Ananaskirsche

Ananaskirsche Physalis pruinosa
Ananaskirsche Physalis pruinosa

Ananaskirsche: Der unterschätzte Gartenheld – Tipps zur Kultivierung und Pflege von Physalis pruinosa

Die Ananaskirsche (Physalis pruinosa), auch bekannt als “Ground Cherry” oder “Husk Cherry”, ist eine charmante und zunehmend beliebte Pflanze in Gärten weltweit. Sie gehört zur Familie der Nachtschattengewächse, zu der auch Tomaten und Paprika zählen. Ihre Früchte sind von einem papierartigen Kelch umhüllt und bieten nicht nur eine exotische optische Bereicherung für den Garten, sondern auch eine geschmackliche. Sie sind süß und aromatisch, mit einer dezenten Ananasnote, was sie besonders bei Gärtnern beliebt macht, die auf der Suche nach ungewöhnlichen und schmackhaften Ernten sind.

In diesem Ratgeber erfahren Sie alles Wissenswerte über die Kultivierung der Ananaskirsche. Von der richtigen Standortwahl über die Pflege bis hin zur Ernte und Verwertung der Früchte bieten wir Ihnen praktische Tipps und Erklärungen, die Ihnen helfen, diese interessante Pflanze erfolgreich in Ihrem Garten oder sogar auf Ihrem Balkon zu ziehen.

Ananaskirsche Physalis pruinosa
Ananaskirsche Physalis pruinosa

Was ist die Ananaskirsche? (Physalis pruinosa)

Die Ananaskirsche, wissenschaftlich als Physalis pruinosa bekannt, ist eine kleine, aber faszinierende Pflanze, die sich durch ihre einzigartigen, lampionartigen Hüllblätter auszeichnet, welche die Früchte bis zur Reife umgeben. Diese Art der Physalis ist besonders wegen ihrer pflegeleichten Natur und der attraktiven, essbaren Früchte geschätzt, die im Spätsommer geerntet werden können.

Im Vergleich zur bekannteren Andenbeere oder Kapstachelbeere (Physalis peruviana) gibt es einige bemerkenswerte Unterschiede:

  • Größe und Wuchsform: Physalis pruinosa wächst kompakter und erreicht in der Regel eine Höhe von etwa 40 bis 70 Zentimetern. Die Andenbeere hingegen kann deutlich größer werden.
  • Fruchtgröße und Reifezeit: Die Früchte der Ananaskirsche sind kleiner und reifen früher als die der Andenbeere. Sie sind etwa kirschgroß und fallen von selbst zu Boden, wenn sie reif sind.
  • Klimatische Ansprüche: Die Ananaskirsche kommt auch mit weniger idealen Klimabedingungen aus und kann in kühleren Regionen angebaut werden, während die Andenbeere wärmere Bedingungen bevorzugt.

Die Früchte der Ananaskirsche sind gelb bis orangefarben und werden von einem trockenen, pergamentartigen Kelch umgeben, der sie vor Schädlingen und leichtem Frost schützt. Geschmacklich bieten sie ein süßes, leicht tropisches Aroma, das an eine Mischung aus Ananas und Vanille erinnert. Aufgrund dieser Eigenschaften ist Physalis pruinosa nicht nur eine attraktive Wahl für den Obstgarten, sondern auch eine praktische Ergänzung für Gärten in gemäßigten Klimazonen.

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Kultur im Topf

Die Anzucht der Ananaskirsche in Töpfen und Kübeln ist eine hervorragende Option für Gärtner, die über begrenzten Platz verfügen oder einfach die Flexibilität genießen möchten, ihre Pflanzen bei Bedarf umzustellen. Um Physalis pruinosa erfolgreich in einem Topf zu kultivieren, sind einige wichtige Schritte zu beachten:

