes ist.

Anleitung zur richtigen Beschneidung

Die richtige Technik und das richtige Timing sind entscheidend für eine effektive Beschneidung:

  • Werkzeuge vorbereiten: Stellen Sie sicher, dass alle Schneidwerkzeuge sauber und scharf sind. Dies hilft, saubere Schnitte zu machen, die schnell heilen und das Risiko von Krankheiten minimieren.
  • Formgebung und Auslichten: Entfernen Sie überkreuzende, abgestorbene oder kranke Äste, um eine offene Baumstruktur zu fördern. Dies verbessert die Luftzirkulation und Lichtdurchdringung, was für die Fruchtentwicklung entscheidend ist.
  • Junge Bäume schneiden: Bei jungen Bäumen sollte der Schnitt darauf abzielen, eine starke, gut verteilte Verzweigung zu fördern. Dies legt das Fundament für zukünftiges Wachstum und Fruchtbarkeit.

Wie und wann man beschneidet

Das Timing und die Methode des Schnitts können je nach den spezifischen Bedürfnissen des Baumes und den lokalen klimatischen Bedingungen variieren:

  • Beste Zeit für den Schnitt: Die ideale Zeit für das Beschneiden von Olivenbäumen ist das späte Winter bis frühe Frühjahr, bevor der neue Wachstumszyklus beginnt. Dies minimiert den Stress für den Baum und ermöglicht ein gesundes Wachstum in der kommenden Saison.
  • Sanfter Schnitt: Es ist wichtig, nicht zu radikal zu beschneiden, da dies den Baum stressen und die Produktion von Oliven beeinträchtigen kann. Ein moderater Schnitt, der etwa 10-30% des Blattwerks entfernt, wird empfohlen.
  • Regelmäßige Pflege: Neben dem jährlichen Hauptbeschnitt sollten leichte Korrekturen während der Wachstumsperiode durchgeführt werden, um die Form zu erhalten und jegliches Problem wie Krankheitsbefall frühzeitig anzugehen.

Indem Sie diese Richtlinien für die Beschneidung und Pflege befolgen, können Sie sicherstellen, dass Ihr Olivenbaum gesund bleibt, effizient wächst und reichlich hochwertige Früchte produziert. Regelmäßige und sachkundige Beschneidung ist entscheidend für die Langlebigkeit und Vitalität des Olivenbaums.

Schädlinge und Krankheiten

Olivenbäume können, wie alle Pflanzen, von verschiedenen Schädlingen und Krankheiten befallen werden. Die Kenntnis der häufigsten Probleme und wie man sie behandelt oder vorbeugt, kann entscheidend sein, um die Gesundheit und Produktivität des Baumes zu gewährleisten.

Häufig auftretende Schädlinge und Krankheiten bei Olivenbäumen

Einige der verbreitetsten Schädlinge und Krankheiten, die Olivenbäume betreffen, sind:

  • Olivenfruchtfliege (Bactrocera oleae): Dieser Schädling legt seine Eier in die Oliven, was zu beschädigten und unbrauchbaren Früchten führt. Die Larven ernähren sich von dem Fruchtfleisch, was zu weiterem Verfall führt.
  • Schildläuse: Sie saugen an den Blättern und Zweigen, was zu einer verminderten Vitalität des Baumes führt und Rußtaupilze anziehen kann, die sich von den Ausscheidungen der Läuse ernähren.
  • Peacock Spot (Spilocea oleagina): Eine Pilzkrankheit, die dunkle, peacock-förmige Flecken auf den Blättern verursacht und zur Entlaubung führen kann.
  • Verticilliumwelke: Ein Bodenpilz, der die Wasserleitbahnen des Baumes blockiert, was zum Welken und schließlich zum Absterben der Zweige führt.

