
Johannisbeeren im Garten: Warum Ihr Strauch kaum trägt und wie Sie mit dem richtigen Schnitt die Ernte verdoppeln
Kaum ein Beerenstrauch ist so genügsam und zugleich so ergiebig wie die Johannisbeere. Ein gut gepflegter Strauch trägt zwanzig Jahre und länger, bringt Jahr für Jahr mehrere Kilo Früchte und liefert dabei Vitamin C in einer Menge, die so manche Zitrusfrucht alt aussehen lässt. Trotzdem stehen in vielen Gärten Sträucher, die nur eine Handvoll saurer Beeren hervorbringen. Meist liegt das an zwei Dingen: am falschen Standort und am falschen Schnitt. Wer diese beiden Punkte versteht, hat bereits den größten Teil des Erfolgs in der Hand. In diesem Beitrag erfahren Sie, welche Sorte zu Ihrem Garten passt, wie Pflanzung und Schnitt gelingen und was zu tun ist, wenn Blüten verrieseln oder Blätter vorzeitig fallen.
Was ist die Johannisbeere (Ribes)?
Johannisbeeren gehören zur Gattung Ribes aus der Familie der Stachelbeergewächse (Grossulariaceae). Ihren Namen verdanken sie dem Johannistag am 24. Juni, um den herum die ersten Früchte reifen. Im Garten begegnen uns vor allem zwei Gruppen, die sich in Geschmack, Wuchs und Pflege deutlich unterscheiden.
Rote und Weiße Johannisbeeren
Rote und Weiße Johannisbeeren gehen auf Ribes rubrum zurück. Die weißen Sorten sind keine eigene Art, sondern eine farblose Form der roten. Sie schmecken milder und weniger säuerlich, weshalb sie sich besonders gut zum Naschen direkt vom Strauch eignen. Die Sträucher werden meist 1 bis 1,5 Meter hoch, wachsen aufrecht und tragen lange, dicht besetzte Trauben.
Schwarze Johannisbeeren
Die Schwarze Johannisbeere (Ribes nigrum), auch Cassis genannt, wächst kräftiger und erreicht bis zu 2 Meter. Ihre Blätter verströmen beim Zerreiben einen typischen, würzigen Duft. Die Beeren schmecken herb-aromatisch und enthalten mit rund 150 bis 180 Milligramm Vitamin C pro 100 Gramm etwa viermal so viel wie rote Früchte. Dazu kommen reichlich Anthocyane, also die Farbstoffe, denen eine antioxidative Wirkung zugeschrieben wird.
Empfehlenswerte Sorten für den Hausgarten
Wer Ärger mit Pilzkrankheiten vermeiden will, sollte bei der Sortenwahl auf Robustheit achten. Bei den Roten haben sich ‘Rovada’ mit sehr langen Trauben und später Reife sowie ‘Rolan’ bewährt, die als widerstandsfähig gegen die Blattfallkrankheit gilt. ‘Jonkheer van Tets’ reift früh und schmeckt hervorragend, neigt aber etwas zum Verrieseln. Bei den Weißen überzeugen ‘Weiße Versailler’ und die ertragreiche ‘Blanka’. Unter den Schwarzen sind ‘Titania’ und ‘Ometa’ robust gegen Mehltau und Säulenrost, während die kompakt wachsende ‘Ben Sarek’ auch für kleine Gärten und Kübel infrage kommt.
Standort und Boden
Johannisbeeren gedeihen sonnig bis halbschattig. Im Halbschatten tragen sie noch zuverlässig, doch die Faustregel lautet: Je mehr Sonne, desto süßer und aromatischer die Früchte. Ein luftiger Platz, an dem Blätter nach Regen schnell abtrocknen, beugt zudem Pilzkrankheiten vor. Frostsenken sind ungünstig, denn die früh erscheinenden Blüten reagieren empfindlich auf Spätfröste.
Der ideale Boden ist humos, nährstoffreich und gleichmäßig feucht, ohne zu Staunässe zu neigen. Leicht saure bis neutrale Werte zwischen pH 5,5 und 7 sind optimal. Schwere Lehmböden lassen sich mit Kompost und etwas Sand verbessern, sehr leichte Sandböden mit reichlich organischem Material.