  1. Topfauswahl: Wählen Sie einen ausreichend großen Topf mit einem Durchmesser von mindestens 30 Zentimetern und einer Tiefe von 20 bis 25 Zentimetern, um genügend Raum für das Wurzelwachstum zu bieten. Der Topf sollte unbedingt Drainagelöcher besitzen, um Staunässe zu vermeiden.
  2. Boden und Substrat: Verwenden Sie eine hochwertige, gut drainierende Blumenerde, gemischt mit Kompost, um die Nährstoffversorgung zu verbessern und die Bodenstruktur aufzulockern. Ein leichter, luftiger Boden fördert das Wurzelwachstum und verhindert Wasseransammlungen.
  3. Standort: Positionieren Sie den Topf an einem sonnigen, geschützten Ort. Die Ananaskirsche bevorzugt viel Licht und Wärme. Ein Standort an der Süd- oder Südwestseite Ihres Hauses oder Balkons ist ideal. Die Nähe zu einer Wand, die Wärme speichert und nachts abgibt, kann ebenfalls vorteilhaft sein.
  4. Wasser und Düngung: Gießen Sie regelmäßig, um den Boden gleichmäßig feucht zu halten, aber vermeiden Sie Überwässerung. Eine gute Faustregel ist, zu warten, bis die oberste Bodenschicht leicht angetrocknet ist, bevor erneut gegossen wird. Düngen Sie die Pflanzen während der Wachstumsperiode alle zwei bis drei Wochen mit einem ausgewogenen, flüssigen Dünger.
  5. Pflege: Die Ananaskirsche ist relativ pflegeleicht. Achten Sie darauf, abgestorbene Blätter und Früchte regelmäßig zu entfernen, um Krankheiten vorzubeugen. Da die Pflanzen buschig wachsen, ist normalerweise kein Stützen notwendig.
  6. Überwinterung: In kühleren Klimazonen können Sie die Pflanzen im Herbst ins Haus holen und an einem kühlen, hellen Ort überwintern, falls sie nicht einjährig gezogen werden. Dies ermöglicht einen früheren Start in die nächste Saison und schützt die Pflanze vor Frost.

Durch die Beachtung dieser Tipps können Sie Ananaskirschen effektiv in Töpfen kultivieren und ihre ungewöhnlichen, schmackhaften Früchte genießen, auch wenn Sie keinen traditionellen Garten haben.

Aussaat und Anzucht

Die erfolgreiche Aussaat und Anzucht der Ananaskirsche kann eine lohnende Erfahrung für jeden Gärtner sein. Hier ist eine detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitung, die Ihnen dabei hilft, gesunde und kräftige Pflanzen zu ziehen:

  1. Zeitpunkt der Aussaat: Die ideale Zeit für die Aussaat der Ananaskirsche ist von Mitte Februar bis Ende März. Da die Pflanzen frostempfindlich sind, sollten Sie mit der Aussaat beginnen, sobald keine strengen Fröste mehr zu erwarten sind, oder die Anzucht im Haus vornehmen.
  2. Aussaatgefäße und -medium: Verwenden Sie flache Aussaatschalen oder kleine Töpfe mit guter Drainage. Füllen Sie diese mit einer speziellen Anzuchterde, die steril und nährstoffarm ist, um das beste Wachstum junger Pflanzen zu fördern.
  3. Saatgut platzieren: Legen Sie zwei Samen pro Topf in eine Tiefe von etwa 0,5 cm. Bedecken Sie die Samen leicht mit Erde, da Licht die Keimung fördern kann.
  4. Standort und Temperatur: Stellen Sie die Aussaatschalen an einen warmen, hellen Ort, idealerweise mit einer Temperatur von etwa 25 Grad Celsius. Ein Fensterbrett über einer Heizung oder ein beheiztes Gewächshaus sind ideale Standorte.
  5. Feuchtigkeit: Halten Sie das Substrat gleichmäßig feucht, aber nicht nass. Verwenden Sie eine Sprühflasche, um die Erde sanft zu befeuchten, um die Samen nicht wegzuspülen.
  6. Keimung: Die Keimung erfolgt normalerweise innerhalb von 1 bis 2 Wochen. Sobald die Sämlinge erscheinen, stellen Sie sicher, dass sie genügend Licht erhalten, um ein Vergeilen (übermäßiges Strecken in die Höhe) zu verhindern.
  7. Vereinzeln: Wenn die Sämlinge groß genug sind, um sicher gehandhabt zu werden (typischerweise wenn sie das erste echte Blattpaar entwickelt haben), entfernen Sie den schwächeren Sämling in jedem Topf, um dem stärkeren mehr Raum zum Wachsen zu geben.
  8. Umpflanzen: Wenn die jungen Pflanzen mindestens 10 cm groß sind und das Wetter es zulässt (normalerweise Ende Mai oder nach den letzten Frösten), können sie in größere Töpfe oder direkt ins Freiland umgepflanzt werden.
  9. Härtung: Gewöhnen Sie die Pflanzen etwa eine Woche vor dem endgültigen Auspflanzen an die Außenbedingungen, indem Sie sie tagsüber nach draußen stellen und sie nachts hereinholen.

