Inkagurken anbauen: Warum dieses vergessene Andengemüse jetzt deutsche Gärten erobert
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Alte Gemüsesorten erleben seit einigen Jahren eine bemerkenswerte Renaissance. Immer mehr Hobbygärtner entdecken die Vielfalt jenseits von Tomate, Zucchini und Paprika – und stoßen dabei auf faszinierende Kulturpflanzen, die einst zum alltäglichen Speiseplan gehörten, heute jedoch fast vergessen sind. Neben Pastinake, Topinambur und Haferwurzel rückt auch exotisches Gemüse aus fernen Regionen verstärkt in den Fokus. Eine dieser Entdeckungen verdient besondere Aufmerksamkeit: die Inkagurke, botanisch als Cyclanthera pedata bekannt.
Dieses rankende Kürbisgewächs aus den südamerikanischen Anden vereint alles, was experimentierfreudige Gärtner begeistert. Die Pflanze wächst üppig, liefert zuverlässig reiche Erträge und überrascht mit einem milden, erfrischenden Geschmack, der sich vielseitig in der Küche einsetzen lässt. Trotz ihrer tropischen Herkunft gedeiht die Inkagurke auch im mitteleuropäischen Klima erstaunlich gut – vorausgesetzt, man beachtet einige grundlegende Kulturbedingungen. Der folgende Ratgeber begleitet Sie von der Aussaat bis zur Ernte und zeigt, wie Sie dieses unterschätzte Andengemüse erfolgreich im eigenen Garten, auf dem Balkon oder der Terrasse kultivieren.
Was ist die Inkagurke?
Die Inkagurke gehört zur Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae) und trägt den wissenschaftlichen Namen Cyclanthera pedata. In ihrer südamerikanischen Heimat, wo sie seit Jahrtausenden kultiviert wird, kennt man sie unter verschiedenen Bezeichnungen: Caigua, Achocha, Korila oder schlicht Hörnchenkürbis – letzterer Name verweist auf die charakteristische Form der Früchte, die an kleine, gebogene Hörner erinnern.
Die ursprüngliche Heimat der Inkagurke erstreckt sich über die Andenregionen von Peru, Bolivien, Ecuador und Kolumbien. Bereits die Inka bauten dieses Gemüse systematisch an und schätzten es als wichtige Nahrungsquelle. In traditionellen Gerichten der Andenküche werden die hohlen Früchte gerne gefüllt, ähnlich wie bei uns Paprika oder Zucchini. Darüber hinaus nutzte die traditionelle Volksmedizin verschiedene Pflanzenteile zur Behandlung von Beschwerden des Herz-Kreislauf-Systems.
Geschmacklich erinnert die Inkagurke an eine Mischung aus Gurke und grüner Paprika, wobei eine leicht säuerliche, erfrischende Note mitschwingt. Die Früchte enthalten kaum Kalorien, dafür aber wertvolle Ballaststoffe, Vitamin C sowie Mineralstoffe wie Kalium und Magnesium. Wer auf der Suche nach einem kalorienarmen, knackigen Gemüse für die sommerliche Küche ist, findet in der Inkagurke eine willkommene Bereicherung des Speiseplans.
Sorten und Varietäten
Im Vergleich zu etablierten Gemüsearten wie Tomaten oder Kürbissen fällt die Sortenvielfalt bei Inkagurken überschaubar aus. Dennoch lassen sich im Handel verschiedene Typen finden, die sich hinsichtlich Fruchtgröße, Oberflächenstruktur und Wuchsverhalten unterscheiden.
Die am häufigsten angebotene Variante bildet mittelgroße, etwa 8 bis 15 Zentimeter lange Früchte mit glatter oder leicht geriffelter Oberfläche. Diese Standardform eignet sich hervorragend für Einsteiger, da sie robust wächst und zuverlässig Erträge liefert. Daneben existieren Varietäten mit stacheliger Schale, deren Früchte optisch an kleine Igelchen erinnern. Diese stacheligen Formen gelten als besonders ursprünglich und werden von Sammlern alter Sorten geschätzt.
Hinsichtlich des Wuchsverhaltens zeigen sich ebenfalls Unterschiede. Manche Herkünfte entwickeln besonders lange Ranken von vier bis sechs Metern, andere bleiben kompakter und eignen sich dadurch besser für den Anbau in Kübeln. Wer zum ersten Mal Inkagurken kultiviert, greift am besten zu bewährtem Saatgut von spezialisierten Anbietern für seltene Gemüsesorten. Diese garantieren keimfähiges, sortenreines Material und liefern oft hilfreiche Kulturhinweise mit.