Wichtig für die Pflege: Johannisbeeren sind Flachwurzler. Ihre Feinwurzeln liegen dicht unter der Oberfläche und werden beim Hacken schnell verletzt. Eine Mulchschicht aus Rasenschnitt, Laub oder Rindenhumus ist deshalb die bessere Wahl. Sie hält den Boden feucht, unterdrückt Unkraut und versorgt das Bodenleben.
Kultur im Topf
Auch ohne Garten müssen Sie nicht auf eigene Beeren verzichten. Entscheidend ist ein ausreichend großes Gefäß mit mindestens 30 bis 40 Litern Volumen. Abzugslöcher und eine Drainageschicht aus Blähton verhindern Staunässe. Als Substrat eignet sich hochwertige Kübelpflanzenerde, die Sie mit etwas Kompost anreichern.
Besonders beliebt für Balkon und Terrasse sind Johannisbeer-Stämmchen. Sie brauchen wenig Grundfläche, die Früchte hängen auf bequemer Pflückhöhe und unter der Krone bleibt Platz für Kräuter oder Erdbeeren. Ein stabiler Stützpfahl ist Pflicht, da die Krone bei Wind und Fruchtbehang schwer wird.
Im Kübel trocknet die Erde deutlich schneller aus als im Beet. In der Wachstumsphase und vor allem während der Fruchtbildung sollten Sie regelmäßig gießen, an heißen Tagen auch täglich. Gedüngt wird im Frühjahr mit einem organischen Beerendünger, eine zweite, leichtere Gabe nach der Blüte unterstützt die Fruchtentwicklung.
Aussaat
Johannisbeeren lassen sich zwar aus Samen ziehen, für den Hausgarten ist das jedoch selten sinnvoll. Sämlinge sind nicht sortenecht, Geschmack, Ertrag und Robustheit fallen also oft schwächer aus als bei der Muttersorte. Zudem dauert es mehrere Jahre bis zur ersten nennenswerten Ernte.
Wer trotzdem experimentieren möchte, sollte wissen: Johannisbeeren sind Kaltkeimer. Die gereinigten Samen benötigen eine Kälteperiode von vier bis sechs Wochen bei 0 bis 5 Grad, etwa in feuchtem Sand im Kühlschrank. Danach werden sie flach in Anzuchterde gesät und hell bei rund 15 bis 20 Grad gehalten.
Pflanzung und Pflege
Die beste Pflanzzeit für wurzelnackte Ware ist der Herbst, also Oktober und November. Der Boden ist dann noch warm genug, damit sich bis zum Winter neue Wurzeln bilden, und die Pflanzen starten im Frühjahr mit Vorsprung. Containerpflanzen können Sie grundsätzlich die ganze frostfreie Saison über setzen.
Als Abstand empfehlen sich für Buschformen etwa 1,5 Meter, für Stämmchen rund 1 Meter. Heben Sie ein großzügiges Pflanzloch aus und mischen Sie den Aushub mit reifem Kompost.
Tiefer pflanzen für kräftige Bodentriebe
Ein Profitrick, den viele nicht kennen: Buschjohannisbeeren werden 5 bis 10 Zentimeter tiefer gesetzt, als sie zuvor in der Baumschule oder im Topf standen. Dadurch bilden sie aus der Basis mehr kräftige Bodentriebe, die das Gerüst des späteren Strauchs bilden. Stämmchen hingegen werden nur so tief gepflanzt wie zuvor.
Wasser, Dünger und Mulch
Johannisbeeren mögen es gleichmäßig feucht. Besonders zur Blüte und während die Früchte anschwellen, führt Trockenheit zu kleinen Beeren oder zum Abwurf. Gegossen wird direkt an den Wurzelbereich, nicht über das Laub. Im zeitigen Frühjahr verteilen Sie zwei bis drei Liter Kompost pro Strauch und ergänzen bei Bedarf mit organischem Beerendünger. Eine anschließend aufgebrachte Mulchschicht von fünf Zentimetern rundet die Pflege ab.
Erziehung und Schnitt
Beim Schnitt entscheidet sich, ob ein Strauch Jahr für Jahr reich trägt oder langsam vergreist. Zunächst stellt sich die Frage nach der Wuchsform.
