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Tipps zur Gestaltung des Flurs

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Tipps zur Gestaltung des Flurs

Ein Raum ohne Fenster, oftmals lang und schmal mit Möbeln, die nicht aufeinander abgestimmt sind: So präsentiert sich in etlichen Wohnungen der Flur. In diesem Bereich der Wohnung wird manchmal wenig Wert auf eine ansprechende Gestaltung und Einrichtung gelegt. Der Flur ist allerdings der erste Abschnitt eines Domizils und somit die ‘Visitenkarte’ der Bewohner. Besucher erhalten hier in der Regel einen ersten Eindruck, der darüber entscheidet, welche Gefühle die übrigen Räumlichkeiten in ihnen erwecken. Ein schmaler Flur kann allerdings mit wenigen einfachen Tricks in einen repräsentativen Eingangsbereich verwandelt werden.

Den Flur in einen attraktiven Raum verwandeln

Normalerweise wird der Flur als nur als Durchgangs- und nicht als Aufenthaltsbereich wahrgenommen. “Dabei gilt gerade für den Flur: Je heller und reizvoller, umso besser”, empfiehlt Ines Wrusch (Bund Deutscher Innenarchitekten/Bonn). Um diesen Weg zu verfolgen, muss ein nicht zu unterschätzendes Hindernis überwunden werden: die meistens ungünstige bauliche Umsetzung diese Raumes. Der Flur dient oft als zentraler Ausgangspunkt, von dem sämtliche Räume zu erreichen sind. In manchen Altbauten wie auch in Einfamilienhäusern bietet eine quadratische Diele exzellente Möglichkeiten für ein freundliches Entree.

Ein derartiger Zuschnitt eröffnet zumindest gewisse Gestaltungsmöglichkeiten, was auf Wohnungsdielen in Mehrfamilienhäusern meistens nicht zutrifft. “Um sämtliche Räume leicht zu erreichen, ist der Flur normalerweise schmal sowie lang gestaltet”, meint Wrusch. Aufgrund dieser Schlauchform ist die Möglichkeit Möbel aufzustellen sehr begrenzt. Zudem unterbrechen Türen die Wandflächen. Für eine freundliche Raumgestaltung ist somit Kreativität gefordert.

Der Flur soll nicht mit Möbeln blockiert werden

Die erste Überlegung beziehungsweise Frage ist: Welcher Stauraum wird für die optimale Platzierung von Mänteln und Schirmen, Jacken, Mützen sowie Schals, Handtaschen sowie Einkaufskörben benötigt? Welcher Raum muss gegeben sein, damit mehrfaches An-/Ausziehen von Jacken und Schuhen/Stiefeln am Tag nicht in Akrobatik endet – selbst wenn mehr als ein Bewohner zeitgleich aufbrechen will?

“Es ist wichtig, dass der Flur auf seiner kompletten Länge mindestens sechzig bis achtzig Zentimeter Platz für einen Durchgang besitzt”, empfiehlt Mareike Hermann (Deutsche Heimwerker Akademie/Köln).

Jeder Flur sollte mit einer individuellen Garderobe ausgestattet sein

In jedem Eingangsbereich ist eine Garderobe fast unverzichtbar. Äußerst platzsparend ist es zum Beispiel Kleiderhaken an den Wänden zu installieren, sodass jeder Bewohner seinen eigenen besitzt, rät Ines Wrusch. “Besonders praktikabel sind dabei Klapphaken, die beispielsweise aus Acryl oder Edelstahl gearbeitet sind”, meint Ursula Geismann (Verband der Deutschen Möbelindustrie). Werden für die Kleidung Garderobenbügel verwendet, ist es vorteilhaft, wenn die Abstände der Haken so gewählt werden, dass sich selbst voluminöse Mäntel aneinandergereiht aufhängen lassen.