Durch die Befolgung dieser Schritte sollten Ihre Ananaskirschen kräftig wachsen und bereit sein, in den Garten oder in größere Behälter verpflanzt zu werden. Diese sorgfältige Aufzucht gewährleistet gesunde Pflanzen, die später reichlich Früchte tragen werden.

Pflanzung und Pflege

Nach erfolgreicher Anzucht ist der nächste Schritt, die Ananaskirschen in ein Beet oder größere Behälter zu pflanzen. Hier sind wichtige Empfehlungen für die Pflanzung im Beet und die laufende Pflege, um sicherzustellen, dass Ihre Pflanzen gedeihen und eine reichhaltige Ernte bieten.

  1. Standortwahl: Ananaskirschen benötigen einen vollsonnigen Standort mit mindestens 6-8 Stunden direkter Sonneneinstrahlung pro Tag. Der Standort sollte auch windgeschützt sein, um die empfindlichen Pflanzen zu schützen.
  2. Bodenbeschaffenheit: Der Boden sollte gut drainiert, locker und nährstoffreich sein. Schwere und verdichtete Böden können verbessert werden, indem man reichlich Kompost oder gut verrotteten Mist einarbeitet, um die Drainage und Fruchtbarkeit zu erhöhen.
  3. Pflanzabstand: Beim Auspflanzen der Ananaskirschen sollte ein Abstand von etwa 50 x 50 Zentimetern eingehalten werden, um ausreichend Platz für Wachstum und Luftzirkulation zwischen den Pflanzen zu ermöglichen. In Gewächshäusern kann der Abstand aufgrund des geschützten Klimas größer sein.
  4. Bewässerung: Regelmäßiges Gießen ist wichtig, besonders während trockener Perioden. Die Ananaskirsche bevorzugt eine gleichmäßig feuchte Erde. Vermeiden Sie jedoch Staunässe, da dies zu Wurzelfäule führen kann.
  5. Düngung: Obwohl Ananaskirschen nicht übermäßig düngerintensiv sind, fördert eine moderate Düngung das Wachstum und die Fruchtbildung. Ein ausgewogener Flüssigdünger, der alle zwei bis drei Wochen während der Wachstumsperiode angewendet wird, ist ausreichend.
  6. Unkrautbekämpfung: Halten Sie das Beet unkrautfrei, da Unkraut Nährstoffe, Wasser und Licht von Ihren Pflanzen wegnimmt. Eine Mulchschicht aus organischem Material wie Stroh kann helfen, das Wachstum von Unkraut zu unterdrücken und die Bodenfeuchtigkeit zu bewahren.
  7. Schädlings- und Krankheitsmanagement: Die Ananaskirsche ist relativ robust gegen viele Schädlinge und Krankheiten. Beobachten Sie die Pflanzen regelmäßig auf Anzeichen von Problemen und behandeln Sie frühzeitig mit geeigneten biologischen oder chemischen Mitteln, falls erforderlich.
  8. Rückschnitt und Pflege: Obwohl Ananaskirschen keinen intensiven Schnitt benötigen, kann das Entfernen abgestorbener oder beschädigter Triebe sowie das Ausdünnen dichter Bereiche helfen, die allgemeine Gesundheit und Luftzirkulation zu verbessern.