Vorbeugende Maßnahmen und Behandlungsmethoden

Die Bekämpfung von Schädlingen und Krankheiten bei Olivenbäumen erfordert ein proaktives Management:

  • Regelmäßige Inspektionen: Überprüfen Sie Ihren Olivenbaum regelmäßig auf Anzeichen von Schädlingen und Krankheiten. Früherkennung ist der Schlüssel zur Vermeidung von schweren Schäden.
  • Kulturelle Kontrollen: Halten Sie den Bereich um den Baum sauber und frei von abgefallenen Früchten und Laub, das Schädlinge und Krankheitserreger beherbergen kann.
  • Einsatz von Fallen: Für die Olivenfruchtfliege können spezielle Fallen verwendet werden, die Pheromone oder Lockstoffe enthalten, um die Fliegen anzulocken und zu fangen.
  • Fungizide und Insektizide: Bei schwerem Befall können chemische oder biologische Behandlungsmethoden erforderlich sein. Wählen Sie Produkte, die speziell für Olivenbäume sicher sind und befolgen Sie die Anweisungen zur Anwendung genau.
  • Widerstandsfähige Sorten: Wählen Sie, wenn möglich, Olivenbaumsorten, die für ihre Resistenz gegen bestimmte Krankheiten und Schädlinge bekannt sind.

Durch die Implementierung dieser vorbeugenden Maßnahmen und Behandlungsmethoden können Sie die Auswirkungen von Schädlingen und Krankheiten auf Ihre Olivenbäume minimieren und deren Gesundheit und Produktivität langfristig sichern. Ein gesundes Management und regelmäßige Pflege sind unerlässlich, um die Langlebigkeit und Fruchtbarkeit Ihres Olivenbaums zu gewährleisten.

Winterpflege und Überwinterung

Olivenbäume sind typisch für warme, mediterrane Klimazonen, doch mit der richtigen Pflege können sie auch in kälteren Regionen erfolgreich überwintern. Angemessene Schutzmaßnahmen gegen Frost und Kälte sind entscheidend, um junge und etablierte Bäume durch die Wintermonate zu bringen.

Tipps zur Überwinterung von Olivenbäumen in kälteren Klimazonen

Wenn Sie in einer Region leben, wo die Temperaturen im Winter regelmäßig unter den Gefrierpunkt fallen, sollten Sie folgende Überwinterungstipps beachten:

  • Standortwahl: Pflanzen Sie Olivenbäume an einem geschützten Ort, der vor kalten Nordwinden bewahrt ist. Eine Positionierung an der Süd- oder Südwestseite eines Gebäudes kann zusätzlichen Schutz und Wärmespeicherung bieten.
  • Boden- und Wurzelschutz: Mulchen Sie den Bereich um die Wurzelzone herum mit einer dicken Schicht organischem Material wie Stroh oder Laub. Dies hilft, den Boden zu isolieren und verhindert, dass die Wurzeln durch den Frost beschädigt werden.
  • Winterschutz für den Stamm: Umwickeln Sie den Stamm des Baumes mit Jutestoff oder einem speziellen Winterschutzvlies. Dies schützt die empfindliche Rinde vor extremen Temperaturschwankungen und Frostschäden.
  • Bewässerung: Reduzieren Sie die Bewässerung im Herbst, bevor die ersten Fröste erwartet werden, um den Baum auf die Ruhephase vorzubereiten. Eine leichte Bewässerung an frostfreien Tagen während des Winters kann jedoch helfen, den Baum vor Austrocknung zu schützen.

Schutzmaßnahmen gegen Frost und Kälte

Zusätzliche Vorkehrungen sind nötig, um den Olivenbaum sicher durch den Winter zu bringen:

  • Überdachungen und Rahmenkonstruktionen: Für jüngere und kleinere Bäume können temporäre Überdachungen oder Rahmenkonstruktionen errichtet werden, die mit einer Plastikfolie überzogen werden. Dies schafft ein Mikroklima, das den Baum vor extremen Kälteeinbrüchen schützt.
  • Wärmequellen: In extremen Fällen können kleine Wärmequellen wie spezielle Pflanzenheizungen verwendet werden, um die unmittelbare Umgebung des Baumes zu erwärmen.
  • Frühzeitige Vorbereitung: Beginnen Sie mit den Vorbereitungen für den Winter rechtzeitig, bevor die kalte Jahreszeit einsetzt. Dies gibt dem Baum die beste Chance, sich an die niedrigeren Temperaturen anzupassen und gesund zu bleiben.