Der richtige Standort und Boden
Als Pflanze tropischer Herkunft bevorzugt die Inkagurke warme, geschützte Standorte mit ausreichend Sonnenlicht. Ein Platz an einer südlich oder südwestlich ausgerichteten Hauswand, vor einer Mauer oder an einem Zaun bietet ideale Bedingungen. Die Wärmeabstrahlung solcher Strukturen begünstigt das Wachstum und schützt gleichzeitig vor kalten Winden.
Erstaunlicherweise toleriert die Inkagurke auch halbschattige Lagen besser als viele andere Kürbisgewächse. Wer keinen vollsonnigen Platz zur Verfügung hat, muss nicht zwangsläufig auf den Anbau verzichten – lediglich mit etwas geringeren Erträgen ist dann zu rechnen. Diese Anpassungsfähigkeit macht die Pflanze auch für weniger optimal ausgerichtete Gärten interessant.
Der Boden sollte locker, humusreich und gut durchlässig sein. Staunässe vertragen die Wurzeln nicht und reagieren rasch mit Fäulnis. Schwere, verdichtete Böden lockert man vor der Pflanzung tiefgründig auf und verbessert sie durch die Einarbeitung von reifem Kompost oder gut verrottetem Stallmist. Ein leicht saurer bis neutraler pH-Wert zwischen 6,0 und 7,0 entspricht den Ansprüchen der Pflanze.
Für den Anbau auf Balkon oder Terrasse eignen sich Kübel mit einem Fassungsvermögen von mindestens 20 Litern. Hochwertige Gemüseerde, gemischt mit etwas Perlite oder Sand zur Verbesserung der Drainage, schafft optimale Wurzelbedingungen. Da Inkagurken kletternde Pflanzen sind, benötigen sie in jedem Fall eine stabile Rankhilfe. Rankgitter, Obelisken, gespannte Schnüre oder Maschendraht bieten den Ranken Halt und lenken das Wachstum in geordnete Bahnen.
Anbau und Aussaat
Die Anzucht der Inkagurke beginnt im Haus, denn die frostempfindlichen Pflanzen dürfen erst nach den letzten Spätfrösten ins Freie. Mitte April ist ein guter Zeitpunkt, um mit der Vorkultur zu starten. Die flachen, unregelmäßig geformten Samen keimen bei Temperaturen zwischen 20 und 25 Grad Celsius zuverlässig innerhalb von 10 bis 14 Tagen.
Vor der Aussaat empfiehlt sich ein Einweichen der Samen über Nacht in lauwarmem Wasser. Diese Maßnahme weicht die harte Samenschale auf und beschleunigt die Keimung spürbar. Anschließend legt man jeweils zwei Samen etwa zwei Zentimeter tief in kleine Töpfe mit Anzuchterde. Ein warmer Platz auf der Fensterbank, im beheizten Gewächshaus oder auf einer Heizmatte sorgt für die nötige Keimtemperatur. Sobald die Sämlinge erscheinen, benötigen sie viel Licht, um nicht zu vergeilen.
Nach den Eisheiligen Mitte Mai – in rauen Lagen besser erst Ende Mai – erfolgt das Auspflanzen an den endgültigen Standort. Zwischen den einzelnen Pflanzen sollte ein Abstand von mindestens 50 Zentimetern liegen, damit sich die kräftigen Triebe ungehindert entwickeln können. Beim Einsetzen achtet man darauf, den Wurzelballen nicht zu beschädigen und die Pflanze ebenso tief zu setzen, wie sie zuvor im Topf stand. Ein Angießen mit lauwarmem Wasser erleichtert das Anwachsen.
Pflege während der Saison
Einmal etabliert, zeigt sich die Inkagurke als dankbare und relativ anspruchslose Kulturpflanze. Dennoch honoriert sie aufmerksame Pflege mit deutlich höheren Erträgen und gesundem Wachstum.