Durch die Beachtung dieser Pflegetipps können Ihre Ananaskirschen optimal gedeihen. Mit der richtigen Pflege wird diese Pflanze nicht nur eine reiche Ernte an schmackhaften Früchten bringen, sondern auch eine attraktive Ergänzung zu Ihrem Garten sein.

Ernte und Verwertung

Die Ananaskirsche bietet nicht nur während ihrer Wachstumsphase eine visuelle Bereicherung für den Garten, sondern auch bei der Ernte und Verwertung ihrer einzigartigen Früchte. Hier sind einige wertvolle Tipps zur optimalen Erntezeit, zum richtigen Sammeln der Früchte und deren Nutzung:

  1. Erntezeit: Die Früchte der Ananaskirsche sind typischerweise von Juni bis Oktober reif. Ein klares Zeichen für die Reife ist, wenn die Früchte von selbst zu Boden fallen. Dies zeigt an, dass sie ihren optimalen Reifegrad erreicht haben.
  2. Sammeln der Früchte: Es ist empfehlenswert, regelmäßig unter den Pflanzen nach gefallenen Früchten zu suchen und diese aufzusammeln. Um die Früchte sauber und trocken zu halten, kann eine Mulchschicht aus Stroh sehr hilfreich sein, da sie direkten Bodenkontakt verhindert und Schmutz abweist.
  3. Prüfung der Früchte: Beim Sammeln sollte darauf geachtet werden, dass nur vollständig reife Früchte verwendet werden. Unreife, grüne Früchte sind oft hart und nicht so süß. Die reife Ananaskirsche ist typischerweise gelb bis orange und duftet süßlich.
  4. Lagerung: Ananaskirschen können in ihren Hüllen bei Zimmertemperatur einige Tage bis zu einer Woche aufbewahrt werden. Für eine längere Lagerung eignen sich das Kühlen oder das Einfrieren der Früchte.
  5. Verwendung in der Küche: Die süßen und leicht tropisch schmeckenden Ananaskirschen sind vielseitig in der Küche einsetzbar. Sie können frisch verzehrt oder in Desserts, Marmeladen, Gelees und sogar in herzhaften Gerichten verwendet werden. Ihre einzigartige Mischung aus Süße und Aroma macht sie auch zu einem hervorragenden Zusatz für Cocktails und Smoothies.
  6. Trocknen und Einmachen: Neben dem frischen Verzehr können die Früchte getrocknet oder eingemacht werden, was ihre Haltbarkeit verlängert und neue Möglichkeiten zur Nutzung in der Küche bietet.

Durch die Beachtung dieser Tipps können Sie die Ernte Ihrer Ananaskirschen maximieren und die Früchte auf vielfältige Weise genießen. Die richtige Handhabung und Verwertung der Ernte trägt dazu bei, den vollen Geschmack und die Qualität der Ananaskirschen zu bewahren.

Überwinterung und Vermehrung

Die Ananaskirsche ist zwar üblicherweise einjährig, kann aber unter bestimmten Bedingungen mehrjährig kultiviert werden. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihre Ananaskirschen über den Winter bringen und durch Vermehrung den Bestand in Ihrem Garten erhöhen können.

Überwinterung:

  1. Standortwahl für die Überwinterung: Ananaskirschen benötigen einen kühlen, aber frostfreien Platz für die Überwinterung. Ein idealer Standort ist ein unbeheiztes Gewächshaus, ein helles Treppenhaus oder ein kühler Wintergarten mit Temperaturen zwischen 5 und 10 Grad Celsius.
  2. Vorbereitung der Pflanzen: Vor dem Einräumen der Pflanzen ins Winterquartier sollten sie zurückgeschnitten werden, um altes und abgestorbenes Material zu entfernen und die Gesundheit der Pflanze zu fördern. Dies fördert auch eine kräftigere Rückkehr im Frühling.
  3. Pflege während des Winters: Während der Überwinterungsphase sollte die Ananaskirsche mäßig gegossen werden, gerade so viel, dass die Wurzelballen nicht austrocknen. Vermeiden Sie es, die Pflanzen zu düngen, da ihr Wachstum in dieser Zeit minimal ist.