Busch, Stämmchen oder Spalier
Der klassische Busch ist am pflegeleichtesten, robust und langlebig. Stämmchen sparen Platz und erleichtern die Ernte, sind aber auf eine Unterlage wie Ribes aureum veredelt und etwas kurzlebiger. Die Spaliererziehung mit wenigen Leittrieben an Drähten bringt viel Licht an die Früchte, besonders große Trauben und lässt sich gut an Zäunen oder Hauswänden umsetzen. Allerdings erfordert sie einen regelmäßigen, genaueren Schnitt.
Der entscheidende Unterschied beim Fruchtholz
Hier liegt der häufigste Fehler. Rote und Weiße Johannisbeeren tragen am besten an Kurztrieben, die an zwei- bis dreijährigem Holz sitzen. Schwarze Johannisbeeren dagegen fruchten vor allem an den langen einjährigen Trieben des Vorjahres. Wer beide Gruppen gleich behandelt, schneidet bei einer davon genau das Fruchtholz weg.
Erhaltungsschnitt und Verjüngung
Der ideale Zeitpunkt für den Erhaltungsschnitt ist direkt nach der Ernte, ein Korrekturschnitt ist auch im späten Winter möglich. Bei Roten und Weißen halten Sie etwa acht bis zwölf Bodentriebe unterschiedlichen Alters. Jedes Jahr werden die zwei bis drei ältesten Triebe, die älter als vier Jahre sind, bodennah entfernt und durch kräftige junge Bodentriebe ersetzt. Bei Schwarzen schneiden Sie stärker: Abgetragene Triebe werden auf einen jungen Seitentrieb oder ganz am Boden entfernt, damit ausreichend neues Langholz nachwächst. Triebe älter als drei Jahre haben hier kaum noch Wert.
Ist ein Strauch über Jahre ungeschnitten geblieben und trägt nur noch spärlich, hilft ein Verjüngungsschnitt. Entfernen Sie dabei über zwei bis drei Jahre verteilt alle alten, dunklen Triebe bodennah. So bleibt die Pflanze ertragsfähig, während sie sich aus der Basis erneuert.
Ernte und Verwertung
Johannisbeeren sind reif, wenn sie vollständig durchgefärbt sind und sich leicht ablösen lassen. Lassen Sie sich nicht von der ersten Farbe täuschen: Ein bis zwei Wochen am Strauch bringen deutlich mehr Süße. Geerntet wird die komplette Rispe, nicht die einzelne Beere. Die Früchte bleiben so unbeschädigt und halten länger. Mit einer Gabel lassen sich die Beeren später schnell von den Stielen streifen.
Gelee, Saft und mehr
Dank ihres hohen Pektingehalts gelieren Johannisbeeren hervorragend und sind die Klassiker für Gelee. Daneben eignen sie sich für Saft, Sirup, Likör, Rote Grütze oder Kuchen mit Baiserhaube. Schwarze Johannisbeeren verleihen Soßen zu Wild und Ente eine besondere Note.
Haltbarkeit und Lagerung
Frisch geerntete Rispen halten sich im Kühlschrank zwei bis vier Tage. Zum Einfrieren werden die Beeren abgestreift, gewaschen, gut abgetropft und zunächst einzeln auf einem Blech vorgefroren. Anschließend in Beutel gefüllt, bleiben sie lose und lassen sich portionsweise entnehmen.
Überwinterung
Im Gartenboden sind Johannisbeeren vollständig winterhart und überstehen auch strenge Fröste ohne Schutz. Anders sieht es im Kübel aus: Hier kann der Wurzelballen durchfrieren. Stellen Sie das Gefäß an eine geschützte Hauswand, auf eine isolierende Unterlage aus Holz oder Styropor und umwickeln Sie den Topf mit Vlies oder Jute. An frostfreien Tagen sollte maßvoll gegossen werden.
Bei Stämmchen ist zusätzlich die Veredelungsstelle unterhalb der Krone empfindlich. Ein Vlies- oder Jutemantel um diesen Bereich schützt vor Frostrissen.