Der Wasserbedarf fällt moderat aus. Die Pflanzen bevorzugen gleichmäßige Feuchtigkeit, ohne dass der Boden dauerhaft nass steht. In heißen Sommerwochen empfiehlt sich eine morgendliche Bewässerung direkt im Wurzelbereich. Gießen über das Laub begünstigt Pilzkrankheiten und sollte daher vermieden werden. Eine Mulchschicht aus Stroh, Grasschnitt oder Rindenkompost hält die Feuchtigkeit im Boden, unterdrückt Unkraut und reguliert die Bodentemperatur.
Was die Nährstoffversorgung betrifft, zählt die Inkagurke zu den Mittelzehrern. Eine Grunddüngung mit Kompost bei der Pflanzung deckt den Bedarf für die ersten Wochen. Ab Blühbeginn unterstützt eine regelmäßige Gabe von organischem Flüssigdünger – etwa alle zwei Wochen – die Fruchtbildung. Übermäßige Stickstoffgaben fördern zwar üppiges Blattwachstum, gehen jedoch zulasten des Fruchtansatzes.
Im Gegensatz zu Tomaten müssen Inkagurken nicht ausgegeizt werden. Die Pflanzen verzweigen sich von Natur aus stark und bilden an den Seitentrieben reichlich Blüten. Ein Einkürzen der Triebspitzen kann jedoch sinnvoll sein, wenn die Pflanze über ihre Rankhilfe hinauswächst oder zu dicht wird. Regelmäßiges Hochleiten der Ranken und Befestigen an der Kletterhilfe sorgt für Ordnung und bessere Durchlüftung des Bestandes.
Tipps und Tricks für reiche Ernte
Erfahrene Inkagurken-Gärtner kennen einige Kniffe, die den Ertrag deutlich steigern können. Ein wesentlicher Faktor ist die rechtzeitige Bereitstellung einer ausreichend dimensionierten Rankhilfe. Pflanzen, die ungehindert klettern können, entwickeln mehr Blüten und damit mehr Früchte als solche, deren Triebe am Boden liegen.
Die Bestäubung erfolgt durch Insekten, vornehmlich durch Bienen und Hummeln. Ein insektenfreundlicher Garten mit blühenden Begleitpflanzen in der Nähe erhöht die Besuchsfrequenz und damit den Fruchtansatz. Bei anhaltend nasskaltem Wetter oder fehlenden Bestäubern kann eine Handbestäubung mit einem weichen Pinsel nachhelfen.
Häufige Anfängerfehler lassen sich leicht vermeiden. Zu frühes Auspflanzen vor den Eisheiligen setzt die kälteempfindlichen Jungpflanzen unnötigem Stress aus. Zu enger Pflanzabstand führt zu Lichtmangel im Bestandsinneren und begünstigt Pilzbefall. Unregelmäßiges Gießen – der Wechsel zwischen Trockenheit und Übernässung – stresst die Pflanzen ebenfalls und kann Blütenfall verursachen.
Ernte und Erntezeitpunkt
Die Erntezeit beginnt etwa 10 bis 12 Wochen nach der Pflanzung und erstreckt sich bei guter Pflege bis in den Oktober hinein. Die Früchte sind erntereif, wenn sie eine Länge von 8 bis 15 Zentimetern erreicht haben und sich noch fest anfühlen. In diesem Stadium sind die Samen im Inneren noch weich und unreif, das Fruchtfleisch knackig und aromatisch.
Überreife Früchte erkennt man an der gelblichen Verfärbung und der weicheren Konsistenz. Sie eignen sich zwar noch zum Verzehr, verlieren jedoch an Geschmack und Biss. Für die Saatgutgewinnung hingegen lässt man einige Früchte absichtlich an der Pflanze ausreifen, bis sie vollständig gelb und trocken sind.
Eine regelmäßige, kontinuierliche Ernte regt die Pflanze zur Bildung neuer Blüten und Früchte an. Wer alle zwei bis drei Tage erntet, kann den Gesamtertrag deutlich steigern. Pro Pflanze sind unter guten Bedingungen 30 bis 50 Früchte oder mehr möglich – ein beachtliches Ergebnis für ein exotisches Gewächs im mitteleuropäischen Garten.
Vermehrung und Saatgutgewinnung
Die Gewinnung eigenen Saatguts gelingt bei der Inkagurke unkompliziert. Hierfür wählt man besonders schöne, gesunde Früchte von kräftigen Pflanzen aus und lässt diese vollständig ausreifen. Wenn die Schale papierartig dünn und trocken geworden ist, öffnet man die Frucht und entnimmt die schwarzen, flachen Samen.