Vermehrung:

  1. Samenvermehrung: Ananaskirschen können leicht aus Samen gezogen werden. Sammeln Sie die Samen von reifen Früchten, waschen und trocknen Sie sie, und säen Sie sie im späten Winter oder frühen Frühjahr unter warmen Bedingungen aus.
  2. Stecklingsvermehrung: Eine weitere Methode, um Ananaskirschen zu vermehren, ist die Stecklingsvermehrung. Schneiden Sie im Frühjahr oder Herbst gesunde, junge Triebe von der Pflanze ab. Diese Triebe sollten etwa 10-15 cm lang sein und mehrere Blätter aufweisen. Entfernen Sie die unteren Blätter und stecken Sie die Stecklinge in ein feuchtes Anzuchtmedium. Halten Sie das Medium feucht und warm, bis die Stecklinge Wurzeln geschlagen haben.
  3. Teilung: Bei mehrjährig kultivierten Pflanzen kann auch eine Teilung im Frühjahr durchgeführt werden, um die Pflanzen zu verjüngen und zu vermehren. Heben Sie die Pflanzen vorsichtig aus dem Boden, teilen Sie die Wurzelballen mit einem scharfen Messer und pflanzen Sie die Teilstücke an einem geeigneten neuen Standort.

Durch diese Methoden können Sie nicht nur die Lebensdauer Ihrer Ananaskirschen verlängern, sondern auch effektiv ihren Bestand im Garten erhöhen. Jede Methode hat ihre eigenen Vorzüge und kann abhängig von Ihren räumlichen Möglichkeiten und klimatischen Bedingungen ausgewählt werden.

Krankheiten und Schädlinge

Obwohl die Ananaskirsche (Physalis pruinosa) als relativ robust gegen viele Krankheiten und Schädlinge gilt, gibt es doch einige Probleme, die gelegentlich auftreten können. Hier sind wichtige Hinweise zu den häufigsten Krankheiten und Schutzmaßnahmen vor Schädlingen:

Krankheiten:

  1. Pilzkrankheiten: Ananaskirschen können von verschiedenen Pilzkrankheiten wie Mehltau und Wurzelfäule betroffen sein. Diese Krankheiten treten häufig in feuchten, schlecht belüfteten Bedingungen auf. Zur Vorbeugung ist es wichtig, für eine gute Luftzirkulation zu sorgen und Staunässe zu vermeiden. Befallene Pflanzenteile sollten entfernt und vernichtet werden, um eine Ausbreitung der Krankheit zu verhindern.
  2. Viruskrankheiten: Virusinfektionen können ebenfalls ein Problem darstellen, oft erkennbar an verkrüppelten Blättern und abnormalen Wachstumsformen. Viruserkrankungen sind schwierig zu behandeln und oft ist das Entfernen und Vernichten der betroffenen Pflanzen die einzige Lösung.

Schädlinge:

  1. Blattläuse: Diese kleinen Insekten können sich auf den Unterseiten der Blätter ansiedeln und Saft saugen, was zu verkrümmten Blättern und einem allgemein geschwächten Pflanzenwachstum führen kann. Blattläuse können auch Viruskrankheiten übertragen. Sie können mit insektiziden Seifen oder Ölen bekämpft werden, oder durch das Fördern natürlicher Fressfeinde wie Marienkäfer.
  2. Spinnmilben: In trockenen und heißen Bedingungen können Spinnmilben ein Problem darstellen. Sie saugen ebenfalls an den Pflanzen und können feine Spinnweben auf den Blättern hinterlassen. Eine regelmäßige Überprüfung der Pflanzen und das Abspritzen mit Wasser oder die Anwendung von Akariziden können bei der Bekämpfung helfen.
  3. Schnecken: Besonders junge Ananaskirschen können von Schnecken angegriffen werden, die die Blätter und Stiele fressen. Schnecken lassen sich durch Barrieren, Schneckenkorn oder natürliche Feinde wie Igel kontrollieren.