Vermehrung
Steckhölzer im Herbst und Winter
Die einfachste und sortenechte Methode ist die Vermehrung über Steckhölzer. Schneiden Sie zwischen Oktober und Dezember kräftige, einjährige Triebe von etwa 20 Zentimetern Länge. Der obere Schnitt erfolgt gerade knapp über einer Knospe, der untere schräg unter einer Knospe. Die Hölzer werden so tief in lockere Gartenerde gesteckt, dass nur noch ein bis zwei Knospen herausschauen. Bis zum Frühjahr bilden sich Wurzeln, im darauffolgenden Herbst können die Jungpflanzen an ihren endgültigen Platz.
Absenker als Alternative
Noch einfacher gelingen Absenker. Ein bodennaher, biegsamer Trieb wird im Frühjahr in eine flache Mulde gelegt, mit Erde bedeckt und fixiert, die Spitze schaut heraus. Im Laufe des Sommers bewurzelt sich der Trieb und kann im Herbst von der Mutterpflanze getrennt werden.
Krankheiten und Schädlinge
Pilzkrankheiten
Die Blattfallkrankheit zeigt sich durch kleine braune Flecken, dann vergilben die Blätter und fallen oft schon im Juli ab. Der Amerikanische Stachelbeermehltau bildet einen weißen, später braunen Belag auf Triebspitzen und Beeren, vor allem bei Schwarzen Johannisbeeren. Der Säulenrost erkennt man an orangefarbenen Pusteln auf der Blattunterseite, er benötigt Kiefern als Zwischenwirt. In allen Fällen sollten Sie befallenes Laub entfernen, nicht kompostieren und den Strauch durch Schnitt luftiger halten.
Tierische Schädlinge
Die Johannisbeer-Gallmilbe befällt vor allem Schwarze Johannisbeeren. Typisch sind kugelig aufgeblähte Rundknospen, die im Winter gut sichtbar sind. Brechen Sie diese konsequent aus, da die Milbe auch eine Viruserkrankung übertragen kann. Die Johannisbeerblasenlaus verursacht rötliche Aufwölbungen auf den Blättern, die meist optisch stören, aber selten großen Schaden anrichten. Die Larven der Johannisbeerblattwespe können Sträucher innerhalb weniger Tage kahl fressen und sollten früh abgesammelt werden. Welken einzelne Triebe plötzlich, steckt oft der Johannisbeerglasflügler dahinter, dessen Raupe im Mark frisst. Solche Triebe werden bis ins gesunde, helle Mark zurückgeschnitten.
Wenn die Blüten verrieseln
Fallen nach der Blüte viele Blüten oder junge Beeren ab und bleiben nur lückige Trauben zurück, spricht man vom Verrieseln. Häufige Ursachen sind Spätfrost während der Blüte, kalte und nasse Witterung, die Bienen am Fliegen hindert, Trockenheit oder mangelnde Befruchtung. Abhilfe schaffen ein geschützter Standort, gleichmäßige Wasserversorgung, Vlies bei Frostnächten und das Pflanzen einer zweiten Sorte.
Vorbeugen ist die beste Pflege
Ein sonniger, luftiger Standort, ein regelmäßiger Auslichtungsschnitt und robuste Sorten verhindern die meisten Probleme, bevor sie entstehen. Gießen Sie stets von unten und halten Sie die Pflanzen gleichmäßig versorgt, denn gestresste Sträucher sind deutlich anfälliger.
Tipps & Tricks
Zwar sind die meisten Johannisbeeren selbstfruchtbar, doch eine zweite Sorte in der Nähe verbessert die Befruchtung spürbar. Die Trauben werden voller und die Beeren größer.
Amseln und Stare wissen reife Johannisbeeren ebenso zu schätzen wie wir. Spannen Sie ein Vogelschutznetz, sobald die ersten Beeren Farbe annehmen, und nicht erst, wenn die Hälfte bereits fehlt.
Wer frühe, mittelfrühe und späte Sorten kombiniert, kann von Ende Juni bis in den August hinein ernten, statt alle Früchte in einer Woche verarbeiten zu müssen.
Zu den häufigsten Fehlern, die den Ertrag kosten, zählen ein zu schattiger Standort, das Hacken im Wurzelbereich, Trockenheit zur Blüte und vor allem der falsche Schnitt. Dazu gehört auch ein Strauch, der jahrelang gar nicht geschnitten wurde und nur noch aus altem, ertragsarmem Holz besteht.
