Mit Licht Räume bauen und auskleiden

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Foto: Voglauer, Constantin Meyer

Mit Licht Räume bauen und auskleiden

Wer sich mit dem Thema Licht beschäftigt, merkt schnell, dass es viele Facetten hat: Lieber helle Räume oder kuschelige Ecken? Möbel inszenieren oder das Raumvolumen zum Strahlen bringen? Licht will virtuos gehandhabt werden. In Köln entsteht ein neues Angebot für Licht-Virtuosen. Und solche, die es werden wollen.

Spots und Downlights oder doch lieber eine altmodische Stehlampe? Indirektes Licht, das Wände und Decken moduliert oder eine raumgreifende Hängeleuchte in der Mitte? Und dann wäre da noch die Idee des Interior Designers mit den Licht-Möbeln. Einen Überblick über die Möglichkeiten, mit Licht und Schatten Räume zu „bauen“, Objekte zu inszenieren und Atmosphäre zu schaffen, bietet die imm cologne mit ihrem neuen Konzept, Technisches und Dekoratives Licht mit seinen jeweiligen Vorzügen speziell zu beleuchten.

Licht ist mit eines der wichtigsten Stilelemente in der Wohnraumgestaltung. Die Bedeutung natürlicher Lichtverhältnisse für das Empfinden, die Freude am Halbdunkel, die Kunst der Andeutung eines Außenraums, beschrieb bereits Tanizaki Jun’ichirō in seinem Essay „Lob des Schattens“ im Jahr 1933. Selbst 80 Jahre später hat der Klassiker der japanischen Ästhetikliteratur seine Bedeutung für die moderne Architektur und das individuelle Design nicht verloren. Auch wenn seit 1933 die Auswahl an dekorativen Leuchtmitteln und die Weiterentwicklung der Lichttechnik riesige Schritte nach vorne gemacht haben, so beschrieb Jun’ichirō bereits Anfang des 20. Jahrhunderts meisterhaft, wie das richtige Verhältnis von Licht und Schatten einen Raum nachhaltig beeinflussen kann.

Licht im eigenen Zuhause hat heute primär die Funktion, Atmosphäre zu schaffen. Eine richtige Beleuchtung kann entscheiden, ob wir uns in einem Raum wohlfühlen, denn je nach Kontrast, Lichtfarbe oder Helligkeit entfaltet das Licht eine völlig andere Wirkung.

Es werde Licht – vor und hinter der Wand

Die Vielschichtigkeit von Licht auf einer Einrichtungsmesse so komplett wie möglich abzubilden, lautet die Herausforderung, die sich die Macher der imm cologne für 2018 vorgenommen haben: „Das Thema Licht ist komplex“, erklärt Arne Petersen, Leiter des Geschäftsbereichs Messemanagement der Koelnmesse GmbH. „Es spielt sich nicht nur vor der Wand in Form von Leuchten, Lüstern und Lampenschirmen ab. Durch eine gut geplante Lichttechnik hinter der Wand kann ein Raum richtig zum Strahlen gebracht werden. Allerdings sollte eine ausgewogene Beleuchtung geplant sein. Zuviel Licht blendet, zu wenig versetzt einen ins Dunkel. Die verschiedenen Ansätze von Licht zeigen wir einmal im Bereich Pure Editions mit den allerneusten Leuchten-Designs, und zum anderen im neuen Hallenkonzept Pure Architects mit einem Fokus auf dem Thema Digitalisierung und Lichttechnik.“

Durch die Aufteilung in Dekoratives und Technisches Licht kommt die imm cologne dem Bedarf der Messebesucher nach ganzheitlichen Wohnkonzepten entgegen. Der Suche nach „Mehr Wohnen“, nach einem stimmig eingerichteten, bis ins Detail durchgestyltem Zuhause unter Berücksichtigung aller Einrichtungselemente, wird so durch die gleichwertige Integration des vielseitigen Stilelements Licht Rechnung getragen.

Dekoratives Licht-Design ist auf der imm cologne in der Halle 2.2 zu finden – und 2018 mit einem besonderen Blick für visionäre Lichtkonzepte, wie sie etwa Lucie Koldova 2018 in der Wohnraum-Simulation „Das Haus“ entwickeln wird. Gut gestaltete Leuchten aus unterschiedlichsten Materialien, Formen und Farben werden Liebhabern von ansprechendenden Interieurs einen detaillierten Überblick über die aktuellen Licht-Trends vermitteln. Auch die ideale Verbindung von Licht und Möbel, Licht und Textil wird hier gezeigt. Das Technische Licht, das besonders für Installateure und Architekten von Interesse ist, wird im neunen Hallenkonzept Pure Architects angesiedelt. Hier finden Messebesucher alles zum Thema integrierte Lichtkonzepte, intelligente Lichtsteuerung, Smart Home und LED.

Lichtjahre voraus

„Licht braucht Schatten, um wahrgenommen zu werden, braucht Materialien, die es aufsaugen oder widerspiegeln kann. Und manchmal braucht es Mut, es richtig einzusetzen,“ erklärt Dick Spierenburg, Art Director imm cologne. „Mit der Aufteilung in Dekoratives und Technisches Licht gehen wir unseren Weg einer ganzheitlichen Einrichtungsmesse konsequent weiter, und wir sind jetzt schon gespannt, wie die Messebesucher auf unseren neuen Ansatz reagieren werden.“

Eine Leuchte ist eben nicht nur eine Lichtquelle. Richtig inszeniert und mit der passenden Technik versehen, kann Licht Räume schaffen – und ein atmosphärisches, gemütliches Zuhause. Und das wusste Tanizaki Jun’ichirō schon 1933.

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