Die Winterpflege und Überwinterung von Olivenbäumen erfordert sorgfältige Planung und gelegentlich auch kreative Lösungen, insbesondere in kälteren Klimazonen. Durch die Anwendung dieser Schutzmaßnahmen können Sie sicherstellen, dass Ihr Olivenbaum die kalte Jahreszeit übersteht und im Frühjahr gesund und stark in die neue Wachstumsperiode startet.

Häufige Leserfragen zum Thema Olivenbaum-Pflege

Frage 1: Kann ich einen Olivenbaum in einem Gebiet mit kalten Wintern erfolgreich anbauen?

Antwort: Ja, es ist möglich, Olivenbäume auch in Regionen mit kalten Wintern anzubauen, vorausgesetzt, es werden geeignete Schutzmaßnahmen ergriffen. Wählen Sie einen geschützten Standort und verwenden Sie Winterschutzmethoden wie das Umwickeln des Baums mit Jutestoff oder Winterschutzvlies. Mulchen Sie die Wurzelzone, um sie vor Frost zu schützen, und erwägen Sie den Einsatz von Überdachungen für junge Bäume.

Frage 2: Wie oft muss ich meinen Olivenbaum gießen?

Antwort: Die Bewässerungshäufigkeit hängt stark von Klima, Bodenbeschaffenheit und Jahreszeit ab. In der Regel benötigen Olivenbäume während der Vegetationsperiode und insbesondere in Trockenperioden mehr Wasser. Junge Bäume sollten regelmäßiger gegossen werden, um das Wurzelwachstum zu unterstützen. In der Ruhephase im Winter kann die Bewässerung deutlich reduziert werden, um den Baum auf niedrige Temperaturen vorzubereiten.

Frage 3: Wie beschneide ich einen Olivenbaum richtig?

Antwort: Der beste Zeitpunkt für den Rückschnitt von Olivenbäumen ist das späte Winter bis frühe Frühjahr, bevor der neue Wachstumszyklus beginnt. Entfernen Sie alle kranken, beschädigten oder sich überkreuzenden Äste, um eine gute Luftzirkulation und Lichtpenetration zu gewährleisten. Ein moderater Schnitt, der etwa 10-30% des Blattwerks entfernt, fördert ein gesundes Wachstum und eine gute Fruchtproduktion. Achten Sie darauf, saubere und präzise Schnitte zu machen, um die Heilung zu erleichtern und Infektionen zu vermeiden.

Frage 4: Welche Dünger sind am besten für Olivenbäume geeignet?

Antwort: Verwenden Sie einen Dünger, der speziell für Olivenbäume formuliert ist, oder einen allgemeinen Fruchtbaumdünger, der eine ausgewogene Mischung aus Stickstoff, Phosphor und Kalium sowie essentielle Mikronährstoffe wie Magnesium und Zink enthält. Düngen Sie hauptsächlich im Frühjahr und eventuell leicht im frühen Sommer, um die Fruchtentwicklung zu unterstützen. Vermeiden Sie eine Überdüngung, besonders mit Stickstoff, da dies zu übermäßigem Laubwachstum auf Kosten der Fruchtproduktion führen kann.

Frage 5: Wie erkenne ich und behandle ich häufige Krankheiten bei Olivenbäumen?

Antwort: Häufige Krankheiten bei Olivenbäumen sind Peacock Spot und Verticilliumwelke. Peacock Spot zeigt sich durch dunkle, kreisförmige Flecken auf den Blättern und kann durch Kupferbasierte Fungizide behandelt werden. Verticilliumwelke, die die Wasserleitbahnen blockiert, ist schwieriger zu behandeln und erfordert oft das Entfernen und Zerstören befallener Pflanzenteile. Präventive Maßnahmen, wie die Auswahl krankheitsresistenter Sorten und die Aufrechterhaltung gesunder Bodenbedingungen, sind wesentlich zur Vermeidung solcher Krankheiten.

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Jan Oliver Fricke
Als Herausgeber des Online Magazine Haus & Garten ist es mir eine Freude, die Leser über Interessante Themen zu informieren und meine Erfahrungen zu teilen.