Fazit
Johannisbeeren belohnen wenig Aufwand mit viel Ertrag, wenn die Grundlagen stimmen. Ein sonniger, luftiger Standort mit humosem, feuchtem Boden, eine Mulchschicht statt Hacke und ein Schnitt, der zur jeweiligen Gruppe passt, sind die wichtigsten Erfolgsfaktoren. Robuste Sorten halten Krankheiten auf Abstand und eine zweite Sorte sorgt für vollere Trauben. Der Herbst ist dabei die ideale Zeit, um aktiv zu werden. Jetzt lassen sich neue Sträucher pflanzen, Steckhölzer schneiden und vergreiste Exemplare verjüngen. So stehen die Chancen gut, dass Sie im nächsten Sommer reichlich ernten.
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Johannisbeer-Pflanze
Wer neu startet, sollte zu einer robusten Sorte greifen, die als resistent gegen Mehltau oder Blattfallkrankheit gilt. Achten Sie auf kräftige, gesunde Triebe und einen gut durchwurzelten Ballen. Containerpflanzen lassen sich flexibel setzen, wurzelnackte Ware ist im Herbst oft günstiger. Tipp: Kaufen Sie gleich zwei Sorten mit ähnlicher Blütezeit, das verbessert die Befruchtung und sorgt für vollere Trauben.
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Johannisbeeren sind Mittelzehrer und reagieren auf eine ausgewogene Versorgung mit reichem Fruchtansatz. Organische Beerendünger geben ihre Nährstoffe langsam ab und fördern zugleich das Bodenleben. Wichtig ist ein betonter Kaliumanteil, der Fruchtqualität und Winterhärte stärkt. Gedüngt wird im zeitigen Frühjahr, eine zweite, leichte Gabe nach der Blüte genügt.
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Vogelschutznetz
Amseln und Stare finden reife Johannisbeeren schneller als jeder Gärtner. Ein engmaschiges Netz schützt die Ernte zuverlässig, sobald die Beeren Farbe bekommen. Achten Sie auf eine Maschenweite, in der sich Vögel nicht verfangen können, und spannen Sie das Netz straff über ein einfaches Gestell, statt es direkt auf den Strauch zu legen. So bleibt die Ernte bequem erreichbar.
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Rindenmulch
Da Johannisbeeren Flachwurzler sind, ist Mulchen die beste Bodenpflege. Eine Schicht aus Rindenmulch oder Rindenhumus hält die Feuchtigkeit im Boden, unterdrückt Unkraut und schützt die empfindlichen Feinwurzeln. Rindenhumus ist bereits teilweise zersetzt und entzieht dem Boden weniger Stickstoff als frischer Mulch. Fünf Zentimeter Schichtdicke reichen völlig aus.
Großer Pflanzkübel
Für Johannisbeeren auf Balkon und Terrasse braucht es ein Gefäß mit mindestens 30 bis 40 Litern Volumen. Frostfeste Materialien wie hochwertiger Kunststoff oder dickwandige Keramik sind ideal, da die Pflanze ganzjährig draußen bleibt. Unverzichtbar sind Abzugslöcher. Ein Modell mit Rollen erleichtert das Umstellen an einen geschützten Winterplatz erheblich.
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Wintervlies
Im Gartenboden sind Johannisbeeren winterhart, im Kübel und als Stämmchen aber brauchen sie Schutz. Ein atmungsaktives Vlies umhüllt den Topf und die empfindliche Veredelungsstelle, ohne dass sich Feuchtigkeit staut. Im Frühjahr leistet es zusätzlich gute Dienste, wenn Spätfröste die Blüten bedrohen. Einfach über Nacht auflegen und tagsüber wieder abnehmen.
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Wer reichlich erntet, kommt um einen Dampfentsafter kaum herum. Er gewinnt aus Johannisbeeren schonend klaren Saft, der sich direkt heiß in Flaschen abfüllen oder zu Gelee weiterverarbeiten lässt. Die Beeren müssen dafür nicht einmal von den Rispen gestreift werden. Achten Sie auf ein Modell aus Edelstahl, das für Ihren Herd geeignet ist, auch für Induktion.
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Häufige Leserfragen zu Johannisbeeren
Wann ist die beste Zeit, um Johannisbeeren zu pflanzen?