Die Samen werden gründlich von anhaftenden Fruchtfleischresten befreit und an einem luftigen, schattigen Ort getrocknet. Vollständig durchgetrocknetes Saatgut lässt sich in Papiertüten oder Schraubgläsern kühl und dunkel über mehrere Jahre lagern, ohne nennenswert an Keimfähigkeit zu verlieren.
Da Inkagurken einhäusig sind – also männliche und weibliche Blüten an derselben Pflanze tragen – und vorwiegend durch Insekten bestäubt werden, kann es bei mehreren Sorten im gleichen Garten zu Verkreuzungen kommen. Wer sortenreines Saatgut wünscht, kultiviert nur eine Varietät oder isoliert einzelne Blüten vor dem Öffnen mit Organzabeuteln und bestäubt von Hand.
Schädlinge und Krankheiten
Die Inkagurke erweist sich im Vergleich zu anderen Kürbisgewächsen als relativ robust gegenüber Schädlingen und Krankheiten. Dennoch können einige typische Probleme auftreten, die rechtzeitiges Handeln erfordern.
Blattläuse siedeln sich gelegentlich an jungen Triebspitzen und Blattunterseiten an. Bei leichtem Befall genügt oft das Abspritzen mit einem kräftigen Wasserstrahl. Stärkerer Befall lässt sich mit Schmierseifenlösung oder Neem-Präparaten biologisch bekämpfen. Nützlinge wie Marienkäfer und Florfliegenlarven dezimieren Blattlauspopulationen auf natürliche Weise.
Echter Mehltau zeigt sich als weißlicher, mehliger Belag auf den Blättern und tritt vor allem bei feuchtwarmer Witterung und schlechter Durchlüftung auf. Vorbeugend wirkt ein luftiger Pflanzabstand und das Vermeiden von Überkopfbewässerung. Befallene Blätter entfernt man umgehend. Spritzungen mit verdünnter Magermilch oder Backpulverlösung können im Anfangsstadium helfen.
Spinnmilben treten gelegentlich bei anhaltend heißer, trockener Witterung auf. Feine Gespinste an den Blattunterseiten verraten den Befall. Regelmäßiges Besprühen der Blätter mit Wasser erhöht die Luftfeuchtigkeit und macht den Milben das Leben schwer. Bei starkem Befall helfen Raubmilben als biologische Gegenspieler.
Lagerung und Verwertung
Frisch geerntete Inkagurken halten sich im Gemüsefach des Kühlschranks etwa eine Woche. Bei Raumtemperatur verkürzt sich die Haltbarkeit auf wenige Tage. Für eine längerfristige Konservierung bieten sich verschiedene Methoden an.
Einfrieren gelingt problemlos: Die Früchte werden gewaschen, in Scheiben oder Stücke geschnitten und blanchiert, bevor sie portionsweise eingefroren werden. So behandelt, behalten sie ihren Biss und eignen sich später hervorragend für Pfannengerichte oder Suppen.
Besonders beliebt ist das Einlegen nach Art von Mixed Pickles. Die Früchte werden mit Essig, Zucker, Salz und Gewürzen wie Senfkörnern, Dill oder Lorbeer aufgegossen und halten sich so über Monate im Vorratsschrank. Diese süß-sauren Inkagurken schmecken als Beilage zu Gegrilltem oder auf dem Antipasti-Teller.
In der warmen Küche überzeugt die Inkagurke durch ihre Wandlungsfähigkeit. Klassisch werden die hohlen Früchte gefüllt – etwa mit Hackfleisch, Reis oder vegetarischen Mischungen – und im Ofen gebacken. Roh aufgeschnitten bereichern sie Salate mit ihrer knackigen Textur und dem erfrischend-milden Geschmack. In asiatisch inspirierten Wokgerichten harmonieren sie wunderbar mit Sojasauce, Ingwer und Sesamöl. Auch als Rohkost mit Dip oder in Sandwiches machen die dünnen Scheiben eine gute Figur.
Fazit
Die Inkagurke verdient einen festen Platz im Repertoire experimentierfreudiger Gemüsegärtner. Ihre Robustheit, der geringe Pflegeaufwand und die zuverlässigen Erträge machen sie auch für Einsteiger interessant, die erste Erfahrungen mit exotischem Gemüse sammeln möchten. Der erfrischende Geschmack und die vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten in der Küche runden das positive Gesamtbild ab.