Präventive Maßnahmen:

  • Fruchtfolge und Hygiene: Vermeiden Sie es, Ananaskirschen jedes Jahr am gleichen Standort zu pflanzen, um bodenbürtige Krankheiten und Schädlinge zu minimieren. Halten Sie den Gartenbereich frei von Pflanzenresten und Unkraut, die als Versteck und Brutstätte für Schädlinge dienen können.
  • Starkes Pflanzenwachstum fördern: Gesunde, gut ernährte Pflanzen sind widerstandsfähiger gegen Krankheiten und Schädlinge. Eine ausgewogene Düngung und ausreichende Bewässerung sind entscheidend für die Gesundheit Ihrer Ananaskirschen.

Durch die Beachtung dieser Hinweise können Sie die meisten Probleme mit Krankheiten und Schädlingen vermeiden oder effektiv bekämpfen, um sicherzustellen, dass Ihre Ananaskirschen gesund bleiben und eine gute Ernte liefern.

Häufige Leserfragen zum Thema Ananaskirsche

Frage 1: Wie lange dauert es, bis Ananaskirschen nach der Aussaat Früchte tragen?

Antwort: Ananaskirschen sind relativ schnellwachsende Pflanzen. Unter idealen Bedingungen können Sie etwa 70 bis 80 Tage nach der Aussaat mit der Ernte der ersten Früchte rechnen. Dies hängt natürlich von den Wachstumsbedingungen wie Temperatur, Sonneneinstrahlung und Pflege ab.

Frage 2: Kann ich Ananaskirschen in einem Gebiet mit kurzen Sommern anbauen?

Antwort: Ja, Ananaskirschen sind aufgrund ihrer frühen Reife und ihrer Anpassungsfähigkeit an verschiedene Klimazonen gut für Gebiete mit kürzeren Sommern geeignet. Sie können die Wachstumsphase verlängern, indem Sie die Pflanzen in Töpfen beginnen und diese früh im Jahr unter Schutz auf einer Fensterbank oder in einem Gewächshaus vorziehen.

Frage 3: Müssen Ananaskirschen bestäubt werden, um Früchte zu tragen?

Antwort: Ananaskirschen sind selbstfruchtend, das bedeutet, sie benötigen keine weitere Pflanze zur Bestäubung. Dies macht sie besonders attraktiv für Gärtner, die nur Platz für eine einzelne Pflanze haben. Trotzdem kann die Bestäubung durch Insekten, besonders Bienen, die Quantität und Qualität der Früchte verbessern.

Frage 4: Wie schütze ich Ananaskirschen vor Vögeln?

Antwort: Vögel können ein Problem darstellen, da sie die süßen Früchte mögen. Eine effektive Methode, die Pflanzen zu schützen, ist die Verwendung von Netzabdeckungen. Stellen Sie sicher, dass das Netz feinmaschig und gut über die Pflanzen gespannt ist, um den Zugang zu verhindern, ohne die Pflanzen zu beschädigen.

Frage 5: Wie gehe ich mit überreifen oder beschädigten Ananaskirschen um?

Antwort: Überreife oder beschädigte Früchte sollten so schnell wie möglich geerntet und entfernt werden, um Krankheiten und Schädlingsbefall zu vermeiden. Überreife Ananaskirschen können immer noch in der Küche verwendet werden, beispielsweise für Marmeladen oder Säfte, wo ihr hoher Zuckergehalt sogar von Vorteil sein kann.

Frage 6: Wie oft sollte ich Ananaskirschen gießen?

Antwort: Ananaskirschen bevorzugen gleichmäßig feuchte Bodenbedingungen. Es ist wichtig, regelmäßig zu gießen, besonders während trockener Perioden. Achten Sie darauf, dass der Boden zwischen den Bewässerungen leicht antrocknet, um Staunässe und die damit verbundenen Wurzelkrankheiten zu vermeiden. In sehr heißen Klimazonen oder bei Topfkulturen kann tägliches Gießen erforderlich sein.

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Jan Oliver Fricke
Als Herausgeber des Online Magazine Haus & Garten ist es mir eine Freude, die Leser über Interessante Themen zu informieren und meine Erfahrungen zu teilen.