Ideal ist der Herbst von Oktober bis November. Der Boden ist dann noch warm, sodass die Sträucher vor dem Winter neue Wurzeln bilden und im Frühjahr kräftig austreiben. Containerware lässt sich zwar während der gesamten frostfreien Saison pflanzen, braucht im Sommer aber deutlich mehr Wasser. Wurzelnackte Pflanzen sollten Sie vor dem Setzen einige Stunden in einen Eimer Wasser stellen.
Warum trägt mein Johannisbeerstrauch kaum Früchte?
Die häufigsten Ursachen sind ein zu schattiger Standort, ein falscher oder fehlender Schnitt und Trockenheit während der Blüte. Ältere, ungeschnittene Sträucher bestehen oft nur noch aus ertragsarmem Altholz. Auch Spätfröste können die Blüten schädigen. Prüfen Sie zuerst den Schnitt, denn hier lässt sich am schnellsten etwas verbessern. Ein Verjüngungsschnitt über zwei bis drei Jahre bringt die meisten Sträucher wieder in Form.
Wie unterscheidet sich der Schnitt bei roten und schwarzen Johannisbeeren?
Rote und Weiße Johannisbeeren tragen an Kurztrieben auf zwei- bis dreijährigem Holz. Sie entfernen jährlich nur die ältesten Triebe ab etwa vier Jahren. Schwarze Johannisbeeren fruchten dagegen vor allem an einjährigen Langtrieben und werden deshalb kräftiger geschnitten. So wächst ausreichend junges Holz nach. Der beste Zeitpunkt ist bei beiden direkt nach der Ernte.
Brauchen Johannisbeeren eine zweite Sorte zur Befruchtung?
Die meisten Sorten sind selbstfruchtbar und tragen auch allein. Eine zweite Sorte in der Nähe verbessert die Befruchtung jedoch deutlich. Die Trauben werden voller, die Beeren größer und das Risiko des Verrieselns sinkt. Besonders bei Schwarzen Johannisbeeren lohnt sich eine Kombination. Wählen Sie Sorten mit ähnlicher Blütezeit.
Kann man Johannisbeeren im Topf auf dem Balkon halten?
Ja, mit einem Gefäß von mindestens 30 bis 40 Litern klappt das gut. Johannisbeer-Stämmchen und kompakte Sorten wie ‘Ben Sarek’ eignen sich besonders. Wichtig sind Abzugslöcher, eine Drainageschicht und regelmäßiges Gießen, da die Erde im Kübel schnell austrocknet. Im Winter braucht der Topf einen Schutz aus Vlies oder Jute und eine isolierende Unterlage.
Was tun gegen Mehltau an Johannisbeeren?
Schneiden Sie befallene Triebspitzen großzügig ab und entsorgen Sie sie im Hausmüll. Ein luftiger Schnitt sorgt dafür, dass das Laub schneller abtrocknet. Vermeiden Sie stickstoffbetonte Düngung, denn weiche Triebe sind besonders anfällig. Langfristig hilft vor allem die Wahl resistenter Sorten wie ‘Titania’ oder ‘Ometa’. Gießen Sie außerdem nur von unten.
Warum fallen die Blätter meiner Johannisbeere schon im Sommer ab?
Meist steckt die Blattfallkrankheit dahinter, ein Pilz, der zunächst braune Flecken verursacht. Danach vergilben die Blätter und fallen ab. Sammeln Sie das herabgefallene Laub gründlich auf und kompostieren Sie es nicht, da der Pilz darin überwintert. Auch starke Trockenheit kann zu vorzeitigem Blattfall führen. Eine Mulchschicht und gleichmäßige Wasserversorgung helfen vorbeugend.
Wie vermehre ich Johannisbeeren am einfachsten?
Am einfachsten gelingt die Vermehrung über Steckhölzer im Herbst oder Winter. Schneiden Sie etwa 20 Zentimeter lange einjährige Triebe und stecken Sie sie so tief in lockere Erde, dass nur noch ein bis zwei Knospen herausschauen. Die Bewurzelungsquote ist hoch, und die Jungpflanzen sind sortenecht. Nach einem Jahr können sie an ihren endgültigen Platz umziehen.
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