Wer in diesem Frühjahr auf der Suche nach einer neuen gärtnerischen Herausforderung ist, sollte der Cyclanthera pedata eine Chance geben. Mit etwas Geduld bei der Anzucht und einem warmen, geschützten Plätzchen im Garten steht einer reichen Ernte nichts im Wege. Die Samen sind bei spezialisierten Anbietern erhältlich – bestellen Sie rechtzeitig, denn die Nachfrage nach diesem Andengemüse wächst von Jahr zu Jahr.
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Saatgut Inkagurke
Der Grundstein für eine erfolgreiche Inkagurken-Kultur ist hochwertiges, keimfähiges Saatgut. Spezialisierte Anbieter für seltene und alte Gemüsesorten führen verschiedene Herkünfte der Cyclanthera pedata, teilweise auch die stachelige Variante. Achten Sie auf das Abfülldatum und die angegebene Keimfähigkeit. Pro Pflanze können Sie mit 30 bis 50 Früchten rechnen, sodass bereits wenige Samenkörner für eine üppige Ernte genügen. Bestellen Sie rechtzeitig im Frühjahr, da beliebte Sorten schnell vergriffen sind.
Häufige Leserfragen rund um die Inkagurke
Ist die Inkagurke winterhart und kann sie mehrjährig kultiviert werden?
Die Inkagurke ist in unseren Breiten nicht winterhart und wird daher einjährig kultiviert. Als tropische Pflanze verträgt sie keinerlei Frost und stirbt bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt unweigerlich ab. In ihrer südamerikanischen Heimat wächst sie zwar als ausdauernde Pflanze, doch selbst milde deutsche Winter übersteht sie nicht im Freien. Eine Überwinterung im Haus gelingt theoretisch, lohnt sich jedoch kaum, da die Anzucht aus Samen unkompliziert ist und kräftigere Pflanzen hervorbringt als überwinterte Exemplare. Planen Sie die Inkagurke daher als einjährige Sommerkultur ein und sichern Sie sich im Herbst Saatgut für die kommende Saison.
Wie unterscheidet sich die Inkagurke geschmacklich von normalen Gurken?
Trotz des ähnlichen Namens schmeckt die Inkagurke deutlich anders als die gewöhnliche Salatgurke. Das Aroma erinnert eher an eine Kreuzung aus Gurke und grüner Paprika, begleitet von einer dezent säuerlichen, erfrischenden Note. Die Konsistenz ist knackiger und fester, das Fruchtfleisch weniger wässrig. Besonders charakteristisch ist die hohle Struktur der Früchte, die sie ideal zum Füllen macht. Wer den milden, leicht herben Geschmack von Paprika mag und gleichzeitig die Frische von Gurken schätzt, wird die Inkagurke lieben. Am besten probieren Sie die ersten Früchte roh, um sich selbst ein Bild vom einzigartigen Geschmacksprofil zu machen.
Kann ich Inkagurken auch auf dem Balkon oder der Terrasse anbauen?
Der Anbau auf Balkon und Terrasse gelingt problemlos, sofern einige Voraussetzungen erfüllt sind. Wählen Sie einen Kübel mit mindestens 20 Litern Fassungsvermögen, damit sich das Wurzelsystem ausreichend entwickeln kann. Hochwertige Gemüseerde, angereichert mit etwas Perlite für bessere Drainage, bietet optimale Bedingungen. Unverzichtbar ist eine stabile Rankhilfe von mindestens zwei Metern Höhe – ein Rankgitter, ein Obelisk oder gespannte Schnüre erfüllen diesen Zweck. Ein sonniger bis halbschattiger Standort mit Schutz vor starkem Wind rundet die idealen Bedingungen ab. Bei regelmäßiger Wasser- und Nährstoffversorgung steht einer üppigen Ernte auf dem Balkon nichts im Wege.
Warum bildet meine Inkagurke viele Blüten, aber keine Früchte?
Ausbleibender Fruchtansatz trotz reicher Blüte deutet meist auf Bestäubungsprobleme hin. Die Inkagurke bildet getrennte männliche und weibliche Blüten an derselben Pflanze, wobei Insekten den Pollen übertragen müssen. Bei nasskaltem Wetter, fehlendem Insektenflug oder ungünstiger Standortwahl bleibt die Bestäubung aus. Abhilfe schafft eine Handbestäubung mit einem weichen Pinsel: Streichen Sie morgens über die Staubgefäße der männlichen Blüten und übertragen Sie den Pollen auf die Narben der weiblichen Blüten, erkennbar an der kleinen Fruchtverdickung unter den Blütenblättern. Fördern Sie zudem den Insektenbesuch, indem Sie blühende Kräuter oder Sommerblumen in der Nähe pflanzen.