“Werden die Garderobenhaken auf unterschiedliche Ebenen verteilt, verdoppelt sich der Stauraum, kurze Bekleidung findet ihren optimalen Platz und die Bedürfnisse der Kleinsten/Kids werden berücksichtigt”, erklärt M. Hermann. Eine besonders pfiffige Idee, um die Garderobe originell zu gestalten, ist beispielsweise eine Holzleiter (kann auch gebraucht sein – bringt Charme mit sich), die an einem Wandbereich senkrecht fixiert wird. “Eine sehr simple Idee ist ein Rundholz, das an einem Drahtseil in gut erreichbarer Höhe von der Zimmerdecke herabhängt”, ergänzt Hermann.

Die Möbelindustrie ist auf diesen speziellen Bedarf aufmerksam geworden und bietet stetig mehr Flurmöbel an, die ebenso funktional wie auch optisch interessant sind. “Besonders ansprechend sind zum Beispiel Varianten, bei denen ein großer Spiegel in gewissem Wandabstand mit Garderobenstange, eventuell auch mit Schuhboden und Hutablage, an einer Wand fixiert wird”, empfiehlt die Expertin für Möbel Ursula Geismann. In Altbauwohnungen lässt sich die enorme Deckenhöhe zum Beispiel mit Systemmöbeln ausnutzen. Für Familien sind dagegen Modul-Lösungen überlegenswert, da diese sich unkompliziert dem Bedarf angleichen lassen.

Schuhe elegant und sicher verstauen

In einem Flur muss allerdings nicht allein die Oberbekleidung einen geeigneten Platz finden, sondern auch eine Vielzahl Schuhe. “Schuhschränke mit aufklappbaren Fächern nehmen Schuhe hochkant auf, sodass diese unsichtbar und staubsicher untergebracht sind”, erklärt Geismann. Diese Kleinmöbel sind normalerweise hüfthoch, 15 bis zu 20 Zentimetern tief und können somit auch als Ablagefläche für Schlüssel oder ähnliches genutzt werden. Zur Aufbewahrung der Schuhe eignet sich ebenso ein schmales Regal mit Stofftaschen oder zwei parallelen Stangen. “Sehr praktisch, allerdings nur in breiteren Dielen realisierbar, ist die Multifunktionsbank: Diese ist gepolstert und kann als Sitzmöbel, Abstellmöglichkeit für Einkäufe sowie im Innern als Stauraum für etliche Paar Schuhe dienen”, erklärt Architektin Wrusch.

Intelligente Beleuchtung verleiht dem Flur individuelles Flair

Nun bekommen die wichtigen Alltagsutensilien ihren Platz: Hausschlüssel werden an einem Schlüsselbrett deponiert. Für Briefe kann eine Ablage integriert werden. Als i-Tüpfelchen kann letztendlich, in Kopfhöhe montiert, ein Spiegel für den abschließenden Blick dienen, sagt Wrusch. “Mithilfe des Spiegels wird zudem das Licht reflektiert und erweitert optisch den Raum”.

Da fehlendes Tageslicht viele Dielen und Flure düster erscheinen lässt, ist eine künstliche Lichtquelle kaum zu umgehen. “Eine ausgewogene Allgemeinbeleuchtung ist besonders empfehlenswert – speziell, wenn in der Diele keinerlei Tageslicht vorhanden ist”, erklärt Andreas Lang (Brancheninitiative licht.de). “Sind Korridore länglich geschnitten, sind Schienensysteme optimal. An dieser Installation lassen sich Leuchten flexibel anbringen, sodass selbst dunkle Ecken des Flurs gut erhellt werden”. Ein besonderes Möbel oder ein reizendes Bild kann auf diese Art gezielt beleuchtet und als optisches Highlight in Szene gesetzt werden. Ein Spiegel sollte von zwei Leuchten eingerahmt sein, da so keine Schatten im Gesicht auftreten.

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Jan Oliver Frickehttps://www.ratgeber-haus-garten.com
Als Herausgeber des Online Magazine Haus & Garten ist es mir eine Freude, die Leser über Interessante Themen zu informieren und meine Erfahrungen zu teilen.

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Letzte Aktualisierung am 30.07.2021 um 14:50 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API