Welche Rankhilfe eignet sich am besten für Inkagurken?
Die ideale Rankhilfe bietet ausreichend Halt für die kräftigen, mehrere Meter langen Triebe und ermöglicht gleichzeitig eine gute Durchlüftung des Blattwerks. Bewährt haben sich stabile Rankgitter aus Holz oder Metall, Maschendrahtzäune sowie gespannte Schnur- oder Drahtsysteme an Hauswänden. Die Rankhilfe sollte mindestens zwei, besser drei bis vier Meter hoch sein, da die Pflanzen unter guten Bedingungen sehr wuchsfreudig sind. Obelisken und Pyramiden aus dem Gartencenter funktionieren ebenfalls, stoßen bei üppigem Wachstum jedoch schnell an ihre Grenzen. Wer kreativ werden möchte, lässt die Inkagurke an einem alten Obstbaum, einem Zaun oder einer Pergola emporranken – solche naturnahen Lösungen fügen sich harmonisch ins Gartenbild ein.
Sind alle Teile der Inkagurke essbar oder nur die Früchte?
Neben den Früchten können Sie auch die jungen Blätter und Triebspitzen der Inkagurke verzehren. In der traditionellen Andenküche werden diese als spinatähnliches Blattgemüse zubereitet – kurz blanchiert oder in der Pfanne geschwenkt. Der Geschmack erinnert entfernt an Mangold mit einer leicht herben Note. Verwenden Sie nur junge, zarte Blätter, da ältere Exemplare faserig und bitter werden können. Die Samen reifer Früchte sind ebenfalls essbar, solange sie noch weich und hell gefärbt sind. Harte, schwarze Samen aus vollreifen Früchten dienen hingegen ausschließlich der Vermehrung und schmecken nicht besonders. Experimentieren Sie ruhig mit verschiedenen Pflanzenteilen und entdecken Sie die kulinarische Vielfalt dieses Andengemüses.
Wie erkenne ich, ob meine Inkagurken von Mehltau befallen sind, und was kann ich dagegen tun?
Echter Mehltau zeigt sich als weißlicher, mehlartiger Belag auf der Blattoberseite und breitet sich bei feuchtwarmer Witterung rasch aus. Befallene Blätter werden mit der Zeit gelb und vertrocknen. Zur Vorbeugung achten Sie auf ausreichend Pflanzabstand für gute Luftzirkulation und vermeiden Sie Überkopfbewässerung. Gießen Sie stets direkt in den Wurzelbereich und möglichst morgens, damit die Blätter über den Tag abtrocknen können. Bei ersten Anzeichen entfernen Sie befallene Blätter sofort und entsorgen sie im Hausmüll, nicht auf dem Kompost. Als bewährtes Hausmittel gilt eine Spritzung mit verdünnter Magermilch oder Vollmilch im Verhältnis eins zu acht mit Wasser, die den Pilz durch die enthaltenen Mikroorganismen bekämpft. Auch eine Lösung aus einem Päckchen Backpulver auf einen Liter Wasser kann im Anfangsstadium helfen.
Wann ist der beste Zeitpunkt, um Saatgut von Inkagurken zu gewinnen?
Die Saatgutgewinnung erfolgt am Ende der Saison, wenn Sie ausgewählte Früchte an der Pflanze vollständig ausreifen lassen. Warten Sie, bis die Schale der Früchte von grün über gelb zu einer papierartigen, trockenen Konsistenz wechselt und die Frucht fast pergamentartig wirkt. Dieser Prozess dauert mehrere Wochen länger als die normale Erntereife. Ernten Sie die vollreifen Früchte erst kurz vor dem ersten Frost oder sobald sie sich leicht von der Pflanze lösen. Öffnen Sie die trockene Hülle und entnehmen Sie die schwarzen, flachen Samen. Trocknen Sie diese einige Tage an einem luftigen, schattigen Ort nach und lagern Sie sie anschließend kühl und dunkel in Papiertüten oder Schraubgläsern. So aufbewahrt, bleibt das Saatgut drei bis vier Jahre keimfähig.
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